Donnerstag, 17. Januar 2019
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Oberbürgermeister Bernhard Gmehling appelliert beim Neujahrsempfang zu mehr Miteinander

Loblieder auf Neuburgs Kultur

Neuburg
erstellt am 10.01.2019 um 22:36 Uhr
aktualisiert am 14.01.2019 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (DK) Der kulturelle Mittelpunkt Neuburgs, das Stadttheater samt Marstall, hat gestern Abend die Kulisse für den Neujahrsempfang der Stadt gebildet. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling warf dabei einen positiven Blick zurück, stellte die wichtigsten Projekte der kommenden Monate vor und bewies zudem schauspielerisches Talent.
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Hunderte Gäste begrüßte Neuburgs Oberbürgermeister zum diesjährigen Neujahrsempfang der Stadt. Mit dem 150. Jubiläum des Stadttheaters stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Kultur. Dabei bewies auch der Rathauschef in einem kleinen Film schauspielerisches Talent. Im Anschluss ging es in den Marstall, in dem der OB und seine Frau Hermine die Gäste nochmals persönlich begrüßten, unter anderem Staatssekretär Roland Weigert. In entspannter Loungeatmosphäre ließen die Gästen den Abend dann ausk
Hunderte Gäste begrüßte Neuburgs Oberbürgermeister zum diesjährigen Neujahrsempfang der Stadt. Mit dem 150. Jubiläum des Stadttheaters stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Kultur. Dabei bewies auch der Rathauschef in einem kleinen Film schauspielerisches Talent. Im Anschluss ging es in den Marstall, in dem der OB und seine Frau Hermine die Gäste nochmals persönlich begrüßten, unter anderem Staatssekretär Roland Weigert. In entspannter Loungeatmosphäre ließen die Gästen den Abend dann ausklingen.
Janda/Kretzmann
Neuburg
Neuburgs Stadtpressesprecher Bernhard Mahler steht verzweifelt auf der Bühne des Theaters. "Wo ist der Oberbürgermeister?" Mahler verschwindet und auf einer großen Leinwand sieht man ihn auf der Suche nach dem Rathauschef durch die Gänge des Gebäudes huschen.
Dann ist der OB zu sehen, allerdings nicht auf der Bühne. Er sitzt in der Maske, in der er gepudert und gekämmt wird und nochmal die Begrüßungsliste durchblättert. "So, wer kommt denn alles?", fragt er, gönnt sich noch ein Weißbier und stellt fest, dass die bevorstehende Veranstaltung im Zeichen von Theater, Schauspiel und Kultur steht. "Also ich bin seit 16 Jahren OB in Neuburg, der größte Schauspieler bin ja wohl ich", sagt er und gibt dem Bild seines "Lieblingsministerpräsidenten" Horst Seehofer noch ein Bussi. Dann schnellt er auf die Bühne, schlüpft in sein Sakko und eröffnet den Neujahrsempfang der Stadt Neuburg.
 
Janda/Kretzmann
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Den beinahe schon traditionellen Begrüßungsmarathon, bei dem das Stadtoberhaupt und seine Frau Hermine viele Hände schütteln müssen, gab es diesmal erst nach dem offiziellen Programm - und in einem ganz besonderen Ambiente: dem Marstall. Unter den mehreren Hundert Gästen des Neujahrsempfangs befanden sich diesmal neben zahlreichen Vertretern aus Politik, Gewerbe, Gesellschaft und Kirche unter anderem die beiden Landratsstellvertreter Alois Rauscher und Sabine Schneider, viele Bürgermeister aus der Umgebung, mit Staatssekretär Roland Weigert, dem Bundestagsabgeordneten Reinhard Brandl und der Bezirksrätin Martina Baur auch Mandatsträger aus der Region sowie THI-Präsident Walter Schober, dessen Hochschule in den nächsten Jahren eine Außenstelle in Neuburg gründen wird. Das Stadtoberhaupt nutzte die Gelegenheit auch, um die Geschichte der Einrichtung, "unserer Neuburger Kulturstätte Nummer eins" zu beleuchten, die heuer 150 Jahre alt wird. Im August 1869 hatte der damalige Bürgermeister Karl Sing das Theater feierlich eröffnet. Seitdem habe dort eine Vielzahl an Veranstaltungen stattgefunden - allen voran die Starken Stücke, die Aufführungsreihe des städtischen Kulturamts. Aufgrund der Aufführungsdichte und auch der vielen anderen Veranstaltungen, die jedes Jahr viele Tausend Besucher in die einstige Residenzstadt locken, ist Neuburg aus Gmehlings Sicht völlig zu Recht "die Kulturstadt der Region". Dazu tragen laut OB auch die zahlreichen Kulturschaffenden in der Ottheinrichstadt bei. Sein besonderer Dank galt auch Neuburgs Ehrenbürger und ehemaligem Stadtrat Anton Sprenzel, der wesentlich zur Renovierung des Stadttheaters beigetragen hatte. Dass er "unter uns sein kann, ist wohl das größte Geschenk des heutigen Abends".
 
Janda/Kretzmann
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Trotz des Jubiläums vergessen Gmehling und seine Mitstreiter im Rathaus nicht, welche Aufgaben auf die Stadt zukommen. Das Parkhaus am Hallenbad, das heuer entstehen soll, der Bau eines Kinderhauses in Heinrichsheim, neue Baugebiete, die Errichtung von Sozialwohnungen sowie die bevorstehende Erweiterung der Schwalbangerschule und der Mittelschule sind nur einige der Vorhaben, die der CSU-Politiker auflistete. Darüber hinaus steht die Planung der neuen Donaubrücke ebenso ganz oben auf der Agenda wie die Rückkehr der Stadtwerke in die Erfolgsspur. "Das ist vielleicht die schwierigste Aufgabe im neuen Jahr, aber sicherlich jede Anstrengung wert", so Gmehling, der auch den geplanten Hochschulcampus auf dem Lassigny-Gelände aufführte. Billig wird all das freilich nicht. Doch "wir werden alles daran setzen, im Rahmen unserer finanziellen Spielräume das Beste für die Bürger zu erreichen", betonte der Oberbürgermeister und nannte es als Ziel, weiterhin zu investieren, gleichzeitig aber den Schuldenberg stetig abzubauen. Zugleich erinnerte Gmehling auch an die steigende Einwohnerzahl der Kreisstadt, die immer wieder auch Herausforderungen mit sich bringt. Da Neuburg mittlerweile auch bei der offiziellen Zahl an der Marke von 30000 Menschen kratzt, sind weitere Investitionen wohl unvermeidbar, beispielsweise in einen neuen Sitzungssaal für einen wachsenden Stadtrat.
 
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Im Marstall erwartete die Gäste dann eine Loungeatmosphäre, die die zahlreichen Helfer geschaffen hatten. Mit weißen Tüchern wurden zwischen den Säulen separate Bereiche geschaffen, die mit Sofas und warmem Licht eine entspannte Kulisse boten. Sogar eine kleine Tafel zum dinieren wurde aufgebaut. So kamen die Gäste bei kulinarischen Köstlichkeiten und edlen Tröpfchen miteinander ins Gespräch und ließen den Abend ausklingen.
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