Donnerstag, 17. Januar 2019
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Haustürwahlkampf in Rennertshofen: Unterwegs mit Landratskandidat Norbert Mages von den Grünen

"Ein Politiker zum Anfassen"

Neuburg
erstellt am 10.01.2019 um 22:35 Uhr
aktualisiert am 14.01.2019 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (DK) Kalt ist es am Dienstagnachmittag in Rennertshofen, der eisige Wind weht einem die Schneeflocken ins Gesicht, doch das stört Norbert Mages von den Grünen nicht.
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Voller Einsatz für die bevorstehende Landratswahl: Bei Schnee und Wind war Norbert Mages gemeinsam mit der Grünen-Bundestagsabgeordneten Beate Walter-Rosenheimer beim Haustürwahlkampf in Rennertshofen unterwegs.
Voller Einsatz für die bevorstehende Landratswahl: Bei Schnee und Wind war Norbert Mages gemeinsam mit der Grünen-Bundestagsabgeordneten Beate Walter-Rosenheimer beim Haustürwahlkampf in Rennertshofen unterwegs.
Riß
Neuburg
Wahlkampf ist Wahlkampf - egal bei welchem Wetter. Gut eingepackt im langen Wintermantel mit Kappe, Schal und Handschuhen ausgerüstet, zieht der 59-Jährige durch den Markt, um Haustürwahlkampf zu machen. Zur Unterstützung ist die Grünen-Bundestagsabgeordnete Beate Walter-Rosenheimer dabei. "Es ist wichtig, dass die Bürger unseren Kandidaten kennenlernen und wahrnehmen. Ein Politiker zum Anfassen eben", erklärt die Betreuungsabgeordnete für den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Bevor die Tour losgeht, packt Mages Flyer und kleine Geschenke wie Fahrradflicksets - von denen er letztlich nur einige wenige verteilt - in seinen Jutebeutel. Rennertshofen hat sich der Lehrer deshalb ausgesucht, "weil hier Themen wie die Flutpolder und das Volksbegehren für Artenvielfalt eine große Rolle spielen". Für einen grünen Landrat wohl nicht ganz irrelevante Aspekte. Und warum hat er sich ausgerechnet für Haustürwahlkampf entschieden? "Weil es das Härteste überhaupt ist", sagt Mages. "Aber Spaß beiseite. So habe ich am besten die Möglichkeit, unmittelbaren Kontakt mit den Bürgern aufzunehmen. " Es gehe auch darum, direkt Informationen zu bekommen und zu erfahren, wo denn der Schuh drücke.

Viele Menschen trauen sich an diesem verschneiten Nachmittag allerdings nicht auf die Straße, aber die wenigen, die es doch tun, spricht Mages sofort an: "Spontan habe ich keine Frage", sagt eine Frau mit Regenschirm, als sie die Wahlbroschüre entgegen nimmt, "aber es ist auf jeden Fall eine gute Sache". "Ich weiß schon Bescheid", sagt die nächste Passantin im Vorbeigehen, "ich kenn' Sie ja von den Plakaten. "

An den Haustüren läuft es immer nach einem ähnlichen Schema ab: klingeln, warten, falls die Tür aufgeht Handschuhe ausziehen, Flyer entgegenstrecken, "Darf ich mich vorstellen, ich bin Norbert Mages, Landratskandidat der Grünen". Die Reaktionen darauf sind ganz unterschiedlich. "Mit den Grünen hab ich's nicht so", gesteht ein Mann über den Gartenzaun hinweg. "Ach, Sie sind der neue Landrat", meint eine ältere Frau. "Noch nicht, aber schön wär's", antwortet der 59-Jährige.

Eine Bäckereiverkäuferin lehnt den Wahlflyer bestimmt ab, denn mit Politik habe sie nichts am Hut und zum Wählen gehe sie eh nie. Demotivierend? Nicht für Norbert Mages. Lediglich verschlossene Gatter und Schilder mit der Aufschrift "Vorsichtig bissiger Hund" halten den Landratskandidaten ab. "Der Wahlkampf wird eben immer gefährlicher", sagt er und lacht. Auch einen Mann, der beim Nordic Walking mit schnellen Schritten unterwegs ist, holt der 59-Jährige noch ein. "Ich wünsche Ihnen viel Erfolg", sagt der Sportler und eilt weiter. Zu längeren Gesprächen - vor allem über politische Vorhaben - lässt sich bei diesem Wetter keiner hinreißen.

Bei einem kleiner Zwischenstopp in einem Café, um sich aufzuwärmen, trifft Mages auf eine Frauengruppe. "Ich bin jener welcher", sagt er und tippt auf sein Foto auf dem Flyer. "Geht's Ihnen gut? Haben Sie irgendwelche Sorgen? " Die älteren Frauen sind sich sofort einig: "Wir sind Rentner, bei uns passt alles. "

Dann geht es für Mages wieder nach draußen. Es liegen noch einige Straßen vor ihm. "Die Rennertshofener sind wirklich nett und bodenständig, da mach' ich das gerne. "
 
Luisa Riß
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