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Kleine Wunder im Zauberland der Kinder

erstellt am 18.11.2008 um 19:50 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 17:45 Uhr | x gelesen
Neuburg (DK) Kim, Pauline, Linda, Georg, Felix und Giulio heißen die Neuburger Nachwuchszauberer, die Magier Sven Catello und seinen Kollegen im Stadttheater Neuburg zur Zauberhand gingen.
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Fantastische Show: Giulio hat den Ninja-Test hinter sich gebracht, jetzt wird das Klopapier noch in viele Tausend Teilchen zerlegt, bevor Zauberer Hayashi ihn wieder entlässt – mit "dem Wunder des Ninja im Herzen". - Foto: Hammerl
Zu Gast sind die Ingolstädter Zaubertage mit der zauberhaften Mitmach-Show "Kinder im Zauberland". Vier Künstler, vier völlig verschiedene Programme, die sich nur in einem gleichen – sie sind allesamt bestens auf das junge Publikum zugeschnitten. Und wenn ein winzig kleines Detail verraten wird, so erhöht das die Aufmerksamkeit mehr als es Spannung nimmt. Zumal ohnehin Offensichtliches die Kinder unbandig motiviert, sich à la Kasperletheater aktiv ins Geschehen einzubringen. Am Ende aber lacht – na, wer natürlich

Die Zauberer sind dem Publikum eben doch einen T(r)ick voraus. Sie spielen mit Magie, Musik und Lichteffekten, binden ihre Assistenzzauberer kräftig ein, lassen Zauberstäbe schwingen, das Publikum sich einen Knoten nach dem anderen in Arme und Hände fabrizieren und sorgen mit immer neuen Ideen für Aha-Effekte. Nur einmal bleibt Catello offensichtlich die Spucke weg. Was er alles zum Zaubern brauche, wollte er wissen. Zauberstab und -spruch sind Standard. Aber eine Zauberunterhose? Wie die denn aussähe? "Rot mit braunen Tupfen", kommt es wie aus der Pistole geschossen zurück.

Alana lässt Bälle, Schnüre und einen gelben Schuh quasi aus dem nichts erscheinen, sieht vorher, dass Linda (10) sich für pinkfarbene Stiefel mit Leopardenmuster entscheiden wird und steht nach einem leichtfüßigen Hüpfer plötzlich im weißen statt schwarzen Abendkleid da. Catellos Frühstück, das er mit Paulines Hilfe herbeizaubern will, besteht am Ende zwar nur aus einem Ei, das aber ausreicht, um die ein bisschen gruselige Show, des Portugiesen David Sousa zu überstehen, der es mit einer unheimlichen Hand zu tun bekommt, die ihm Krawatte und Jackett auszieht und ihn das Fürchten lehrt.

Catello sucht sich Hilfszauberer aus, die zuverlässig bis Zehn zählen können – was sich aber als heikel herausstellt, denn Georg ist äußerst misstrauisch und fragt zwischendurch immer wieder: "Darf ich mal zählen" Darf er – aber erst zum Schluss, nachdem Catello drei Zehner "unsichtbar gezogen" und – ebenso unsichtbar – zu Felix ins Glas geworfen hat, das der in sicherer Höhe weit über seinen Kopf hält.

Hayashi, Zauberer aus Kanada, Japan und Mannheim sowie selbsternannter "Möchtegern-Entertainer" zeigt seine "abgefahrene Magie" und lässt Giulio im liebenswerten Ninja-Test mit Ninja-Klopapier ein Wunder erleben. Kaum zu glauben, aber die Zuschauer halten tatsächlich dicht, wie sich der Japaner erbeten hat. Ob Giulio allerdings wirklich von niemandem das Geheimnis erfahren wird? Der Zauberer wünscht ihm jedenfalls, dass alle weiter schweigen und der Achtjährige "das Ninja-Wunder im Herzen behalten kann".

Seiltrick mal anders präsentiert Catello einen wandernden Knoten, der zwischen rotem und weißem Seil hin und her wechselt, um sich schließlich als farbiges Zwischenstück einzufügen. Eine liebenswerte Stunde voller Magie und Illusion, die im Neuburger Theater viel zu schnell vergeht.

Von Andrea Hammerl
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