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Vogelschützer beklagen verdichtete Bebauung - Ulrich Mayer weiter an der Spitze der Kreisgruppe

Kein Platz für Bäume und Hecken

Neuburg
erstellt am 11.06.2018 um 18:32 Uhr
aktualisiert am 15.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (DK) In seinem Tätigkeitsbericht beklagte der stellvertretende Vorsitzende Ulrich Mayer die Abholzungsmaßnahmen im Auwald bei Grünau und Joshofen.
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Die Führung der Kreisgruppe des Landesbundes für Vogelschutz (v.l.): Uwe Frömert, Gerhard Grande, Hubert Kühlwein, Ulrich Mayer, Karlheinz Schaile und Hans-Jürgen Steinherr. Es fehlen Claudia Haddad und Edeltraud Mayer.
Die Führung der Kreisgruppe des Landesbundes für Vogelschutz (v.l.): Uwe Frömert, Gerhard Grande, Hubert Kühlwein, Ulrich Mayer, Karlheinz Schaile und Hans-Jürgen Steinherr. Es fehlen Claudia Haddad und Edeltraud Mayer.
Foto: Mayer
Neuburg
Alte Bäume würden oft flächig entnommen. Gerade diese Bäume böten Lebensraum für seltene Vogelarten wie den Mittelspecht, aber auch für Insekten und Fledermäuse. Ferner ging er im Rahmen der Jahresversammlung der Kreisgruppe des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) auf den angedachten Nationalpark ein, der für den Auwald einen besseren Schutz bedeutet hätte als die jetzige FFH-Gebiets-Ausweisung.

Ein großes Problem sieht Mayer in der Umsetzung des Donaumoos-Entwicklungskonzeptes. "Seit dem Jahr 2000 sind Millionenbeträge dafür in unseren Landkreis geflossen, aber passiert ist nicht viel. Überall wird der Moorboden weiterhin entwässert. Die im Donaumoos-Entwicklungskonzept als Ziel genannte Moorrenaturierung, wegen ihrer Klimarelevanz bedeutsam, wurde bisher nicht umgesetzt. "

Der Große Brachvogel, Zeigerart des Donaumooses, konnte laut Mayer bei Langenmosen nur durch eine großflächige Zäunung Junge aufziehen. Außerdem gebe es wenige zusammenhängende blumen- und insektenreiche extensive Wiesenflächen, die Wiesenbrüterarten wie Wiesenpieper, Bekassine, Uferschnepfe und Wachtelkönig ein Überleben bieten können. Der Kiesabbau verschlinge weitere landwirtschaftliche Flächen; die verbleibenden müssen dadurch intensiver genutzt werden.

In der Stadt nehme der Flächenverbrauch rasant zu. "Es wird immer mehr verdichtet. In den Baugebieten ist kein Platz mehr für Bäume und Hecken. Wo sollen da Vögel brüten oder Igel einen Unterschlupf finden? ", fragte Mayer. LBV-Mitglieder arbeiten regelmäßig bei Biotop-Pflegearbeiten der Artenschutzgruppe des Bundes Naturschutz (BN) mit.

Mayer bedankte sich auch für die Zusammenarbeit mit der Tierhilfe Jonathan, deren Mitglieder immer wieder Jungvögel oder verletzte Vögel gesund pflegen. Erfreulich sei auch das Interesse an den Vorträgen und Führungen, die die LBV-Kreisgruppe veranstaltet und bei denen im vergangenen Jahr über 450 Teilnehmer begrüßt werden konnten. Die Kreisgruppe wird weiterhin von Ulrich Mayer vertreten. Kassier ist Karlheinz Schaile, Schriftführerin ist Edeltraud Mayer, die Claudia Haddad ablöste. Als Beisitzer fungieren Uwe Frömert, Gerhard Grande, Claudia Haddad und Hans Jürgen Steinherr.
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