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Instagram-Gate: "Ich musste lachen"

Neuburg
erstellt am 13.01.2019 um 19:04 Uhr
aktualisiert am 17.01.2019 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (krk) Entspannt unter der Sonne Kaliforniens mit einem leckeren Eis "richtig" in das neue Jahr starten ("Starting the year right").
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Das war der Plan von Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze, den sie mit einem Foto auf ihrem Instagram-Profil demonstrierte. Doch mit diesem Beitrag löste die 33-Jährige eine Welle der Entrüstung aus. Denn die meisten Nutzer sahen auf dem Bild nicht den Eisbecher im kalifornischen Sonnenschein, sondern einen Plastikbecher, einen Plastiklöffel und den mit zwölf Stunden Flugzeit verbundenen Ausstoß von Kohlenstoffdioxid. In den Kommentaren hagelte es demnach Kritik und Schulze wurde die Vermittlung einer Doppelmoral vorgeworfen, da sie ein Verhalten an den Tag lege, von welchem sie andere eigentlich abhalten will. "Als Grünenpolitikerin sollte man sich schon überlegen, ob ein Langstreckenflug wirklich sein muss und ob es das Eis nicht auch in der Waffel gibt," kommentierte eine Internet-Nutzerin unter das Bild. Ein anderer warf der 33-Jährigen vor, "Wasser zu predigen und Wein zu trinken". Auch FDP-Fraktionschef Martin Hagen mischte sich in die Diskussion ein und lud ein Foto ins Netz, auf dem eine Bierflasche aus Glas zu sehen ist sowie eine verschneite Landschaft in Bayern. Dazu schrieb er ebenfalls "Starting the year right".

Schulzes erste Reaktion auf die Kritik war das Abschalten der Kommentarfunktion unter ihrem Foto. "Ich freue mich natürlich immer über Diskussion und Austausch, aber die Reaktionen waren irgendwann wirklich unter der Gürtellinie, das muss ich mir nicht geben", sagte sie nun gestern unserer Zeitung. Generell habe sie aber nur darauf gewartet, bis eine Welle der Entrüstung ausbreche. "Und über die Reaktion von Martin Hagen musste ich wirklich lachen. " Sie sei nach Kalifornien geflogen, um Freunde zu besuchen, nicht um einen Eisbecher mit Plastiklöffel zu genießen. "Wir müssen die Plastikflut eingrenzen und ich versuche es auch, so gut es geht im Alltag darauf zu verzichten", sagte sie. Aber es müssten generell die Rahmenbedingungen geändert werden, um das Problem zu bekämpfen. "Und ich ziehe meinen Hut vor all denjenigen, die komplett auf Plastik verzichten. "
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