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Caritas-Pädagoginnen sprechen mit den Achtklässlern der Neuburger Mittelschule

HIV und der Umgang mit Aids-Kranken

Neuburg
erstellt am 13.07.2018 um 19:26 Uhr
aktualisiert am 18.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (DK) Vor 102 Schülern der achten Jahrgangsstufe an der Mittelschule Neuburg referierten die Sozialpädagoginnen Karina Brändlin und Corinna Klaus über Bedrohungen durch HIV. Beide arbeiten für die Psychosoziale Aidsberatungsstelle der Caritas in München und Freising. Die Prävention an Schulen gehört zu ihrem Aufgabengebiet.
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Karina Brändlin (links) und Corinna Klaus von der Psychosozialen Aidsberatungsstelle der Caritas München und Freising freuten sich über die gute Mitarbeit der Neuburger Mittelschüler.
Karina Brändlin (links) und Corinna Klaus von der Psychosozialen Aidsberatungsstelle der Caritas München und Freising freuten sich über die gute Mitarbeit der Neuburger Mittelschüler.
Foto: M. Bach
Neuburg
HIV bedeutet übersetzt "Erworbenes Abwehrschächesyndrom". Es schädigt also das menschliche Immunsystem, sodass der Körper eindringende Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze oder Viren nicht mehr bekämpfen kann. Im schlimmsten Fall können lebensbedrohliche Krankheiten wie Lungenentzündungen auftreten. Dann spricht man von Aids.

Dies erfuhren 102 Schüler der Neuburger Mittelschule von den Referentinnen der Aids-Beratung, Karina Brändlin und Corinna Klaus, die von Schulsozialarbeiter Markus Bach eingeladen wurden. "Wenn Schüler in einem Alter sind, in dem das Thema Partnerschaft und Sexualität auftaucht, dann ist es auch wichtig, dass Jugendliche über die Hintergründe von HIV, Aids und Geschlechtskrankheiten Bescheid wissen", sagte er. "Die Zusammenarbeit mit den Caritas-Mitarbeitern ergänzt den schulischen Lehrplan und stößt bei Schülern und Lehrern auf große Zustimmung" erklärte Rektorin Anne Graf. Im Vortrag und in Diskussionen erfuhren die Schüler, dass man im Umgang mit HIV-Infizierten keinerlei Berührungsängste haben müsse. Interessant war für die Jugendlichen die Auseinandersetzung mit einem Aids-Kranken, der von seinem Umgang mit der Krankheit berichtete. Er habe gemerkt, dass auch heute noch viele Leute in Panik geraten, wenn sie hören, dass er positiv ist, sagte er. Deshalb überlege er sich sehr gut, wem er davon erzähle. Er berichtete von beruflichen und anderen Ausgrenzungen, denen Aids-Kranke heute noch ausgesetzt seien, obwohl es keinerlei Anlass zur Sorge wegen einer Ansteckung geben müsse. Es fehle an allen Orten immer noch an Wissen trotz guter Aufklärung.

Gegen HIV gebe es heute wirkungsvolle Medikamente. Sie verhindern die Vermehrung des Virus im Blut, können es aber nicht wieder aus dem Körper entfernen. Dank dieser Medikamente können die meisten HIV-infizierten Menschen heute lange Zeit mit dem Virus leben, ohne an Aids zu erkranken.

Neben dem aus dem Unterricht bekannten Fakten über Übertragung, Wirkung, Schutz und Übertragungswege konnten die Schüler viel in Erfahrung bringen, was für vorher unklar war. "Wir wollen den Jugendlichen beibringen, dass die Verantwortung bei einer Partnerschaft bei jedem einzelnen Schüler selbst liegt, dass sie oder er sich beim Geschlechtsverkehr schützt", beschrieb Corinna Klaus ein wichtiges Ziel ihrer Arbeit.

Die Schüler zeigten sich begeistert von dem Präventionsprojekt und bedankten sich bei den beiden Referentinnen mit einem kräftigen Applaus.

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