Mittwoch, 16. Januar 2019
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Flinke Finger sorgen für endloses Staunen

erstellt am 18.11.2009 um 18:28 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 17:47 Uhr | x gelesen
Neuburg (lm) Magie und Theater sind verwandte Künste. Beide agieren in Scheinwelten und brauchen ein Stück weit die Illusion ihres Gegenübers. In ihren besten Momenten lassen Magie wie Theater dies alles vergessen, zaubern, verzaubern, indem sie vergessen machen, was wirklich ist.
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Und deshalb machen völlig zu Recht die (nicht nur) Ingolstädter Zaubertage Station auch auf der Bühne des Neuburger Stadttheaters. Großmeister der unentdeckt bleiben wollenden Manipulation hat Ingo-Zauberer Sven Catello auch in diesem Jahr wieder eingeladen. Vielfach preisgekrönt und teils auch TV-erprobt wie der fabelhafte Simon Pierro bestritten sie eine ein ums andere Mal einfach perplex machende Gala der Illusion im Stadttheater.

Gleichsam zum Warmlaufen gaben die Großmeister der flinken Finger und raschen Ablenkung am Nachmittag eine Kinderstunde schon im Theater, im Tonfall anders, aber mit dem einen oder anderen Kunststückchen, das auch Erwachsenen purstes Erstaunen entlocken konnte. Und hat man bei Sven Catello bei dem Trick mit dem Knoten im roten Tuch noch so aufgepasst, bei Siebensinn, aktueller Titelträger der Zauberweltmeisterschaften in China, funktioniert die Sache doch wieder anders. Plötzlich sind da drei große Löcher im Tuch – die ziemlich wahrscheinlich immer schon da waren, nur dass sie niemand zuvor wahrgenommen hat.

Und so wandert, ob von magischen oder magnetischen Kräften angezogen, die rote Fliege wie von selbst an den Hals von Thomas Vite – und hat klein Lisa plötzlich zwei Bälle in ihrem doch so fest verschlossenen Fäustchen, obwohl der Zauberer gerade noch einen der beiden Bälle sogar weggezaubert hatte. Gut, den Regenschirm, der soeben noch ganz schien und an dem mit einem Schlag nur mehr die zuvor weggezauberten bunten Tüchchen baumeln, hat man das eine oder andere Mal schon gesehen. Aber kaum keimt jenes Ach-kenn-ich-schon-Gefühl auf, entführt Simon Pierro in die perfekteste Welt der Magie. Hier scheint das kleine weiße Ding, Taschentuch, Fabelwesen und fixer Geist zugleich, wirklich nur noch zu schweben. In seiner magischen Welt müssen einfach andere Gesetze der Physik gelten . . .

Von Gerda Text + Kommunikation Enghuber
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