Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Neubau der Paul-Winter-Schule verzögert sich um mehrere Monate - Schuldfrage ist offen

Falscher Bodenaustausch auf Baustelle

Neuburg
erstellt am 06.12.2018 um 19:39 Uhr
aktualisiert am 10.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (DK) Der Neubau der Paul-Winter-Realschule am Kreuter Weg muss in Teilbereichen ruhen. Auf der Baustelle ist der Bodenaustausch nicht überall plangemäß durchgeführt worden. Das bestätigte Landrat Alois Rauscher gestern Abend nach der Kreistagssitzung unserer Zeitung. Es kommt wohl zu einer monatelangen Bauverzögerung.
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Während an der Turnhalle für die neue Paul-Winter-Realschule am Kreuter Weg problemlos weitergebaut werden kann, ruhen die Arbeiten im südlichen Bereich des Grundstücks. Planabweichungen im dortigen Bodenaufbau haben den Statiker auf den Plan gerufen.
Während an der Turnhalle für die neue Paul-Winter-Realschule am Kreuter Weg problemlos weitergebaut werden kann, ruhen die Arbeiten im südlichen Bereich des Grundstücks. Planabweichungen im dortigen Bodenaufbau haben den Statiker auf den Plan gerufen.
Rein
Neuburg
Rauscher zufolge erklärte der Statiker, dass er für den südlichen Bereich des Geländes, das bekanntlich abschüssig ist, nicht für eine Standfestigkeit der Klassenräume garantieren könne. "Die vom Bodengutachter getroffenen Festlegungen sind nicht umgesetzt worden", sagte Rauscher, der die Kreisräte in einem nicht öffentlichen Sitzungsteil über diese "missliche Lage" informiert hatte. Nun gehe es darum, zu sehen, wie "wir die Standsicherheit wiederherstellen", ergänzte Abteilungsleiter Willi Riß. Dafür gebe es mehrere Möglichkeiten, die nun sukzessive geprüft würden. Rauscher und Riß betonten gegenüber unserer Zeitung, dass an der Stelle des Turnhallenbaus, dessen Konturen bereits deutlich zu erkennen sind, alles in Ordnung sei.

In den betroffenen Bereichen ruhen die Arbeiten, "wir können nicht mit Volldampf machen", sagte Riß. "Gott sei Dank, das wäre fatal, wenn wir dort schon mit Betonarbeiten angefangen hätten oder das alles noch später bemerkt hätten", so Rauscher. Er ergänzte, dass alles "an sich nicht tragisch" wäre: Aber es komme nun zu deutlichen Verzögerungen beim Bau. Bislang war geplant, dass die Realschule 2020 im Neubau einziehen kann. Das ist nun offenbar fraglich, zumal jetzt der Winter kommt. "Im November hätten wir das alles fertig machen können", sagte Riß, da sei das Wetter top gewesen. Das sei aber nicht möglich gewesen.

Neben der Zeitverzögerung kostet das alles nun auch mehr. Wer für diese Mehrkosten schlussendlich aufkommt, ist offen: "Die Schuldfrage ist ungeklärt", betonte Rauscher. Die Kosten für das "Schuldorf" am Kreuter Weg werden mit 37,5 Millionen Euro angegeben - Grunderwerb und Erschließung nicht eingerechnet.

Beim Spatenstich vor genau zwei Monaten hatte der damalige Landrat Roland Weigert von einem "historischen Tag" gesprochen, Projektbetreuerin Stephanie Legler hatte erklärt: "Künftige Schulbauten werden sich an dieser Schule messen lassen müssen."
Marco Schneider
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