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Gemeinderat Ehekirchen: Mittagsbetreuung der Schule soll in freistehendes Gebäude kommen

Entscheidung gegen Anbau

Ehekirchen
erstellt am 11.10.2018 um 13:39 Uhr
aktualisiert am 15.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ehekirchen (hbu) Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Ehekirchener Gemeinderates stand am eigentlich nur ein Thema: Wie soll die Schule erweitert werden, damit die Mittagsbetreuung künftig ausreichend Platz hat und vor allem nicht weiter dringend benötigte Klassenräume blockieren muss? Dagegen waren die weiteren Tagesordnungspunkte, wie etwa ein Zuschussantrag aus Hollenbach zügig abgehandelt.
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Hier wird nicht gebaut: Ein Vorschlag war, die Räume für die Mittagsbetreuung im Westen der Schule anzubauen. Der Gemeinderat entschied dagegen, jetzt soll ein freistehendes Gebäude zwischen altem Lehrerhaus und dem Hollerweg errichtet werden.
Hier wird nicht gebaut: Ein Vorschlag war, die Räume für die Mittagsbetreuung im Westen der Schule anzubauen. Der Gemeinderat entschied dagegen, jetzt soll ein freistehendes Gebäude zwischen altem Lehrerhaus und dem Hollerweg errichtet werden.
Budke
Ehekirchen
Abgesagt worden war der erste Punkt auf der Tagesordnung: Hier sollte ursprünglich das Ingenieurbüro Mayr einen Vortrag bezüglich eines integralen Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzepts halten. Jedoch hatte die Ehekirchener Verwaltung weitere Informationen zu dem Thema eingeholt, mit dem Ergebnis, dass sich unter Umständen andere Fördermöglichkeiten erschließen könnten. Um sich nicht förderschädlich zu verhalten, sei es nun notwendig, so Bürgermeister Günter Gamisch, weitere Ingenieurbüros anzufragen, Kosten zu vergleichen und dann erneut einzuladen. So wurde zuerst die Ortsabrundungssatzung Schönesberg-Südost besprochen (siehe Kasten). Danach widmete sich der Gemeinderat ausführlich den Plänen zur Erweiterung der Schule für die Mittagsbetreuung, die Martin Käser vom gleichnamigen Ingenieurbüro vorstellte.

Bereits Anfang Juli präsentierte Martin Käser den erste Entwurf: Ein freistehendes Gebäude gegenüber der Schule am westlichen Rand des Pausenhofes, auf der einen Seite begrenzt durch den Hollerweg, an der anderen Seite in Nachbarschaft zum alten Lehrerhaus. Im Keller soll es einen Lagerraum und Räumlichkeiten für das Personal geben, allerdings nur in Teilunterkellerung. Im Erd- und Obergeschoss sollen sich demnach die Gruppenräume, Küche, Essbereich und Toiletten befinden. Ein Freisitz ist in der Planung ebenfalls enthalten, dort könnte auch gegessen werden. Insgesamt wäre für 100 Kinder Platz.

Die Kosten für das freistehende Gebäude bezifferte Käser mit etwa 1,25 Millionen Euro, für den Anbau mit rund 1,45 Millionen Euro. Letztlich war diese Kostensituation wohl einer der ausschlaggebenden Gründe, warum ein Großteil des Gemeinderates die erste Variante, allerdings inklusive Vollunterkellerung, die in der Kostenschätzung enthalten ist, zu favorisieren. Alle waren sich einig, dass die Anbau-Variante gut aussehen würde, aber die Gegner nannten - neben den höheren Kosten - weitere Nachteile. "Bis zum neuen Schuljahr wird das Gebäude aber keinesfalls fertig sein", sagte Bürgermeister Gamisch.

Heidrun Budke
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