Mittwoch, 17. Oktober 2018
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Der 17. Neuburger Nightgroove brachte rund 2500 begeisterte Zuhörer auf die Beine

Elf Bands und Musik für jeden Geschmack

Neuburg
erstellt am 22.04.2018 um 19:57 Uhr
aktualisiert am 26.04.2018 um 10:14 Uhr | x gelesen
Neuburg (ahl) Der Sommer ließ schon mal grüßen und verlagerte den 17. Neuburger Nightgroove teils auf die Plätze vor den Lokalen, was drinnen Bewegungsfreiheit für die Tanzenden schuf. Rund 2500 Musik- und Tanzbegeisterte waren unterwegs in zehn Lokalen mit elf Bands.
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Dass sich das mitunter weniger anfühlte, führt Veranstalter Andreas Müller auf die laue Sommernacht zurück, die viele Besucher draußen der Musik lauschen ließ. So waren die Tische vor dem Café Zeitlos schon zu früher Stunde voll besetzt, als die Frontmänner der Rock- und Pop-Cover-Band The Rock die Einzigen waren, die auf die Tische sprangen, um die noch übersichtliche Zahl der Gäste zum Tanzen zu animieren. Später ging auch drinnen die Post ab. Rockmusik wie im Zeitlos stand klar im Mittelpunkt, aber auch andere Musikstile wie Funk und Soul, Pop, Blues, Boogie und Latin mit je nach Band verschiedenen Akzenten waren im Stadtzentrum zwischen Schrannenplatz und Donaukai zu finden.

Den Auftakt machte das Duo Dame Bube Krass im Rennbahn-Biergarten, wo es schon eine Stunde früher los ging. Die Gelegenheit, bei ausgewählten Lieblingsmusikstücken der vergangenen 40 Jahre gepflegt im Biergarten zu speisen, wurde bestens angenommen. Auch Umberto Baron von Beck-Peccoz fand, wenn schon die Rennbahn mit drei Musikgruppen sozusagen das Zentrum des Nightgroove sei, müsse er dabei sein - natürlich mit Frau Gwendolyn und Freunden. In Restaurant und Festsaal legten die Musiker allerdings erst zwei Stunden später los, mit Rock'n'Roll der Band Mr. Hill und Blues, Rock, Funk und Soul der Rock Steady Blues Band, deren Frontmann nicht nur den Restaurantbesuchern kräftig einheizten, sondern auch selber mal zum Handtuch greifen musste. In Mary's Café Lounge gefiel besonders die Sängerin der Band Jamestry mit ausdrucksstarker Stimme, im Fly ging schon früh mit der dort angestammten Band Red Cap Cats die Post ab. Bassist Dominik Zach zeigte sich zu Späßen aufgelegt und turnte auch mal auf seinem Kontrabass herum, während er weiter kräftig die Seiten zupfte. "Für die erste Runde war das schon toll hier", meinte er und lobte die "Superlocation, in der es schon früh dunkel ist, als wär's schon 22 Uhr in der Nacht". Schwierig, sich bis zur Band vorzuarbeiten, war es auch in der Elisen Lounge, wo Hot Wings mit Funk und Soul erfreute sowie in der Sonderbar, wo die beiden Gitarristen von Rob'n'Rol mit breitgefächertem Repertoire von Oldies und Evergreens über Neue Deutsche Welle bis Klassik Rock mitrissen.

Der wohl jüngste Stammgast des Nightgroove dürfte der zehnjährige Robert aus Biesenhard sein, der sich mit Anzug und Fliege herausgeputzt hatte. "Ich find's toll hier, bin schon zum dritten Mal dabei", erzählte er. Ebenfalls wieder unterwegs waren vier junge Banker. Anna-Lena Häckl, Anita Köchl, Max Huber und Cindy Serrano teilten diesmal - nach Lippenstift und Kondomen in den vergangenen Jahren - leuchtende und auf Knopfdruck blinkende Festivalarmbänder aus. "Ich will auch ein Blinky", bat eine Frau im Vorbeigehen und bekam es gerne, "damit sich die Paare wieder finden", wie Serrano meinte.

Im Hertlein ging es mit Kneipenrock und der Band Roxx Doxx traditionell erst spät los, dafür gab es hier wie in Sonderbar und Fly noch ein Late-Night-Programm mit DJ. Etwas abgelegen, dennoch gut besucht war die Bar Monopterus, was wohl daran lag, dass die lateinamerikanischen Musiker von Crema Latina die einzigen Anbieter von Latin waren. Insgesamt wertete Müller den 17. Nightgroove als "schönen Erfolg, der die Zielgruppe erreicht hat".

Andrea Hammerl
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