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Josef Vogelsang, zweiter Vorsitzender des Bayerischen Soldatenbundes, wurde mit dem Großkreuz geehrt

Ein Mann, der anpackt

Bergheim
erstellt am 11.07.2018 um 17:13 Uhr
aktualisiert am 15.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Bergheim (DK) Seit 15 Jahren ist Josef Vogelsang Vorsitzender des Gebietsverbandes Krieger-, Soldaten- und Reservistenvereine Region Ingolstadt, seit zehn Jahren ist er stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Soldatenbundes (BSB) im Bezirk Oberbayern.
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Ein Leben für die Vereinsarbeit: Josef Vogelsang.
Ein Leben für die Vereinsarbeit: Josef Vogelsang.
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Bergheim
Heuer im März verlieh ihm Richard Drexl, Oberstleutnant und Präsident des BSB, die zweithöchste Auszeichnung, die der Verein zu vergeben hat - das Großkreuz des Bayerischen Soldatenbundes.

Dabei sind ihm die vielen Urkunden und Abzeichen, die der mittlerweile 70-jährige Bergheimer in seinem langen Leben gesammelt hat, gar nicht so wichtig. "Wenn ich alle Orden anheften würde, dann sähe ich ja wichtiger aus als ein General der ehemaligen Sowjetunion", sagt er und lacht. Nein, das Sammeln von Titeln ist nicht seine Sache. "Mir ist wichtig, dass alles passt", sagt er.

Das fängt schon bei seinen Mitarbeitern an. Die seien ihm sehr wichtig, sagt er. Darunter zählt er etwa Oberleutnant Werner Bauer, Franz Fischer und Michael Schiegl. "Ich möchte da gar nicht so im Vordergrund stehen", so der Bergheimer. Denn für Vogelsang funktioniere ein Verein immer von der Basis her. Und bei dem Gebiet, dass er als Vorsitzender des Gebietsverbandes zu betreuen hat (von Kipfenberg bis Geisenfeld und von Mindelstetten bis nach Weichering und Bergheim) seien tatkräftige Mitglieder um so wichtiger.

Als Vorsitzender ist er immer viel unterwegs - auch im Ausland. So war er bereits im italienischen Monte Casino, dem französischen Metz, in Brünn in Tschechien und in Budapest. Im September dieses Jahres geht es für ihn wieder in die ungarische Hauptstadt. Gerade über Ungarn kann er viel Positives berichten. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm ein Besuch in Böhönye im August 2015, gute 200 Kilometer südwestlich von Budapest. Zehn Reservisten und zwei aktive Bundeswehrsoldaten waren damals in dem 2230-Seelen-Ort, um den Soldatenfriedhof in Stand zu halten. Gut zu tun gab es damals auf jeden Fall: So musste das Wetterschutzdach neu gestrichen, Pflasterarbeiten getätigt, Grünflächen gepflegt, Grabsteine nachgefärbt, Hecken und Bäume zugeschnitten sowie dürres Holz entfernt werden. Die Arbeiten seien sehr wichtig, davon ist Josef Vogelsang überzeugt. "Die Menschen haben ein dauerndes Ruherecht", sagt er. "Zumindest solange der Gesetzgeber nichts daran ändert. "

Dass er bis heute noch so aktiv im Vereinsleben ist, führt er auch auf den Kontakt zu anderen Gleichgesinnten zurück. "Ich habe dadurch wirklich sehr nette Kameraden gefunden", sagt er, "das gefällt mir sehr. " Doch nach und nach gehen dem Verein die Mitglieder aus. "Es ist schwer Nachwuchs zu finden", sagt er. Das hänge seiner Meinung nach damit zusammen, dass vor sieben Jahren in Deutschland die Wehrpflicht abgeschafft wurde. Denn vor allem über Bundeswehrsoldaten und Ehemalige ziehe der Verein neue Mitglieder an. Wie es weitergeht, ist also nicht sicher. Aber auf die tatkräftige Arbeit von Vogelsang kann der Bund weiter zählen.
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