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Fazit zum Ehekirchener Hochzeitsfest - Lob für Vereine und Helfer von allen Seiten

"Viel Herzblut"

Ehekirchen
erstellt am 12.09.2018 um 19:01 Uhr
aktualisiert am 16.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ehekirchen (DK) Jetzt ist es vorbei, das 36. Ehekirchener Hochzeitsfest: Die Partys sind gefeiert, Fundsachen wurden erfolgreich versteigert, der Festumzug fand bei trockenem Wetter statt, der Hochzeitswalzer von Gerstenbraut und Hopfenbräutigam hat gut ausgeschaut. Inzwischen ist auch das Festzelt abgebaut - Zeit für Verantwortliche und Mitwirkende, ein Fazit zu ziehen.
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Das Erkennungszeichen des Hochzeitsfestes: Als unübersehbare Skulptur aus Metall, geschaffen von dem Ehekirchener Künstler Franz Männling, wird das Brautpaar der Bierhochzeit auf dem Kreisverkehr an das vergangenen Fest erinnern und gleichzeitig Werbung machen für das kommende, dann 37. Ehekirchener Hochzeitsfest.
Das Erkennungszeichen des Hochzeitsfestes: Als unübersehbare Skulptur aus Metall, geschaffen von dem Ehekirchener Künstler Franz Männling, wird das Brautpaar der Bierhochzeit auf dem Kreisverkehr an das vergangenen Fest erinnern und gleichzeitig Werbung machen für das kommende, dann 37. Ehekirchener Hochzeitsfest.
Budke
Ehekirchen
Nachdem es das einzige war, das er nicht organisieren konnte, war es gleichzeitig der Punkt, mit dem er nicht zufrieden war: "Das Wetter hätte wirklich besser sein können", stellt Festleiter Michael Funk fest. Tatsächlich gab es immer wieder Regen, vor allem die Biergarten-Stände draußen vor dem Festzelt haben deshalb wohl ein mäßiges Geschäft gemacht. Aber im Zelt war es bei fast allen Veranstaltungen voll - nur zur politischen waren noch Bänke frei.

Wie in der Geschichte des Hochzeitsfests schon Tradition, gab es auch heuer keine negativen Schlagzeilen oder Vorfälle. Hauptorganisator Funk ist stolz auf des Team des Festausschusses: "Die entscheidenden Weichen haben wir im Vorfeld gestellt." Und so seien überhaupt keine organisatorischen Probleme aufgetreten, über die es sich zu berichten lohne. Eine Platzwunde, ausgegangenes Toilettenpapier und ein nicht ganz optimaler Standplatz für den Verkauf der berühmten Paella des Wirtschaftsvereins - in dieser Größenordnung bewegen sich die Unzulänglichkeiten. "Für die unfassbar große Menge an organisatorischen Entscheidungen, die zu treffen waren und die Menge an Menschen, die am Wochenende in Ehekirchen feierten, ist alles hervorragend gelaufen", so sein Fazit.

Die Acapulco-Night war bestens besucht, die Musik tönte die ganze Nacht durch Ehekirchen. Die Versteigerung sei wie immer ein voller Erfolg gewesen, mit vielen Leuten, die ähnlich wie Fans von Musikgruppen dem Team des Flughafenfundbüros von Ort zu Ort quasi folgen. Josef Rankl, Fundbüro-Chef, habe geschätzt ein Drittel der Leute gekannt, berichtet Funk. Der Walkinglauf im Rahmen des Alb-Donau-Cups, der zum ersten Mal im Programm war, wurde mit etwa 40 Teilnehmern gut angenommen. Am Versorgungsstand in Bonsal blieb allerdings ein großer Teil des beschafften Wassers übrig -"die wollten lieber Bier trinken", weiß Funk vom Stand-Betreuer und Dritten Bürgermeister Otto Plath.

Beim Gmoadog am Abend feierten sich die Betriebe und Vereine dann selbst - das hatten sie sich verdient nach dem ganzen Aufwand, der über Wochen die halbe Einheitsgemeinde beschäftigt hatte. Zum Festzug blieb das Wetter zumindest trocken und so waren die Straßen von zahlreichen Menschen gesäumt. Georg Zett, Vorsitzender des Heimatvereins und damit Hauptverantwortlicher für den Umzug, sind vor allem zwei Dinge wichtig: "Die Mitwirkenden waren noch nie so begeistert dabei wie heuer" und das habe die gleiche Resonanz bei den Zuschauern hervorgerufen. Es wurde geklatscht und gejubelt und es herrschte große Freude bei allen - und das wiederum erfreut Zett.

Allein aus Schainbach, einem Ortsteil mit geschätzt 90 Einwohnern, waren 32 Personen beim Umzug dabei, aus Schönesberg, Buch und Holzkirchen nahmen noch nie so viele junge Menschen an dem Festzug teil, das sei ihm berichtet worden, erzählt Zett. Damit ist er genau bei dem zweiten Punkt, der ihm so wichtig ist: Die Zukunft des Hochzeitsfestes ist sicher, davon ist er überzeugt und das habe er den jungen Leuten auch gesagt: "Das liegt an euch, dass es weitergehen wird!" Man klage und schimpfe oft über die Jugend, aber beim Hochzeitsfest zeige sich ein ganz anderes Bild. So ist Zett unter anderem beeindruckt von der Leistung der freiwilligen Feuerwehr und des Burschenvereins: "Ohne die Vereine wäre des Fest nicht machbar."

Bürgermeister Günter Gamisch sieht das genauso. Die Gemeinde leistet ihren Beitrag zum Fest: Die Mitarbeiter des Bauhofs zum Beispiel haben viel mitgearbeitet und die Infrastruktur am Festgelände wurde verbessert. Aber Gamisch ist - wie Funk und Zett - stolz auf die Vereine und die unzähligen freiwilligen Helfer: "Die Ehekirchener haben viel Zeit, Engagement und ,Herzblut' in die arbeitsreiche Vorbereitung und in die Ausführung eingebracht, damit das Fest so großartig gefeiert werden konnte. Diese Menschen verdienen Lob und Anerkennung" - das ist ihm wichtig und das spricht er bei jeder Gelegenheit aus.

Und was ist mit dem Brautpaar der Bierhochzeit? Zwei junge Menschen übernahmen ohne Scheu die Rolle von Gerstenbraut und Hopfenbräutigam und tanzten wundervoll harmonisch den Hochzeitswalzer unter der Getreidekrone. "Es war uns eine große Ehre, beim Fest mitwirken zu dürfen", sagen Julia Stegmeyr und Fabian Lindermayr. Und dann erzählt Fabian: "Der Umzug war wunderbar, aber leider viel zu schnell vorbei. Wir hätten gut und gerne noch ein paar Stunden durch Ehekirchen laufen können. Es war einfach schön und wir können es kaum erwarten, wenn es in vier Jahren wieder heißt: In Ehekirchen ist Hochzeitsfest!"
Heidrun Budke
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