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Ehekirchener Heimatverein steckt mitten in den Vorbereitungen Sorge um Lagerplatz für Geräte und Wagen

Hochzeitsfest steht heuer im Mittelpunkt

Ehekirchen
erstellt am 13.03.2018 um 17:59 Uhr
aktualisiert am 17.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ehekirchen (sja) Die Fotoausstellung im Rathaus und die Vorbereitungen auf das diesjährige Hochzeitsfest haben beim Ehekirchener Heimatverein die vergangenen Monate geprägt. Nun plagt die Mitglieder allerdings ein Raumproblem, wie bei der Jahresversammlung am Montagabend deutlich wurde.
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Ehekirchen: Hochzeitsfest steht heuer im Mittelpunkt
Prächtiger Umzug: Beim Hochzeitsfest vom 30. August bis 2. September bildet das Schaulaufen der beteiligten Vereine stets einen der Höhepunkte. Die Organisation übernimmt erneut der Heimatverein. ‹ŒArch - foto: Kraus
Ehekirchen

Der Schwerpunkt des Vereins liegt heuer ganz klar auf dem Hochzeitsfest, das diesmal vom 30. August bis zum 2. September stattfindet. Dabei wird der Heimatverein für alle beteiligten Gruppierungen die rechtliche und steuerliche Verantwortung übernehmen. Die einzige Alternative dazu wäre die Gründung eines neuen Vereins samt zusätzlicher Kosten gewesen, wie der Vorsitzende Georg Zett bei der Jahrsversammlung berichtete. Aus diesem Grund haben sich er und seine Vorstandskollegen "nach langen Überlegungen zu diesem Schritt durchgerungen".

Die Organisation des Fests liegt wieder in der Verantwortung eines Festausschusses, dem neben Zett auch Bürgermeister Günter Gamisch (FW) angehört. Als Festleiter fungiert erneut Michael Funk. Der Heimatverein wird darüber hinaus den Umzug am dritten Veranstaltungstag übernehmen. "Damit haben wir reichlich zu tun", so Zett, der nach der Versammlung bereits zahlreiche Teilnahmeerklärungen entgegennehmen konnte. Einige Vereine und Gruppierungen müssen darüber noch beraten.

Sorgen bereiten Zett und Co. indes die Lagerräume im angemieteten Stadel. Da der Mietvertrag Ende des Jahres ausläuft, sei derzeit unklar, wo die gesammelten Geräte und Wagen für den Umzug künftig lagern sollen, so Zett. "Sollten wir bis zum Hochzeitsfest keinen Platz finden, haben wir ein großes Problem." Er will daher bei den nächsten Treffen um Hilfe der übrigen Beteiligten bitten.

Zufrieden ist der Vorsitzende unterdessen mit den jüngsten Aktionen des derzeit 108 Mitglieder zählenden Heimatvereins. Allen voran mit der Fotoausstellung im Oktober im Rathaus. Die Schau zur 200-Jahrfeier der Brauerei Zett im Jahr 1955 und der Weihnachtsfeier der Belegschaft im Jahr zuvor stieß nicht nur auf eine äußerst positive Resonanz, wie Zett berichtete. Zudem hätten 35 Besucher insgesamt 280 Fotos nachbestellt. "Ich glaube, das Nachbestellen und Verteilen der Fotos hat so viel Arbeit gemacht wie die gesamte Ausstellung", erklärte er und machte auch Werbung für die kleine Ausstellung des Vereins, die derzeit in der Ehekirchener Kirche zu sehen ist.

Auch beim Erhalt historischer Aufzeichnungen waren die Mitglieder fleißig. Laut dem Bericht des Vereinschefs übertrugen sie unter anderem das Stammbuch der Feuerwehr Ehekirchen, das Protokollbuch der Ehekirchener Dampfdreschmaschinengenossenschaft, das die Familie Berger dem Verein zur Verfügung stellte, und das Ehrenbuch der damals noch eigenständigen Gemeinde Schönesberg aus den Jahren 1917/18 mit 175 Seiten. Letztere will Zett der Verwaltung übergeben. "Wir würden uns außerdem sehr freuen, wenn wir von unseren verschiedenen Ortsteilen Berichte oder Informationen für das historische Gemeindeblatt bekämen", erklärte er. Auch Übertragungen von Aufzeichnungen und Protokollen der verschiedenen Vereine seien gefragt, "denn was nicht mehr gelesen werden kann, verliert sehr schnell seinen Wert".

Zett erinnerte außerdem an den 147. Jahrestag der Pflanzung der Kaisereiche in Ehekirchen, die nach dem deutsch-französischen Krieg und der Gründung des Kaiserreiches 1971 gepflanzt worden ist. Dieses Ereignis feiern die Mitglieder am 26. März ab 17 Uhr, alle Gäste sind dazu willkommen. Außerdem soll in den nächsten Monaten die Arbeit am Archivlager im alten Rathaus anlaufen. Zum Abschluss der harmonischen Versammlung zeigte Anton Klingenbeck den Besuchern noch einen Film vom Hochzeitsfest im Jahr 1987.

Übrigens: Nach wie vor sucht der Verein ein junges Paar, das als symbolisches Brautpaar am Umzug teilnehmen wird. Wer in die Rolle der Gerstenbrauts und des Hopfenbräutigams schlüpfen will, muss lediglich aus Ehekirchen kommen, mindestens 18 Jahre alt und unverheiratet sein. Interessenten können sich jederzeit bei Georg Zett unter Telefon (08435) 14 39 oder bei Roman Huber unter der Nummer (08435) 12 08 melden.

Von Stefan Janda
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