Montag, 19. November 2018
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Energieberatung 2019 in Feldkirchen und im Schwalbanger - Energiesparförderung ausgeweitet

Die Karawane zieht weiter...

Neuburg
erstellt am 08.11.2018 um 18:44 Uhr
aktualisiert am 12.11.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (DK) Energiesparen war diesmal Trumpf im Bauausschuss: Die Energiekarawane, die Anfang des Jahres durch den Neuburger Norden marschierte, zieht 2019 weiter. Dann sollen Bürger in Feldkirchen und im Schwalbanger über mögliche Einsparungen beraten werden. Und die Förderrichtlinien für energiesparende Elektrogeräte wurden angepasst und erweitert.
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Das Kamel vorneweg bringt Aufmerksamkeit: Auch kommendes Jahr soll eine Energiekarawane durch Neuburg ziehen.
Das Kamel vorneweg bringt Aufmerksamkeit: Auch kommendes Jahr soll eine Energiekarawane durch Neuburg ziehen.
Spindler/Archiv
Neuburg
Wie Birgit Bayer-Kroneisl den Stadträten in der Sitzung des Bau-, Umwelt- und Planungsausschusses erläuterte, habe man bei der zurückliegenden Karawane, deren Markenzeichen beim Auftakt ein lebendiges Kamel war, von Januar bis März 331 Haushalte angeschrieben, letztlich konnten 68 Beratungen durchgeführt werden. Damals sei Neuburg-Nord ausgewählt worden, weil dort Häuser mit Errichtungsjahr 1935 genauso zu finden seien wie aus dem Jahr 2010. Aber es gebe auch viele aus den 1960er-Jahren. Bayer-Kroneisl hat nun einen Fragebogen über den Verlauf der Aktion verschickt. 38 seien zurückgekommen, die Auswertung zeigte: Diejeningen, die eine Beratung in Anspruch genommen hatten, seien zufrieden gewesen, führte die Umweltingenieurin aus. Nur einer habe sich anders geäußert.

Von den meisten gab es die Rückmeldung, dass gute Impulse gesetzt wurden. Und offenbar wurde und wird noch einiges umgesetzt, wie die Hausbesitzer auf den Fragebögen angaben. Von der Erneuerung der Heizung über die Dämmung bis hin zur Dachsanierung sei vieles in Angriff genommen worden, um Energie einzusparen. Dabei, so wertete Bayer-Kroneisl aus, wurden im Durchschnitt etwa 14400 Euro investiert - 14 Prozent der Haushalte setzten sogar mehr als 50000 Euro ein. Das sei, so erklärte die Organisatorin der Energiekarawane, auch eine gute regionale Wirtschaftsförderung, hätten doch mehr als 75 Prozent der Hausbesitzer einen Handwerker aus dem Umkreis bis zu 50 Kilometer beauftragt.

Die Aktion habe 7721 Euro gekostet. "Und das Kamel?", wollte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling wissen. "Da habe ich nur einen Futterbeitrag bezahlt", antwortete Birgit Bayer-Kroneisl lachend. Weil die Resonanz sehr positiv gewesen sei, plädiere sie für eine Forstetzung. Als Zielorte nannte sie Feldkirchen-Ost und Schwalbanger-Süd. Der Ausschuss winkte das einstimmig durch.

Ebenso wie die Anpassung der Richtlinien für das Förderprogramm Klima- und Ressourcenschutz, das die Stadt Anfang der 1990er-Jahren aufgelegt hat. Mittlerweile ist der Haushaltsposten mit 50000 Euro jährlich dotiert, heuer sind 30000 Euro abgerufen worden. Gefördert werden etwa Regenwasserrückgewinnungsanlagen (150 Euro), Solarthermien (300 bis 500 Euro), Wärmepumpen (500 oder 1000 Euro), eine Außenwanddämmung (1000 Euro) oder Passivhäuser (3000 Euro). Auch die Anschaffung von Elektrofahrrädern (100 Euro), Elektrorollern (250 Euro) und Elektroautos (1000/1500 Euro) ist der Stadt etwas wert. Für Erdgasautos gibt es 250 Euro, für Kühl- und Gefriergeräte 70 Euro.

Birgit Bayer-Kroneisl berichtete, dass bei den Elektrofahrrädern bislang nur 100 Stück berücksichtig wurden, nach Ende der Förderung (Mai) kamen allerdings nur noch 17 Anträge. Die mussten abgewiesen werden. So setzte das Gremium nun die Begrenzung auf 150 hoch, ebenso wie bei den Kühlgeräten. Auch dezentrale Lüftungsanlagen (250 Euro) werden künftig gefördert ebenso wie Wäschetrockner, Waschmaschinen und Geschirrspüler in der aktuell besten Effizienzklasse (70 Euro). Weiters wird künftig auch eine Energieberatung durch zertifizierte Berater mit 250 Euro unterstützt.

Bayer-Kroneisl betonte auf Nachfrage, dass jeder Bürger eine Förderung nur einmalig beantragen kann. "Wir haben eine große Excel-Tabelle", sagte sie. Einzige Ausnahme: Elektrofahrräder. Da gibt's die Gelder zweimal. So können sich auch Ehepaare zwei anschaffen.
Marco Schneider
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