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Neuburger Gastronom vor Gericht

Neuburg
erstellt am 09.08.2018 um 18:17 Uhr
aktualisiert am 13.08.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (pav) Ein 29-jähriger Gastronom aus Neuburg soll Ende vergangenen Jahres einen Gast heftig verprügelt haben. Zum Prozess erschien das angebliche Opfer aber nicht, weswegen das Verfahren von Richter Marius Lindig eingestellt wurde.
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"Am 8. Oktober 2017 verletzte der Angeklagte einen Besucher, indem er mehrfach mit der Faust auf ihn einschlug", so Staatsanwältin Carola Sciurba in ihrer Anklageschrift. Folge der angeblichen Schläge sei eine Schädelprellung, weswegen der Neuburger Gastronom wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt wurde.

In der öffentlichen Hauptverhandlung schilderte der Angeklagte, der Unterstützung von Rechtsanwalt Robert Schindler bekam, seine Sichtweise des Geschehens an jenem Tag. Mit seinem Bruder habe er im hinteren Teil seines Lokals geredet, woraufhin sich zwischen einigen Besuchern eine Auseinandersetzung anbahnte.

Nach einer ersten Ermahnung durch den 29-Jährigen wurde der Tumult immer größer und aus einem verbalen Streit wurde ein handfester Konflikt, bei dem durchaus Fäuste geflogen sein sollen. "In dem Raum waren um die 40 Personen anwesend, die Anzahl der Beteiligten konnte ich nicht genau erkennen", so der Angeklagte. Ein junger Mann sei ihm aber durchaus aufgefallen. Es handelte sich um den angeblichen Geschädigten. "Er war der Aggressivste von allen, war laut und hat um sich geschlagen", so der Gastronom.

Das konnte auch sein Bruder, der als Zeuge geladen war, bestätigen. "Bestimmt war Alkohol im Spiel, jedenfalls konnte man ihn nicht beruhigen", so der 31-Jährige. Aus diesem Grund hätte der Angeklagte den Störenfried gepackt und versucht, ihn aus dem Lokal herauszutragen. Da sich dies jedoch als schwierig erwies, soll der Sicherheitsbeauftragte des Lokals dem Gastronom geholfen haben. "Ich war an dem Abend Türsteher und hab den Chef mit dem aggressiven Mann im Arm gesehen, deswegen hab ich ihm geholfen und wir konnten ihn vor der Türe auf dem Boden fixieren", so der 36-Jährige.

Dort habe er mit dem Angeklagten auf die Polizei und den Rettungsdienst gewartet, denn der pöbelnde Mann soll durch die Schlägerei in der Bar einige Verletzungen im Gesicht erlitten haben. "Von meiner Seite aus ist nie eine Faust geflogen, ich habe ihn nur mit dem Türsteher auf dem Boden fixiert, da der Mann immer noch extrem ungehalten war", so der Gastronom. Diese Aussage bestätigte der Türsteher, der nach eigenen Angaben die ganze Zeit bei seinem Chef und dem fixierten Mann war: "Prügel hat er von keinem von uns bezogen. "

Auch ein Freund des angeblichen Opfers und Zeuge in der Verhandlung konnte den Gastronom nicht als den identifizieren, der zugeschlagen haben soll. Doch eine wichtige Information über den Verbleib des Geschädigten, der zur Verhandlung nicht erschien, hatte der Syrer trotzdem: "Er hat das Land verlassen und sich nach Ungarn abgesetzt. " Einvernehmlich stellten Richter Lindig und Staatsanwältin Sciurba, was der Gastronom und sein Verteidiger Schindler sehr begrüßten.
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