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Ilse Aigner besucht die Firma Brunnthaler in Burgheim und vergibt Förderpreis

Ministerin lobt das Familienunternehmen

Burgheim
erstellt am 23.06.2017 um 18:37 Uhr
aktualisiert am 28.06.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Burgheim (lfs) Ilse Aigner (CSU), Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, war zu Gast bei der Firma Brunnthaler-Brunnen in Burgheim. Sie war nicht mit leeren Händen gekommen. Als Gastgeschenk brachte sie eine Förderung des Freistaates Bayern und der Europäischen Union mit.
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Burgheim: Ministerin lobt das Familienunternehmen
Großes Interesse und keine Eile zeigte Ministerin Ilse Aigner bei der Betriebsführung durch Juniorchef Andreas Sausel. - Foto: Schmitt
Burgheim

Mit diesen Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) werden Projekte mit dem Ziel der Energieeinsparung bei Unternehmen gefördert. Eine entspannte Ministerin genoss den Besuch in dem mittelständischen Familienbetrieb sichtlich. Selbst aus einem Familienbetrieb stammend, ließ sie sich von Juniorchef Andreas Sausel die Produktions- und Abfüllanlagen zeigen.

Beeindruckt zeigte sie sich vor allem von der Geschichte des Unternehmens. "Ein gesunder mittelständischer Betrieb, und das schon in der vierten Generation, das ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit", so die beeindruckte Ministerin.

Gegründet wurde es als Limonadenfabrik 1931 von Josef Brassler. In den Nachkriegsjahren übernahm dessen Tochter Maria mit Ehemann Jürgen Sausel die Firma. Ab den 90er-Jahren führt der Enkel des Firmengründers, Manfred Sausel das Unternehmen. Seit 2008 teilt er sich diese Aufgabe mit seinem Sohn Andreas, mittlerweile die vierte Generation des Familienbetriebes. Dass auch die Mutter von Andreas Sausel, Sieglinde, seine Ehefrau Marina und seine Schwester Sarah in der Firma tätig sind, rundet den Begriff "Familienbetrieb" ab. Selbst die Seniorchefin Maria Sausel stellt ihre Arbeitskraft immer noch so oft wie möglich zur Verfügung. Der heute 83-Jährigen oblag bis vor drei Jahren noch die komplette Produktionsplanung. Die Firmenleitung versucht durch den Einsatz von modernsten Technologien und ständigen Investitionen in den Produktionsprozess höchste Qualität, Hygiene und Schutz der Umwelt zu erreichen. Seit langem setzt das Unternehmen auf recycelbare Glas-Mehrwegflaschen, die bis zu 50 Mal wieder verwendet werden können.

"Glas ist das umweltfreundlichste und hygienischste Verpackungsmittel, und das sind wir unserem Produkt schuldig", so Andreas Sausel. Um eben diesen hohen Ansprüchen gerecht zu bleiben, wurde jetzt investiert. In Zusammenarbeit mit der Neutraublinger Firma Krones, einem weltweit führenden Hersteller in der Verpackungs- und Abfülltechnik, entsteht in den nächsten Monaten eine der modernsten, effizientesten und umweltfreundlichsten Abfüllanlagen, die es derzeit auf dem Markt gibt. Die Produktion kann mit dieser Anlage von bisher 30 000 auf bis zu 40 000 Flaschen in der Stunde gesteigert werden, gleichzeitig wird dabei über 30 Prozent an Primärenergie eingespart. Ebenfalls erfolgt eine Umstellung von Heizöl auf Gas als Energielieferant. Und das war auch der Grund für den Erhalt der Förderung.

Mit ihrer Investition schafft die Firma Brunnthaler auch wertvolle Arbeitsplätze. "In diesem Jahr habe ich schon fünf neue Beschäftigte eingestellt, und wir werden noch einige mehr brauchen", meint Andreas Sausel zuversichtlich. Zur Zeit produziert die Familie Sausel zusammen mit 50 Beschäftigten am Quellort in Burgheim eine Sortenvielfalt von über 50 Produkten. Als Grundlage der reichhaltigen Produktpalette dient ein Brunnen, der aus einer Tiefe von 140 Metern Wasser aus einer eiszeitlichen Wasserrinne gewinnt. Wasser von so hoher Qualität, dass man dafür 1986 die Mineralwasser-Anerkennung erhielt.

Das Verbreitungsgebiet der Burgheimer Getränke ist groß. "Von Weiden im Norden des Freistaates, bis Garmisch-Partenkirchen, und von Ulm bis Passau sieht man in über 1000 Getränkefachmärkten die gelbe Wand", so ein stolzer Juniorchef mit Hinweis auf die auffällige Farbe der Brunnthaler-Getränkekästen.

Nachdem die Urkunde übergeben war, nahm sich Ilse Aigner sehr viel Zeit in ihren Gesprächen mit der Familie Sausel und dem Burgheimer Bürgermeister Michael Böhm. Mit Kaffee, Kuchen und selbstverständlich eigenen Produkten wurde die Ministerin bewirtet, und es erschien dabei der Eindruck, die Ministerin genießt ihren Aufenthalt in der Marktgemeinde ohne jedes Protokoll und ohne jeden Termindruck.

Von Ralf Schmitt
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