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Burgheimer Marktgemeinderat beschließt 13,29-Millionen-Euro-Etat ohne Gegenstimme - Pflichtausgaben steigen

Bei den Aufgaben sind sich heuer alle einig

Burgheim
erstellt am 17.05.2018 um 18:05 Uhr
aktualisiert am 21.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Burgheim (DK) Der Burgheimer Haushalt ist beschlossene Sache. Einstimmig und ohne Diskussion hat der Marktgemeinderat den 13,29 Millionen Euro umfassenden Etat am Mittwoch
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Millionenschweres Zahlenwerk: Der Burgheimer Haushalt umfasst heuer 13,29 Millionen Euro. Einstimmig segneten die Marktgemeinderäte den Etat am Mittwochabend ab.
Millionenschweres Zahlenwerk: Der Burgheimer Haushalt umfasst heuer 13,29 Millionen Euro. Einstimmig segneten die Marktgemeinderäte den Etat am Mittwochabend ab.
Foto: Janda
Burgheim
Vor allem die Modernisierung der Kläranlage samt Anschluss sämtlicher Ortsteile wird die Finanzpolitik der Marktgemeinde über Jahre hinweg prägen. Ein Umstand, der sich bereits heuer mit rund 1,4 Millionen Euro für den Leidlinger Kanal und die Verbindung nach Ortlfing, Längloh und Dezenacker im Haushalt spiegelt. Letztere soll im Zuge des Radwegbaus entlang der Kreisstraße ND16 entstehen, für den die Gemeinde ebenfalls rund 400000 Euro einplanen muss. Ein weiterer größerer Brocken ist der Umbau des Burgheimer Bahnhofgebäudes in Sozialwohnungen; Kostenpunkt heuer: 740000 Euro.

Diese und viele weitere Investitionen lassen das Volumen des Haushalts deutlich ansteigen. Viel Arbeit also für Kämmerin Monika Basener, der Bürgermeister Michael Böhm im Namen des gesamten Gremiums seinen Dank aussprach. "Der Haushalt klingt von den Zahlen her spektakulär, konzentriert sich aber aufs Wesentliche", so der CSU-Politiker. Dem pflichtete Basener bei. "Das sieht auf den ersten Blick sehr dramatisch aus", erklärte sie in der Sitzung, erinnerte aber, dass der Etat mit seinen 13,29 Millionen Euro Gesamtvolumen in etwa auf dem Niveau des Jahres 2016 liegt. Doch selbst im Vergleich mit damals ist der diesjährige Verwaltungshaushalt, in dem die Pflichtausgaben der Gemeinde enthalten sind, deutlich gestiegen - nämlich von 7,4 Millionen Euro im Rekordjahr auf heuer 8,72 Millionen.

Verantwortlich dafür ist neben den Personalkosten, die auf etwa 1,69 Millionen Euro (Vorjahr: 1,47 Millionen Euro) ansteigen, auch das Kanalnetz. Dessen Modernisierung schlägt nicht nur bei den Investitionen, sondern mit einem Anteil von rund 450000 Euro auch im Verwaltungshaushalt zu Buche.

Etwas günstiger kommt Burgheim unterdessen bei den Umlagen davon, genauer gesagt bei der Kreisumlage. 2,11 Millionen Euro und damit knapp 300000 weniger als im Vorjahr muss der Markt heuer an den Landkreis überweisen. Eine erfreuliche Entwicklung, die der etwas niedrigeren Steuerkraft und den geringen Schlüsselzuweisungen im vergangenen Jahr geschuldet ist. "Dennoch müssen wir dieses Geld erst mal erwirtschaften", so Basener. Bürgermeister Michael Böhm (CSU) sprach sich im Zuge der Debatte dafür aus, bei der Höhe der Kreisumlage nicht ständig über die Höhe des Hebesatzes, sondern um die eigentliche Summe zu sprechen. "Denn darum geht es letztlich ja auch."

Kräftig investieren wird die Marktgemeinde auch in die Infrastruktur. Dazu zählt auch ein Projekt, dass der Kommune in Zukunft viel Geld sparen soll. Sukzessive sollen die Straßenlampen auf energiesparende LED-Leuchtmittel umgestellt werden. In den Hauptstraßen soll es laut dem Bürgermeister auch neue Lampenköpfe geben, in den übrigen Straßen lediglich andere Birnen. 70000 Euro sind dafür vorgesehen.

So hoch die Ausgaben in diesem Jahr auch sind: Burgheim nimmt nach wie vor auch viel Geld ein - allen voran über die unterschiedlichen Steuern. Größter Brocken ist dabei nach wie vor der Anteil an der Einkommensteuer mit voraussichtlich knapp 2,5 Millionen Euro und damit etwa einer Viertelmillion mehr als zuletzt. Eine erfreuliche Entwicklung zwar, doch letztlich sind diese Einnahmen zur Deckung der Kreis- und der Gewerbesteuerumlage (490000 Euro) bitter nötig. So gut wie unverändert bleiben unterdessen die Grundsteuer A mit 94000 sowie die Grundsteuer B mit 330000 Euro. Zu vernachlässigen ist - zumindest aus finanzieller Sicht - die Hundesteuer mit 7500 Euro. Erwähnung fand sie trotzdem, nämlich in Form eines Appells an die Halter, die vorhandenen Hundetoiletten für die Hinterlassenschaften ihrer Tiere auch zu nutzen. Deutlich mehr Geld nimmt die Marktgemeinde heuer auch bei den Gebühren ein. Vor allem der Abwasserbereich spült durch die Neuberechnung im Vorjahr eine größere Summe in die Kassen, nämlich rund 900000 Euro (540000).

Eine Besonderheit stellen für die Marktgemeinde die Verpflichtungsermächtigungen für die beiden Baugebiete in Burgheim und in Straß dar. 5,81 Millionen Euro sind als eine Art Bürgschaft für die Erschließungsträger vorgesehen. Bis zum Jahr 2025 soll der Verkauf der Parzellen abgeschlossen, die Ausgaben der Unternehmen sollen dadurch wieder amortisiert sein.
Stefan Janda
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