Mittwoch, 14. November 2018
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Waltraud Götz veröffentlicht wieder ein Weihnachtsbuch - Verkauf am Weicheringer Markt

Aus dem "Nahkastl" geplaudert

Maxweiler
erstellt am 09.11.2018 um 18:22 Uhr
aktualisiert am 13.11.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Maxweiler (DK) "Lebkucha und Krippenspui" lautet der Titel des sechsten Weihnachtsbuches von Kulturpreisträgerin Waltraud Götz.
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Ihr mittlerweilche sechstes Weihnachtsbuch hat Waltraud Götz fertiggestellt. Von ihren Fans wird es schon sehnsüchtig erwartet.
Ihr mittlerweilche sechstes Weihnachtsbuch hat Waltraud Götz fertiggestellt. Von ihren Fans wird es schon sehnsüchtig erwartet.
Hammerl
Maxweiler
Erstmals hat sie es geschafft, in einem Jahr zwei Bücher herauszubringen. "Damit schaffe ich den Ausgleich für das vergangene Jahr", sagt sie augenzwinkernd. Auch in Zukunft peilt die 71-Jährige an, jedes Jahr im Herbst ein neues Buch zu editieren, "solange mir noch was einfällt". Aber ernsthafte Sorgen macht sie sich darüber nicht. "Komischerweise fallen mir immer wieder neue Geschichten ein", sagt sie lachend.

Intensiv gearbeitet am neuen Buch hat sie seit Sommer. In dem 100 Seiten umfassenden Werk, dass sie im Eigenverlag herausgibt und komplett selbst illustriert hat, finden sich wieder drei Sketche, die sich wunderbar für Weihnachtsfeiern eignen, dazu zahlreiche Gedichte, alle in Mundart geschrieben, sowie 13 Kurzgeschichten. Alle im typisch Götz'schen Humor mit gelegentlichem Hauch von Melancholie, ab und an gesellschaftskritisch mit spitzer Feder, immer aber mit jeder Menge Herz geschrieben. Ihre Werke zeugen von großer Beobachtungsgabe, aber auch ihrer Liebe zu den Menschen, denen sie auf den Mund und tief in die Seele blickt.

Wer kennt sie nicht, die Probleme "Beim Christbaamkaffa", über die sich ein Ehepaar so richtig in die Wolle bekommen kann? Oder Probleme beim Geschenke kaufen? "Mit Liebe geschenkt" heißt der Sketch für zwei Frauen, die am Ende in Nöte kommen - weil die Geschenke halt zu schön sind -, um verschenkt zu werden. Zu Herzen gehen die Liebesgeschichte "Lebkuachaliab" und die Geschichten vom "Heiligen Ein-König", der übrig bleibt und alleine loszieht, sowie von der "verlorenen Weihnachtsfreude", in der eine ältere Dame, die von ihren Kindern zu Weihnachten nur telefonisch hört, endlich wieder eine Aufgabe und neue Weihnachtsfreude findet.

Im wahrsten Sinne des Wortes aus dem "Nahkastl" plaudert Götz in der gleichnamigen Geschichte, die sich im Kern in ihrer Schwiegerfamilie zugetragen hat - mit Ausschmückungen und dichterischer Freiheit natürlich. Die meisten Erzählungen aber sind frei erfunden, initiiert durch ihre Beobachtungen oder hie und da mal ein überhörtes Gespräch. Den "gewamperten Schneemann" gab es wirklich in einem Garten der Region - und wenige Tage später war er verschwunden. Alles andere hat die Autorin aber entsprechend ausgeschmückt. Den Anstoß zum "Ultimativen Adventskalender" gab Tochter Andrea Vogl, die ihrer Mutter einen Katalog mit besonderen, um nicht zu sagen verrückten Adventskalendern mitbrachte.

Berührend Götz' Lyrik, die mal heitere Geschichten erzählt wie "Nikolaus nach Leistung", mal zum Nachdenken anregt wie "Des oide Jahr" oder wie "November" oder "Wintergrau" atmosphärische Stimmungsbilder vermitteln.

Erstmals öffentlich bietet Waltraud Götz ihr neues Buch an diesem Wochenende, 10. und 11. November, auf dem Weihnachtsmarkt in Weichering an. Geöffnet ist am Samstag von 13 bis 17 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Ansonsten ist es im regionalen Buchhandel oder bei ihr privat erhältlich, Telefon (08454) 2888, zum Preis von 8,90 Euro.
Andrea Hammerl
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