Thalmässing

Tempo 30 durch Alfershausen eher unwahrscheinlich

Antrag von Ortssprecher Karlheinz Fackelmeier besitzt keine großen Chancen – Rast- und Spielplatz am Gredl-Radweg

25.01.2023 | Stand 25.01.2023, 15:03 Uhr

Großes vor hat die Feuerwehr Alfershausen im Sommer, worauf sie bereits mit Plakaten an der Durchgangsstraße hinweist. Deshalb soll bei geplanten Bauarbeiten auf die Feier zum 150-Jährigen Rücksicht genommen werden. Foto: Luff

Von Volker Luff

Alfershausen – Die Bürgerversammlung in Alfershausen war vom FW-Marktratsmitglied und Ortssprecher Karlheinz Fackelmeier beantragt worden, weil es mehrere größere Themen zu besprechen gab. Unter anderem den Plan, neben dem Radweg in der Nähe des Raiffeisen-Warenmarkts einen Rast- und Spielplatz zu errichten – das von Fackelmeier angeregte Projekt ist vom Finanzausschuss des Marktrats bereits gebilligt worden.

Auch einen Plan mit den Spielgeräten, die aufgestellt werden sollen, gibt es bereits. Neben Reck, Balancierbalken, Stehwippe, Drehscheibe und einer Hängematte ist auch eine sogenannte Kirta-Schaukel vorgesehen, eher in Oberbayern bekannt. Dabei handelt es sich um eine große Längsschaukel für mehr als zehn Personen. Es wäre ein zweiter Spielplatz in Alfershausen, denn im Altort gibt es bereits einen. Der liegt allerdings nicht am Gredl-Radweg. Laut dem amtierenden Bürgermeister Michael Kreichauf (CSU) kommt hierfür ein Zuschuss in Höhe von 9000 Euro aus dem ILE-Budget für Kleinprojekte in Frage. Ein Zaun, wie überlegt, werde wohl nicht nötig sein. Allerdings könnte es sein, dass der Verkehr in diesem Abschnitt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde reduziert wird.

Anders sieht es wohl im Ortskern aus, wo sich zwei relativ verkehrsreiche Staatsstraßen treffen. Ortssprecher Fackelmeier hat beantragt, auch hier das Tempo zu begrenzen. In der Versammlung kamen sogar Stimmen auf, den ganzen Ort in eine Tempo-30-Zone umzuwandeln. Ob es tatsächlich so weit kommt, ist aber mehr als ungewiss. „Wir haben mit dem Landratsamt gesprochen“, sagte Kreichauf. Dort wolle man eine vernünftige Datenbasis erhalten, weshalb wohl im Mai mobile Messgeräte aufgestellt werden. Diese sollen nach dem Wunsch der Bürger allerdings kein Tempo anzeigen, da dies einen Bremseffekt habe und die Daten verfälschen würde. Kreichauf versprach, beim Staatlichen Bauamt nachzufragen, ob das möglich ist.

Von der Behörde kamen schon negative Signale, was den im Ort gewünschten Fahrbahnteiler betrifft. Auch Tempo 30 auf der Staatsstraße ist wohl wenig wahrscheinlich. Gerade die Staatsstraße in Richtung des Weißenburger Raums ist eine wichtige Verkehrsachse, da sie zur A 9 führt. Als es vor Jahren um die mögliche Bundesstraße 131neu ging, sprach sich auch Alfershausen vehement dagegen aus, in diesem Zuge hätte eine – ebenfalls unerwünschte – Ortsumfahrung realisiert werden können. „Das muss auch berücksichtigt werden“, gab Kreichauf die Haltung des Staatlichen Bauamts wieder.

Die kleine Umfahrung von Alfershausen via Kolbenhof – es handelt sich dabei um die Gemeindeverbindungsstraße TH 12 – wird allerdings ausgebaut, der dortige Kurvenradius dabei abgeflacht. Michael Kreichauf stellte in der Versammlung die Planung vor, wie sie auch schon in der Marktratssitzung im vergangenen September Thema waren. Der Staat finanziert einen Teil des rund 1,9 Millionen Euro teuren Ausbaus über das Mittel der Kommunalen Sonderbaulast. Die Gemeinde fungiert als Baulastträger, kümmert sich um das Projekt und streckt die Geldmittel vor. Aller Voraussicht nach werde der Bau 2024 angegangen, erklärte Kreichauf.

Ein Teil des Oberflächenkanals im Ort hat eine Sanierung nötig. „Der Auftrag ist vergeben“, sagte Kreichauf, sobald es die Wetterlage stabil zulasse, würden die Arbeiten ausgeführt. Der amtierende Bürgermeister kann dies versichern, hat doch seine Firma den Zuschlag erhalten. Betroffen ist wiederum die Straße am Raiffeisen-Warenmarkt. Zum Fest der Freiwilligen Feuerwehr – sie feiert Mitte Juni ihr 150-jähriges Bestehen – soll die Baustelle abgeschlossen sein.

Nichts Neues gibt es schließlich in Sachen Buswartehäuschen. Um einen funktionierenden Regenschutz sicherzustellen, müsste sie vergrößert werden. Das wiederum geht aller Voraussicht nach auf Kosten der Anhaltebucht, der Bus müsste nach der Umgestaltung auf der Staatsstraße anhalten. Deshalb muss das Staatliche Bauamt dieses Vorhaben befürworten. „Aus meiner Sicht ist es grundsätzlich möglich“, so Kreichauf. Im Kernort Thalmässing werde es schließlich auch so gemacht.

HK