Showdown im Abstiegskampf
SF Hofstetten müssen zwingend gewinnen, TSV Greding braucht mindestens einen Punkt

17.05.2024 | Stand 17.05.2024, 18:23 Uhr
Mathias Hochreuther

Die SF Hofstetten brauchen für den direkten Klassenerhalt zwingend einen Sieg, Greding würde ein Remis reichen. Oder gibt es den Klassenerhalt doch am grünen Tisch? Foto: Tschapka/Nusko

Am Samstag (14 Uhr) steigt der letzte Spieltag in der Bezirksliga – und im Kampf um den Klassenerhalt geht es für den TSV Greding und die Sportfreunde Hofstetten hoch her:

SF Hofstetten – FV Uffenheim (Samstag, 14 Uhr)

Einerseits ist die Ausgangslage für die Sportfreunde einfach, andererseits auch ziemlich kompliziert.

„Wie sie es nur immer so hinkriegen“, sagt Hofstettens Trainer Christian Krach schmunzelnd. Mit „sie“ sind die BFV-Spielleiter gemeint, die dem Aufsteiger mit ihrer Spielplanerstellung eben am letzten Spieltag ausgerechnet das Duell gegen jene Mannschaft bescheren, die er mit einem Heimsieg überholen kann.

Das ist die einfachste Variante für die Sportfreunde, die auf Relegationsplatz zwölf stehen: Gewinnen sie gegen das aktuell nur zwei Punkte bessere Uffenheim, ist alles erledigt. Dann würde Relegationsplatz zwölf entweder an den FV oder aber an den aktuell mit Uffenheim punktgleichen TSV Greding gehen.

So einfach diese Ausgangslage ist, so schwierig scheint sie umzusetzen. Aus den letzten acht Spielen gab es vier Niederlagen und vier Remis (jeweils 1:1). Krach sieht es positiv: „Wir haben in den letzten fünf Spielen nur ein Mal verloren“, so der 39-Jährige. „Es wird eine Kopfsache, aber Hofstetten ist es gewohnt, unter Druck zu spielen“, verweist er auf die vergangenen Spielzeiten am Irle. Außerdem: „Ich habe alle Mann an Bord und wir spielen daheim und haben unsere Fans im Rücken.“

Das war der einfache Teil der Ausgangslage. Neben „Option A“ haben die Sportfreunde aber noch zwei weitere Möglichkeiten, um sich ein zweites Jahr auf Bezirksebene in ihrer Vereinsgeschichte zu sichern. Logischerweise, wenn sie gegen die Uffenheimer um Trainerfuchs Werner Pfeuffer unentschieden spielen oder verlieren, über die Relegation. „Option B“ bedeutet also auch „aus eigener Kraft“. Es gibt aber auch eine „Option C“, auf die die Sportfreunde keinerlei Einfluss haben.

Es ist der Blick eine Etage höher, denn womöglich wird Platz zwölf in der Bezirksliga gar nicht als Relegationsplatz gebraucht. Zwei Direktabsteiger (Seligenporten, Hilpoltstein) und zwei fixe Abstiegsrelegationsplätze (Berg, Ansbach-Eyb) gibt es ja, Rang zwölf kann unter Umständen auch den Klassenerhalt bedeuten. Wenn denn nicht zu viele Mittelfranken aus den Landesligen absteigen, genauer gesagt nicht mehr als zwei. Vor dem letzten Spieltag, der ebenfalls an diesem Samstag ausgetragen wird, kämpfen in der Landesliga Nordost der FC Herzogenaurach und der Baiersdorfer SV, in der Gruppe Südwest der SC Aufkirchen noch um den Verbleib in der Liga – ob auf direktem Wege oder über die Relegation. Schafft nur einer aus diesem Trio den Klassenerhalt in der Landesliga, dann ist in der Bezirksliga Rang zwölf als Relegationsplatz hinfällig.

Die Auslosung der Relegation findet übrigens am Sonntag um 10 Uhr in der Geschäftsstelle des BFV-Bezirks Mittelfranken in Nürnberg statt. Abschließend Krach: „Wir nehmen Option A!“

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TSV Greding – SG TSV/DJK Herrieden (Samstag, 14 Uhr)

Entweder Rettung oder Relegation: In diesem Spannungsfeld bewegt sich der TSV Greding. Nach derzeitigem Stand gibt es für die Mannschaft von Trainer Patrick Grabmann beim Saisonfinale drei Optionen: Sicher in der Bezirksliga bleiben die Grünhemden, wenn sie zumindest einen Punkt ergattern und damit auf dem elften Tabellenplatz bleiben. Und zudem liebäugelt man auch beim TSV Greding damit, dass durch den Ausgang in der Landesliga die Relegation ohnehin erspart bleibt. Denn wenn der zwölfte Platz in der Bezirksliga nicht mehr für die Relegation relevant wäre, könnten sich die Gredinger gegen Herrieden sogar eine Niederlage erlauben.

Doch auf der anderen Seite eben auch möglich ist, dass Greding in der Relegation landet, wenn der Bezirksliga-Zwölfte sie spielen muss. Das wäre der Fall, wenn Greding verliert und die SF Hofstetten gewinnen.

Deshalb, so Grabmann, sei es weiterhin das Ziel, mit einem Punktgewinn selbst für den sicheren Verbleib in der Bezirksliga zu sorgen. Dass der TSV überhaupt in diese missliche Lage geraten ist, war beim Hinspiel beider Mannschaften (2:2) im vergangenen Oktober noch nicht absehbar. Damals waren die Grünhemden mit 24 Punkten Tabellenfünfter. In der gesamten Rückrunde kamen bislang nur weitere elf Zähler dazu. Dies lag zum einen daran, dass man immer wieder kurz vor dem Schlusspfiff Gegentreffer kassierte. Gegen TuS Feuchtwangen (1:2 in der 90. Minute), beim FV Wendelstein (0:1/86.), bei der DJK Stopfenheim (2:2/89.), gegen den FC Wendelstein (1:1/90.), gegen den ESV Ansbach-Eyb (2:2/90.) sowie zuletzt beim FV Uffenheim (0:1/89.) büßte der TSV auf diese Weise insgesamt neun Punkte ein. Sie hätten den Grünhemden genügt, um derzeit auf dem vierten Rang zu stehen. Ein wesentlicher Faktor für die schwache Rückrundenbilanz ist aber auch eine fatale Häufung von Verletzungen. Die Serie setzte sich am vergangenen Wochenende fort. Der TSV musste in Uffenheim mit einer Rumpfelf antreten, dann verletzte sich dort auch der einzig noch verbliebene Angreifer Daniel Schlupf schwer. Er fehlt nun ebenfalls, zudem steht voraussichtlich auch Felix Templer nicht zur Verfügung. Zwar stehen laut Grabmann Jegor Bjen und Moritz Stufler wieder in der Anfangsformation, aber er müsse dennoch „schauen, dass wir elf Leute zusammenbringen“. Wechseloptionen gebe es wohl nur mit Unterstützung von Akteuren aus der zweiten Mannschaft.

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