Neues Flaggschiff am Brombachsee
Einweihung mit Innenminister: Wasserschutzpolizei hat neues Boot

Joachim Herrmann bei Einweihung des neuen Flaggschiffs der Wasserschutzpolizei

18.09.2023 | Stand 18.09.2023, 17:02 Uhr
Reinhard Krüger

Ein Gute-Laune-Tag am Absberger Seeufer: Die Verantwortlichen waren sich darin einig, dass hier gut investiertes Steuergeld zum Einsatz kommt: Landrat Manuel Westphal, MdL Wolfgang Hauber, PI-Chef Harald Eckert und Innenminister Joachim Herrmann (von links). Foto: Krüger

Ein großer Tag für die Wasserschutzpolizeigruppe in Gunzenhausen am Großen Brombachsee: im Beisein von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist die offizielle Bootstaufe des neuen Polizeibootes mit dem wenig klangvollen Namen „WSP 45“ erfolgt. WSP steht für Wasserschutzpolizei. Das mittlerweile 22 Jahre alte Boot hatte technisch längst ausgedient, „denn wir wollen weiter auf höchstem Niveau auf den fränkischen Meeren arbeiten“, betonte Mittelfrankens Polizeipräsident Adolf Blöchl.

Manuel Westphal, Landrat von Weißenburg-Gunzenhausen (CSU) lobte deshalb den Weitblick des Innenausschusses des Landtages, der die Mittel immerhin in Höhe von 160000 Euro erst genehmigen musste. Die Sicherheit der Bevölkerung und der vielen tausend Gäste sei damit weiter gewährleistet. Der Landkreischef hob dabei die gesamte „Blaulicht-Familie“ mit Feuerwehr, Rotem Kreuz und THW hervor.

In seiner Ansprache hob Innenminister Herrmann die Vorzüge des neuen Bootes hervor: „Es ist leicht, deutlich leistungsstärker und mit aktuellster Technik ausgestattet“. Damit könne die Vermisstensuche nach Bade- und Bootsunfällen, die Aufnahme von Diebstählen oder auch die Verfolgung von Straftätern noch effektiver gestaltet werden.

Mit einem minimalen Tiefgang von nur 40 Zentimetern sei es bestens geeignet, ganz nahe an das Ufer heranzufahren. „Mit anderen Worten: Der hohe Anschaffungspreis ist bestens angelegt“, sagte Herrmann.

Landratsgattin als Patin für Polizeiboot

Den kirchlichen Segen übernahm der evangelische Polizeiseelsorger Kirchenrat Matthias Herling aus Nürnberg. „Segen heißt: Gott geht mit“, betonte er in seiner Predigt. Dann wurde es ernst: Die Bootstaufe folgte. Als Patin wurde Landratsgattin Silke Westphal auserkoren. Gelassen entkorkte sie vor laufender Fernsehkamera und zahlreichen Pressefotografen die Sektflasche und schüttete den Inhalt an den Bootsrumpf. Dazu sprach sie feierlich: „Ich taufe dich auf den Namen WSP 45. Dazu immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.“

Beifall brandete von den zahlreichen Mandatsträgern, Bürgermeistern der Region und den vielen Polizeibeamten auf. Ein kleiner Chor der WSP-Truppe Gunzenhausen umrahmte mit Seemannsliedern und Shantys die gelungene Veranstaltung. Die Politprominenz ließ es sich am Schluss nicht nehmen, eine kleine Ehrenrunde mit dem schnittigen Polizeiboot zu machen.

HK