Herausragende Leistung gewürdigt
Denkmalprämierung: Aus grauer wird goldene Energie

13.03.2023 | Stand 17.09.2023, 1:04 Uhr |

Florian und Kristina Lankes, die Besitzer des prämierten Pfarrhofs von Liebenstadt (mit Urkunde und Buch), zusammen mit von links Bezirkstagspräsident Armin Kroder, der Grünen-Landtagsabgeordneten Sabine Weigand, Kreisheimatpflegerin Annett Haberlah-Pohl, Martin Danninger von der Unteren Denkmalschutzbehörde am Landratsamt Roth, Kreisheimatpflegerin Eva Schultheiß und CSU Bezirksrätin Cornelia Griesbeck. Foto: Schultheiß

In der großen Reithalle hat am Freitag die Feierstunde für die Besitzer oder Verantwortlichen der vom Bezirk Mittelfranken prämierten Baudenkmäler stattgefunden. Bezirkstagspräsident Armin Kroder begrüßte die zahlreichen Gäste der 47. Prämierungsfeier und warb für die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten hier in den landwirtschaftlichen Lehranstalten des Bezirks.

„Sie gehören zum Bereich der Bessermacher, nicht der Besserwisser, denn Sie meinten es wirklich gut mit Ihren gebauten Denkmälern,“ lobte er die 32 Preisträger. Die Entscheidungen der Jury orientieren sich immer an fachlichen Kriterien, informierte er. Meist von den Kreisheimatpflegerinnen und -pflegern eingereicht worden seien 44 Vorschläge, deutlich weniger als in den Vorjahren. Dies sei wohl durch Pausen, Stillstand und Unsicherheiten aufgrund der coronabedingten Beschränkungen bedingt. „Sie wandelten die vorhandene graue Energie in goldene Energie um, indem Ihr Denkmal nun ein Schmuckstück geworden ist.“

Bezirksheimatpflegerin Andrea Kluxen erinnerte, dass das Bayerische Denkmalschutzgesetz genau 50 Jahre alt ist. „Schon sehr früh setzte der Bezirk Mittelfranken ein Zeichen für Denkmalschutz und Denkmalpflege und zeichnete vorbildhafte Sanierungen aus – auch um Denkmalpflege in der Bevölkerung zu verbreiten.“ Franken habe eine herausragende Stellung innerhalb der staatlichen Denkmalpflege, denn bereits unter König Ludwig I. von Bayern erließ Karl-Alexander, der letzte Markgraf von Ansbach-Bayreuth, 1780 eine der frühesten Verordnungen zum Schutz von Denkmälern überhaupt. Man solle auf die „Erhaltung der Monumente mit mehrerem Fleisse, als vormals, schauen“ , sei da zu lesen und dass „sorgfältigst darauf gesehen werden soll, dass keinem Monument...Schaden...zugefügt werde.“

Genauer nachzulesen ist die Begründung im Vorwort im Begleitband zur Denkmalprämierung „Denkmalpflege in Mittelfanken 2022“, in dem alle mittelfränkischen prämierten Denkmäler auf 144 Seiten in Wort und Bild vorgestellt sind.

In der von Lena Plogsties am Piano und mit Gesang musikalisch hervorragend umrahmten Feierstunde präsentierte die stellvertretende Bezirksheimatpflegerin Julia Krieger die prämierten Denkmäler in Wort und zahlreichen Bildern vor. Meist im Vergleich mit dem Vorzustand, so dass die herausragende Leistung der Eigentümer und Verantwortlichen augenscheinlich wurden. „Unsere Denkmalprämierung ist unser Dank für Ihr außergewöhnliches Engangement“, schloss sie.

Danach bat der Bezirkstagspräsident die Eigentümer auf die Bühne und übergab ihnen eine Urkunde mit einem Foto ihres Denkmals und zwei der Bücher. Vom Landkreis Roth waren dies Florian und Kristina Lankes vom ehemaligen Pfarrhof Liebenstadt. Von der Stadt Spalt, die eine alte, zerbrochene Steinsäule sanieren ließ, war leider niemand zur Feier gekommen.

Das reich farbig bebilderte Buch kann man bei der Bezirksheimatpflege bestellen: Tel. (09 81) 4664-50002, E-Mail: bezirksheimatpflege@bezirk-mittelfranken.de.

HK