Triathlon-Überraschung
Challenge Roth: Nie wieder Langdistanz? Statements lassen aufhorchen

07.07.2024 | Stand 07.07.2024, 20:15 Uhr |

Die obligatorische Weißbier-Dusche erledigte Rebecca Robisch mit Bravour. Danach ging es ab zum Anhang und wurde emotional. Fotos: Challenge/Raithel

Es war ein Überschwang der Gefühle, der sich den schnellsten Landkreisstarterinnen und Landkreisstartern beim Challenge Roth 2024 offenbarte. Erst nahm Rebecca Robisch noch routiniert den Weißbier-Humpen entgegen, trank genüßlich und verpasste sich dann die Sieger-Dusche.

Dann ging sie ein paar Schritte weiter an den VIP-Bereich zu ihrem Anhang. Und da sackte sie dann zusammen, saß auf dem Boden, weinte. Da war dann auch der schnellste Landkreisstarter schon im Ziel: Daniel König überquerte die Ziellinie und sorgte für staunende Gesichter, denn er schlürfte das Bier aus seinem Schuh. Hat er sich aus den USA abgeschaut, da mache man das eben so. Und dann? Dann ging König direkt zu Robisch, nahm sie in den Arm, hob sie hoch in die Luft – und dann konnte auch die Landkreisschnellste wieder Lachen.

Tränen fließen bei Rebecca Robisch



Vereint im Triumph sind Robisch und König – doch die beiden haben noch etwas gemeinsam. „Ich glaube, das war meine erste und letzte Langdistanz“, sagt Robisch am Mikrofon des Hilpoltsteiner Kurier. Also kein Challenge 2025? „Ich glaube nicht, nein“, bekräftigt sie.

Daniel König unterdessen, der „Langdistanz-König“, so stand es auf dem Rücken seines Shirts, hat ganz ähnliche Gedanken. „Ich denke, das war erstmal mein letzter Triathlon. Mir reicht das“, sagt der Sportler.

Karriere-Ende verkündet



Genießen habe er es schon können, sagt König – bis zur zweiten Radrunde. „Wäre cool, wenn 1000 Leute weniger auf der Strecke wären“, sagt er. Wie ist das gemeint? „Es ist viel zu voll, es wird in der dritten, vierten Reihe überholt, zu viel Windschatten gefahren. Aber trotzdem hat es viel Spaß gemacht.“ Und dann schiebt er hinterher: „Ein schöner Abschluss meiner Karriere.“ Wie ernst gemeint das war, sei dahingestellt, König zwinkerte frech, als er sein vermeintliches Aus verkündete.

Die Feierstimmung sollte das allerdings erstmal nicht trüben. Der neue Landkreisschnellste feierte außergewöhnlich mit schwarz-goldenem DJK Abenberg-Fischerhut und Pilsglas in der Hand. Und noch weit nach der Ankunft der Profis und der Top-Landkreisstarter wurde im Stadion gefeiert.

adb/leh