Bezahlkarte in den Startlöchern
Asylbewerber bekommen Zeitfenster für die Abholung

27.05.2024 | Stand 27.05.2024, 14:44 Uhr |

Die bayerische Bezahlkarte für Asylbewerber kommt bald auch im Landkreis zum Einsatz. Foto: dpa,Hoppe

Beim Landratsamt Roth wird derzeit die Bezahlkarte für Asylbewerber ausgehändigt. Der Landkreis hatte sich für die zweite Runde – also das zweite Quartal des Jahrs – beworben, um sie an Bayerns Asylbewerber im Landkreis Roth auszuhändigen. Geplant ist, dass diese ab Juni damit bezahlen können. Michaela Endres, Sachgebietsleiterin Soziales und Asyl ist da guten Mutes, denn die im Vorfeld aufgetretenen Probleme sind zu 80 Prozent gelöst.

Die Karten seien da und die Asylbewerber angeschrieben worden, ihre Karte persönlich abzuholen. Für jedes Gemeindegebiet gibt es verschiedene Zeitfenster. Die Briefe enthalten einen QR-Code, hinter dem sich die Erklärung in vielen Sprachen verbirgt. Jeder Asylbewerber bekommt eine Karte mit einer bestimmten Nummer, auf die das Geld überwiesen wird. Das Problem war nur, dass es zwar Listen mit Namen und Nummern gab, aber die elektronische Zuordnung noch nicht funktioniert hatte und somit das Geld nicht aufgeladen werden konnte. „Wir hatten ein Problem mit dem Paycenter“, erzählt Endres. „Die Datenübertragung funktionierte nicht.“

In wie vielen Geschäften die Karte genutzt werden kann, darüber konnte Endres noch keine Auskunft geben: „Ich hoffe, dass es funktionieren wird“. Ansonsten gebe es ja noch die 50 Euro in bar, die abgehoben werden können. Auch für Sonderausgaben, wie Wandertage oder Kopiergeld an Schulen, wo 50 Euro schnell ausgegeben sind, gibt es eine Lösung. Da können Asylbewerber mit dem Amt in Kontakt treten, „einzelfallabhängig“ ist in solchen Fällen eine Überweisung „möglich“.

HK