Nach 46 Führungen ist Schluss
Zeitreise durch die Manchinger Geschichte endet

29.02.2024 | Stand 29.02.2024, 19:00 Uhr

Stets großes Interesse bestand an der nächtlichen Manchinger Zeitreise mit Ratsherr Klaus Wilhelm, Hofdame Karin Hoppe und Nachtwächter Franz Gmelch (von rechts). Foto: Schmidtner

Nach über acht Jahren und 46 Führungen mit rund 1500 Besuchern aus der gesamten Region erklangen das Horn und der berühmte Spruch „Hört ihr Leute, lasst euch sagen, die Turmuhr hat 12 geschlagen“ zum letzten Mal.

Hofdame Karin Hoppe, Nachtwächter Franz Gmelch und Ratsherr Klaus Wilhelm hatten noch einmal zur beliebten Zeitreise durch die Geschichte von Manching eingeladen.

Die in feiner Robe gekleidete Hofdame, die während der Führungen an ihrer geheimnisvollen Samtbox drehte, um passende Geräusche zu den jeweiligen Szenen einzuspielen, schwelgt genauso in Erinnerungen, wie der Dritte im Bunde, Edelmann und Ratsherr.

„Es ist schade, dass es vorbei ist“

Mit seiner gewaltigen Stimme führte der in einen stattlichen Wams gehüllte Edelmann vom Ehrbaren Stande Klaus Wilhelm die Besucher zwei Stunden lang an 18 Stationen zu gruseligen Ecken und dunklen Gassen von Manching, wo anno dazumal Unheimliches geschah.

„Es ist schade, dass es vorbei ist“, meinte ein Teilnehmer aus Manching, der schon zwei Mal die mystischen, manchmal auch etwas gruseligen Geschichten, Halbwahrheiten, märchenhaften Erzählungen und Anekdoten über das Fischer- und Bauerndorf an der Paar genoss.

Rückblickend gestehen die drei Hauptakteure: „Es war schon mühsam, als 2015 in den Privaträumen der Familie Gmelch mit den Proben begonnen wurde. Alles musste zeitraubend zusammengetragen, geplant und entworfen werden: die Geschichten über Manching und die passende Bekleidung. Der Text musste auswendig gelernt werden – und alles selbst finanziert.“

Zeitlich nicht mehr zu stemmen

Doch die Freude an und bei den Aufführungen war groß, vor allem die Auftritte im Manchinger Altenheim – vor einer Delegation der Vohburger Theatergruppe oder auf der Landesgartenschau in Pfaffenhofen. Auch das stets staunende Publikum war für das Trio der Beweis, dass man mit der Zeitreise von den Kelten über das Mittelalter bis in die heutige Zeit auf dem richtigen Weg war. Selbst die Zwangspause wegen Corona und an einigen verregneten Tagen konnten der Zeitreise ihre Faszination nicht nehmen. Nun ist es aber vorbei. Laut Hoppe waren die Auftritte .

Einen besonderen Dank richtete das Trio, allen voran der finstere Geselle Franz, der mit Schlapphut, Hellebarde und Laterne als Nachtwächter fungierte, an die Marktgemeinde für das rege Interesse und den Marketendern Monika und Michael Leitner, die an einer Zwischenstation die Teilnehmer mit Getränken versorgt haben.