Pfaffenhofen
Versammlung beim Maschinenring Ilmtal: Die „Profis vom Land“ sind für alles gerüstet

Organisation vermittelt nicht nur Fahrzeuge, sondern auch immer mehr helfende Hände

27.02.2023 | Stand 17.09.2023, 2:05 Uhr
Helga Gebendorfer

Wollen gemeinsam die Zukunft anpacken: Maschinenring-Vorsitzender Roland Haslauer (von rechts) und Geschäftsführer Marcus Kawasch sowie Referent Ludwig Huber (links) im Kreise ihrer Vorstandskollegen. Foto: Gebendorfer

Auf ein erfolgreiches Jahr hat der Vorsitzende Roland Haslauer bei der Jahreshauptversammlung des Maschinen- und Betriebshilfsrings Ilmtal (MR) zurückblicken können. „Jeder kann auf uns zählen. Wir punkten nicht nur bei der Maschinenvermittlung, sondern auch durch die Bereitstellung von Mann- und Frauenpower“, erklärte er im vollen Stockerhof. Vor allem bei Notfällen lasse der MR die Familien und Betriebe nicht allein, sondern finde immer eine Lösung.

Haslauers Blick zurück erinnerte er an die massiv gestiegenen Kosten für die Betriebsmittel und die extreme Trockenheit im Sommer, die den Betrieben zu schaffen machten. Dagegen stimmte die Landwirte die gute Vermarktung ihrer Produkte positiv. „Im Endeffekt haben wir die Herausforderungen gut gemeistert“, fasste der Vorsitzende zusammen.
In mehreren Grußworten würdigten Ehrengäste die Leistungen des Maschinenrings. Sie würdigten die Multifunktionalität der Branche und baten die Betriebe, sich den Veränderungen zu stellen.

„Wir sind keine Konkurrenz zu anderen Organisationen, sondern leisten nur Hilfe“, verdeutlichte Geschäftsführer Marcus Kawasch. Er bezifferte die Mitgliederzahl auf 1500, die zusammen 34813 Hektar bewirtschaften. Der Verrechnungswert betrug gut 4,6 Millionen Euro. An erster Stelle stand bei den Maschinenvermittlungen die Hackfruchternte mit gut 835000 Euro, gefolgt von der Körnerernte mit 794000 Euro und Schlepper/Transport mit über 538000 Euro.

Über die MR Ilmtal Agrarservice GmbH wurde im vergangenen Wirtschaftsjahr 1,65 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Dabei wurden über 260 Objekte im Landkreis betreut. Landwirte übernahmen mit ihrem Fuhrpark neben der Winterbetreuung auch Grünflächenpflege, Kehrarbeiten und Baumfällungen im Sommer. „Somit schaffen sich unsere Mitglieder in verschiedenen Bereichen ein weiteres Standbein für ihren Betrieb. Die Profis vom Land sind für alle Situationen gut gerüstet“, stellte Kawasch fest.

Insgesamt wurden durch die Betriebshelfer und Dorfhelferinnen nach Auskunft von Kawaschs Stellvertreter Hans Wolf gut 1,12 Millionen Euro abgerechnet. Dabei leisteten die haupt- und nebenberuflichen Frauen und Männer 54264 Einsatzstunden: 32067 davon sozialpflichtig und 22217 wirtschaftlich. „Der Maschinenring bietet Sicherheit, damit Betrieb und Haushalt weiterlaufen – egal was passiert“, versicherte Wolf und wies darauf hin, dass der MR immer mehr in hauswirtschaftlichen Dienstleistungen sowie bei Betreuungs- und Entlastungsleistungen sowie der Verhinderungspflege im Einsatz sei. „Unsere Mitglieder können auf fachlich qualifizierte Betriebshelfer zugreifen. Dabei können auch nicht-landwirtschaftliche Familien unterstützt werden“, bekräftigte Wolf.

Michael Federl führte vor Augen, dass Büromanagement eine immer größere Rolle spielt. „Wir unterstützen in allen Bereichen wie Düngeverordnung, Agrardiesel-Antrag, Mehrfachantrag, Eco-Schemes, Kulturlandschaftsprogramm und Vertragsnaturschutzprogramm“, zählte er auf.

Einen Faktencheck über Landwirtschaft und Umwelt machte Ludwig Huber vom AELF Traunstein. Damit vermittelte er Grundlagen für eine überzeugende Argumentation in Diskussionen mit Verbrauchern.

PK