Premieren-Saison endet auf Rang 13
„Symptomatisch für die gesamte Saison“: FSV-Coach Gerhard Lösch hadert mit 3:5-Pleite gegen Schwabmünchen

19.05.2024 | Stand 19.05.2024, 22:45 Uhr |

Routinier Stefan Wagner (links) bestritt gegen Schwabmünchen (in Weiß) sein letztes Spiel für den FSV Pfaffenhofen. Foto: Steffen

Mit einer torreichen 3:5 (1:1)-Heimniederlage gegen den TSV Schwabmünchen haben die Fußballer des FSV Pfaffenhofen ihre Premierensaison in der Landesliga Südwest abgeschlossen. Das Team von Trainer Gerhard Lösch beendete die Spielzeit damit auf Rang 13.

Der FSV verpasste es durch die Niederlage, sein zuvor gestecktes Ziel, den zweiten Platz in der Heimtabelle, zu erreichen. Die Partie war laut Lösch ein Spiegelbild der Saison: „Wir hätten dieses Spiel in 100 Jahren nicht verlieren dürfen, haben aber einfach viele dumme Gegentore kassiert.“

Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit dem besseren Start für den FSV: Nach einem Strafraum-Getümmel bekam Patrick Nirschl den Ball und versenkte ihn von der Sechzehner-Linie zur 1:0-Führung (13.) Der FSV hatte danach weitere gute Chancen, um das 2:0 zu erzielen. Sowohl Maurice Untersänger als auch Valentin Eichlinger, der Lösch zufolge zentral vor dem gegnerischen Tor den Ball ins Pfaffenhofener Freibad jagte, hatten keinen Erfolg. Auch Schwabing hatte gute Gelegenheiten, unter anderem durch einen indirekten Freistoß. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mussten die Hausherren dann doch den Ausgleich durch TSV-Torjäger Maik Uhde einstecken (45. +7).

Nach dem Seitenwechsel war Pfaffenhofen hellwach und ging durch ein Eigentor von Lucas Kusterer erneut in Führung (59.). Kurz darauf ergab sich sogar die Gelegenheit, auf 3:1 zu erhöhen. Routinier Stefan Wagner, der aller Voraussicht nach sein letztes Spiel für den FSV absolvierte, vergab den Strafstoß aber. „Dafür zeigte er später am Bierglas eine bessere Leistung“, schmunzelte Lösch.

Die Gäste witterten nun ihre Chance, die Partie zu drehen und glichen zunächst durch Benedikt Berger zum 2:2 aus (64.). Nur zwei Minuten später brachte Fatih Cosar Schwabmünchen per Elfmeter in Führung (66.). Torjäger Uhde bereite beide Treffer vor. Im Anschluss wurde auf beiden Seiten viel gewechselt, Lösch gab jedem Spieler auf der Bank nochmal Spielzeit. Rund zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit erhöhte Schwabmünchen durch Marco Schneider auf 4:2 (82.). Fast jedes Gegentor war laut Lösch das Resultat eines vermeidbaren Fehlers. Pfaffenhofen kam durch das zehnte Saisontor von Maximilian Siebald noch auf 3:4 heran (89.). Das Schlusswort sollte aber der Gastmannschaft gehören. In der Nachspielzeit sorgte Karsten Binder nach Vorlage von Thomas Rudolph für den 3:5-Endstand aus Sicht von Pfaffenhofen (90.+3). „Normalerweise müssen wir so ein Spiel für uns entscheiden. Es war von A bis Z symptomatisch für die gesamte Saison“, ärgerte sich der Coach, fügte aber auch an, dass das Ergebnis keine große Rolle mehr spielt. Stattdessen richtet er den Blick bereits nach vorne. Drei Wochen Pause dürfen sich die Landesligisten nun genehmigen, bevor schon in die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt.

FSV Pfaffenhofen: Bleisteiner – Killer, Riebold, Völke, Eichlinger, Heigl, Nirschl, Semache, Siebald, S.Wagner, Untersänger (Hippacher, Cipolla, Starzer, Waas, Brudtloff). – Tore: 1:0 Nirschl (13.), 1:1 Uhde (45. +7), 2:1 Kusterer (Eigentor, 59.), 2:2 Berger (64.), 2:3 Cosar (Elfmeter, 66.), 2:4 Schneider (82,), 3:4 Siebald (89.), 3:5 Binder (90.+3)
Schiedsrichter: Müller (St.Wolfgang). – Zuschauer: 175.

PK