Besuch aus Südafrika in Manching
„Siyabonga“ heißt „Danke“

17.06.2024 | Stand 17.06.2024, 20:00 Uhr |

Gespannt verfolgten die Schülerinnen und Schüler der Realschule Manching den Vortrag über die Arbeit des Vereins Siyabonga in den Townships. Die Realschule am Keltenwall unterstützt dort derzeit 15 Patenkinder. Foto: Realschule Manching

Seit mehr als 15 Jahren unterstützen die Schülerinnen und Schüler der Realschule am Keltenwall in Manching Patenkinder aus Südafrika.

Dies geschieht über den gemeinnützigen Verein „Siyabonga – Helfende Hände für Afrika“, dessen Ziel es ist, benachteiligten Kindern aus Armutsvierteln, sogenannten Townships, Zugang zu Bildung zu verschaffen, damit sie sich nach der Ausbildung eigenständig ihren Lebensunterhalt verdienen können. Siyabonga betreut vor Ort in Pietermaritzburg insgesamt 650 Patenkinder in zwei Townships: Diese Kinder können so eine Schule besuchen, erhalten einmal am Tag ein warmes Essen und werden nach der Schule mit vielfältigen Angeboten gefördert.

Was geschieht mit dem gespendeten Geld?

Vor kurzem hatten die Schülerinnen und Schüler der Realschule Manching zwei besondere Gäste: Ingrid Geisenfelder, die Vereinsvorsitzende in Deutschland, und Annette Pfeiffer, die Leiterin des Projekts in Südafrika. Letztere ist Südafrikanerin und konnte eindrucksvoll aus ihrem Alltag vor Ort schildern, was die Klassen aus Manching interessierte: Wie leben unsere Patenkinder in ihren Townships? Wie sieht es an einer Schule oder in einem Klassenzimmer in Südafrika aus? Was geschieht mit dem gespendeten Geld?

Dazu nahmen die beiden Frauen die Kinder mit auf eine virtuelle Reise über 10000 Kilometer von Manching nach Pietermaritzburg. Es gab auch einen kurzen Crashkurs in der dort gesprochenen Sprache Zulu, gelernt wurde auch das Wort für „Danke“ – „Siyabonga“. In einem beeindruckenden Film sahen die Schülerinnen und Schüler danach, wie Corona auch das Leben und Lernen im für sie fernen Südafrika beeinflusste.

Nach schulischen Ausbildung in eigenständige Arbeit

Derzeit werden 15 Patenkinder von den Klassen der Realschule am Keltenwall unterstützt. Annette Pfeiffer konnte einen großen Erfolg vermelden: Von den „Manchinger“ Patenkindern konnten in letzter Zeit fünf ihre Ausbildung erfolgreich abschließen, sind in Arbeit und können sich und ihre Familien damit ernähren. Bei der vor Ort herrschenden Jugendarbeitslosigkeitsquote von 60 Prozent stellt dies einen enormen Erfolg dar. Es ist gleichzeitig ein großer Ansporn für Annette Pfeiffer, deren Ziel es ist, alle am Projekt teilnehmenden Patenkinder nach der schulischen Ausbildung in eigenständige Arbeit zu bringen.

Im vergangenen Jahr brachte der Sponsorenlauf an der Realschule Manching schon eine beträchtliche Summe ein, der die finanzielle Unterstützung für das Jahr 2023 sicherte und auch für das erste Halbjahr 2024 ausreichte. Dieses Schuljahr hat sich die Schulfamilie aufgrund der aktuellen Lage und der Tatsache, dass viele Schülerinnen und Schüler und deren Familien vom Hochwasser betroffen sind, dazu entschlossen, den Sponsorenlauf 2024 nicht für Siyabonga durchzuführen, sondern damit Spenden für vom Hochwasser betroffene Familien zu sammeln. Für das Siyabonga-Projekt bedeutet das natürlich nicht unerhebliche finanzielle Einbußen, und die Realschule bittet daher alle, die Patenkinder aus Südafrika weiter zu unterstützen – mit einer Spende auf das Spendenkonto Siyabonga – Helfende Hände für Afrika, Raiffeisenbank im Donautal, IBAN DE37 7216 9812 0000 0876 37, BIC GENODEF1GAH, Verwendungszweck RSM.