Rohrbach

Realtime-Benefizkonzert spielt 500 Euro für Ukrainehilfe ein

Rohrbacher Musikschule begrüßt Oleg Vasiuta aus der Ukraine als virtuosen Gast

13.05.2022 | Stand 13.05.2022, 15:35 Uhr

Oleg Vasiuta als Gast beim Benefizkonzert. Foto: A. Ermert

Rohrbach – Ein Benefizkonzert zur Unterstützung für Ukraine-Flüchtlinge haben die Musikschule Realtime und die Gemeinde Rohrbach organisiert. Gespielt und gesungen haben Musikschüler und Lehrkräfte von Realtime – und es sind 405 Euro gespendet worden. „Wir machen die 500 Euro voll. Das Geld geht an den Ukraine-Topf der Gemeinde“, teilte Schulleiter Martin Pause mit.

Auch ein Ehrengast aus der Ukraine kam sportlich – immerhin ist er schon 72 Jahre alt – mit dem Radl aus Wolnzach nach Rohrbach. Oleg Vasiuta stammt aus Tschernihiw, das 150 Kilometer von Kiew entfernt ist. „Da ist alles kaputt“, erzählte er und trug berührende Verse aus seiner Heimat vor, wo er Chorleiter, Dirigent, Pianist und – bis zu seiner Flucht – auch Musikreferent war. Bei „Grazie/Arabesque“ zeigte er sein Können am Klavier. Die Zuhörer waren begeistert. Sehr speziell war, dass Vasiuta alle Stücke, die gespielt wurden, nicht am Klavier begleitete, aber lautlos mit den Fingern auf seinen Oberschenkeln mitmusizierte.

Eröffnet wurde das Konzert mit der Eurovisionsmelodie „Prélude“ aus dem Te Deum. Den Walzer von Chopin „Greensleves“ spielte Martin Pause mit einer Schülerin, einer mit links, der andere mit rechts. Toll gespielt und gesungen genossen die Zuhörer das Lied „Boulevard of broken dreams“. Wirklich mitreißend war „Pirates oft he Carribean“ und „Old lang syne“. „Greensleeves to a ground“ gespielt von Monika Schratt an der Blockflöte und Martin Pause am Klavier war ein weiterer Höhepunkt des Abends.

Teils sehr temperamentvoll, auch sehr bewegend, aber schön war alles, was man zu hören bekam. Die Musikschüler und natürlich auch die Lehrer zeigten ihr Können und begeisterten die Zuhörer. Der Applaus zeigte es immer wieder. Und die beiden Pause-Brüder mussten einen Rausschmeißer spielen, sonst wären die Leute nicht nach Hause gegangen. Ein wirklich gelungener Abend für einen guten Zweck.

era