Pfaffenhofen

Pfaffenhofener Maschinenring setzt auf Agrardrohnen

Die Zukunft liegt in der Luft

24.07.2022 | Stand 24.07.2022, 15:00 Uhr

Eine solche Agrardrohne gab es bei einer Vorführung des Maschinenrings zu sehen. Foto: Federl

Pfaffenhofen – Über 60 Landwirte waren dabei, als auf einer Veranstaltung des Maschinenrings auf einem Feld bei Riedhof mittels Agrardrohne verschiedene Zwischenfrüchte in einen stehenden Weizenbestand gesät wurde. Zwischenfrüchte unterdrücken unter anderem Unkraut, sammeln Nährstoffe, verhindern Erosion, und fördern das Bodenleben, heißt es in einer Pressmitteilung.

Der Maschinen- und Betriebshilfsring Ilmtal geht hier gemeinsam mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt-Pfaffenhofen (AELF) einen neuen Weg. Bereits vor der Ernte soll das Saatgut für die Zwischenfrucht ausgebracht werden. Dadurch erhoffen sich die Veranstalter einen Wachstumsvorsprung von bis zu fünf Wochen. Bisher wird die Saat erst nach der Ernte ausgebracht. Zukunftsweisend war auch die verwendete Technik: Mittels einer Agrardrohne mit einer Hubkraft von 70 Kilogramm wurden verschiedenste Saatmischungen ausgebracht. Dadurch muss nicht mit dem Schlepper über das Feld gefahren werden, es gibt keine Überfahrschäden und es wird Diesel und Arbeitszeit gespart. Der Hersteller stellte die Drohne zur Verfügung, Max Stadler vom AELF erklärte die Vorzüge der unterschiedlichen Samen-Zusammenstellungen.

Drohnen werden schon vielfältig in der Landwirtschaft eingesetzt: Zum Auffinden von Rehkitzen, zur biologischen Schädlingsbekämpfung im Mais oder zum Erkennen von Unkräutern im Bestand. Die Landwirte konnten sich über eine spezielle Software informieren, die es ermöglicht nach einer Drohenbefliegung Unkräuter, Krankheiten und Nährstoffmangel zu erkennen. Es wurden auch zwei vom Schlepper getragene Geräte zur Aussaat vorgestellt. Zum einen ein Striegel mit einem Streuer für Kleinsämereien und eine Selbstbaulösung, bei der die Samen mittels Gebläse und Leitungen über ein Gestänge ausgebracht werden. Im Herbst wird man beurteilen können, ob der Versuch funktioniert hat.

PK