Entwarnung im Kreis Pfaffenhofen
Nach Hochwasser: Badeverbot für Weiher und Seen aufgehoben – mit einer Ausnahme

14.06.2024 | Stand 15.06.2024, 6:21 Uhr |

Der Heideweiher bei Reichertshofen. Foto: Vogl/Archiv

Das allgemeine Badeverbot an den Weihern und Seen im Landkreis Pfaffenhofen, das wegen des Hochwassers ausgerufen wurde, ist aufgehoben – mit einer Ausnahme: Am Biendlweiher gilt es vorerst weiter. Das teilt das Gesundheitsamt Pfaffenhofen mit.



Die Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchungen der EU-Badegewässer im Landkreis Pfaffenhofen (Heideweiher, Ebenhausener Weiher, Niederstimmer Weiher) sowie vier weiterer Badestellen des Landkreises (Baarer Weiher, Oberstimmer See, Lorenzisee und Biendlweiher) liegen demnach vor. Einzig die Badestelle am Kreisweiher im Feilenmoos konnte aufgrund nach wie vor bestehender Überflutung nicht beprobt werden.

Mehr zum Thema lesen Sie auch unserer Sonderseite

Vermehrt Trübungen und Algenblüte möglich



Beobachtungen der Gewässer durch das Gesundheitsamt Pfaffenhofen ergaben keine Besorgnis hinsichtlich Verunreinigungen mit Mineralölen. Nach Rücksprache mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen seien Untersuchungen hinsichtlich eventuell eingespülter chemischer Stoffe, etwa von angrenzenden Feldern, auch in stehenden Gewässern nicht notwendig, da eine Aufnahme der Stoffe über die Haut oder oral durch Verschlucken kleinster Mengen aufgrund des Verdünnungseffektes nicht relevant sei. Es können lediglich die vermehrten Nährstoffeinträge zu Trübungen oder auch einer vermehrten Blaualgenblüte führen. Hier müsse man der Natur die Zeit geben, die Wiederherstellung der Wasserqualität eigenständig zu regulieren, so das Gesundheitsamt.

Blaualgen am Ebenhausener Weiher



Laut Behörde muss das Badeverbot jedenfalls einzig am Biendlweiher aufgrund einzelner erhöhter Werte bestehen bleiben. Wie das Gesundheitsamt weiter mitteilt, wurden am Ebenhausener Weiher im Kinderbadebereich vereinzelt Cyanobakterien (Blaualgen) nachgewiesen. Die restlichen Untersuchungswerte erlauben, ebenso wie an den übrigen Badegewässern, die Aufhebung des allgemeinen Badeverbotes.

Gesundheitsamt appelliert an Eigenverantwortung



Das Gesundheitsamt Pfaffenhofen appelliert dennoch an die Eigenverantwortlichkeit der Badegäste, auf das Baden zu verzichten, wenn man beispielsweise aufgrund von trübem Wasser, bis zu den Knien im Wasser stehend, die Füße nicht mehr sehen kann oder grüne/blaugrüne Algen-Teppiche im Wasser schwimmen. Auch Hinweisschilder am Ufer sollten beachtet werden.

PK