Pfaffenhofen
Mehr Mischwald: Pfaffenhofens Wälder sollen klimaresistenter werden

Neuer Forstbetriebsplan für Stadt- und Stiftungswälder

02.02.2023 | Stand 17.09.2023, 4:03 Uhr |

Weniger Kiefern, mehr Mischwald: So soll der Wald in Zukunft aussehen. Foto: Schwärzli

Pfaffenhofen – Pfaffenhofen hat einen neuen Forstbetriebsplan. In der Stadtverwaltung überreichten Peter Birkholz und Kathrin Kresser vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), die auf die nächsten 20 Jahre ausgerichtete Planung an Bürgermeister Herker und Stadtkämmerin Claudia Jonas, so die Stadt in einer Pressemitteilung.

Der Stadtrat hat die Erstellung im Juli 2020 auf den Weg gebracht, nachdem zuvor die Ziele der Bewirtschaftung zusammen mit dem AELF, der Stadtverwaltung und Forstbetriebsleiter Rudi Engelhard festgelegt worden waren. Der Forstbetriebsplan dient der Planung und Steuerung der gesamten Bewirtschaftung der städtischen Wälder. Neben einer Bestandsaufnahme des aktuellen Waldzustandes und einer Erfolgskontrolle der bisherigen Bewirtschaftung der Wälder beinhaltet er die Planung für die nächsten 20 Jahre. Ziel sei es, diese zu verjüngen und so umzubauen, dass sie klimaresistent und langfristig für die nächsten Generationen erhalten bleiben, teilt die Stadt mit. „Mit der Art unserer Bewirtschaftung wollen wir alle wichtigen Funktionen des Waldes sichern“, so Peter Birkholz, zuständig für den Bereich Forsten beim AELF Ingolstadt und Pfaffenhofen. Dabei gehe es um Holzproduktion, Erholungsfunktion und den Wald als Lebensraum. Der Schwerpunkt in Pfaffenhofen liege in der Verjüngung des Waldes. Er müsse so angelegt werden, dass er für die nächsten 100 Jahre überlebensfähig bleibe und auch zukünftige Generationen damit arbeiten können. „Hierzu ist ein zügiger Waldumbau zu stabilen, klimaresistenten Mischbeständen notwendig.“

Im Stadtwald sowie im Stiftungswald soll zeitnah mit dem Waldumbau begonnen werden. Die Baumfäll- und Pflanzaktionen werden sich über die nächsten Jahre hinziehen. Alte, teils kranke Fichten werden gefällt und neue, klimaresistente Laub- und Nadelbäume gepflanzt, heißt es in der Mitteilung. Um die Neupflanzungen vor Wildschäden zu schützen, sollen einige Flächen eingezäunt werden.

Die nun vorliegende Forsteinrichtungsplanung für diese drei Wälder wurde im Einvernehmen mit der Stadt Pfaffenhofen und der von ihr verwalteten Heiligen Geist- und Gritsch’schen Fundationsstiftung im Auftrag des AELF erstellt. Mit der Erstellung des Gutachtens wurde der Forstsachverständige Franz Maier aus Rohr beauftragt.

PK