„Ein Zentrum der Gemeinschaft“
Erster Gottesdienst nach umfangreicher Sanierung der Kirche St. Sixtus

26.11.2023 | Stand 26.11.2023, 15:59 Uhr

Nach umfangreicher Sanierung erstrahlt die Kirche St. Sixtus in Münchsmünster in neuem Glanz. Zum ersten Gottesdienst nach dem Umbau erschienen am Sonntag zahlreiche Fahnenabordnungen der Vereine. Fotos: Lamprecht

Fast bis auf den letzten Platz gefüllt war die Kirche St. Sixtus in Münchsmünster am Sonntag. Ein Wunder war das nicht, schließlich konnten die Gläubigen den Gottesdienst nach vielen Monaten zum ersten Mal nach der umfangreichen Sanierung wieder in ihrem Gotteshaus feiern.

Passende, feierliche aber auch nachdenkliche Worte zum Thema fand Pfarrer Joseph Villanthanathu der betonte, dass eine Kirche nur durch ihre Gläubigen wirklich fertig und vollendet sein könne.

„Ihr seid die Steine, aus denen diese Kirche gebaut ist“

Sein Dank galt freilich dennoch zunächst den am Bau beteiligten. Dem Architekten, den Firmen und ihren Mitarbeitern, aber auch all jenen, die gespendet und so die Sanierung erst möglich gemacht hatten. Sehr erfreut zeigte sich Pfarrer Villanthanathu auch, dass so viele Vereine mit ihren Fahnenabordnungen an der Rückkehr der Gemeinde in ihr Gotteshaus teilnahmen. „Ihr alle seid diese Gemeinschaft“, betonte er. Für die Zukunft wünsche er sich, dass die Kirche zum, wie er sagte, „Kulturzentrum des Ortes“ werde. Zu einem Zentrum der christlichen Kultur und Gemeinschaft. Einer Gemeinschaft von Menschen die ihr Leben nach Jesus und seinem Wort ausrichten und für die Kirche nicht nur ein Ort, nicht nur eine selbstverständliche und irgendwie in den Ort gehörende Selbstverständlichkeit sei. „Ihr seid die Steine, aus denen diese Kirche gebaut ist“, betonte er und ergänzte, die Kirche dürfe nicht zu einem Schlafwagen verkommen, wie er es jüngst gelesen habe. Sie müsse lebendig und aktiv sein. Möglich sei dies aber nur durch die Gläubigen. Ein schön saniertes Haus helfe nichts wenn in ihm kein Leben stattfinde. Eine Investition sei sinnlos, wenn sie nicht genutzt werde.

Beeindruckte Kirchenbesucher

Merklich beeindruckt zeigten sich die Kirchenbesucher indes nicht nur von Villanthanathus Worten, sondern auch von dem, was sich in den vergangenen Monaten in ihrem Gotteshaus getan hat. „Sehr schön“, war das allgemeine Urteil im Anschluss an den Gottesdienst.

Erfreut über die gelungene Sanierung zeigte sich indes auch Münchsmünsters Bürgermeister Andreas Meyer: „Ich freue mich sehr, dass unsere Kirche jetzt wieder in neuem Glanz erstrahlt. Besonders freut es mich, dass dort nun wieder Gottesdienste im passenden Rahmen gefeiert werden können. Wir als Gemeinde werden das unsrige tun, um auch das Umfeld der Kirche in der Zukunft passend zu gestalten.“

Kamera überwacht das Gotteshaus

MünchsmünsterMehr als eineinhalb Jahre dauerten die umfangreichen Sanierungsarbeiten an der Kirche St. Sixtus in Münchsmünster. Nun ist das rund 650000 Euro teure Projekt abgeschlossen. Das Ergebnis, so sind auch die Gläubigen der Gemeinde überzeugt, kann sich sehen lassen.

Saniert wurde in den vergangenen rund 18 Monaten dabei nahezu der gesamte Innenraum, heißt es aus dem Pfarramt. Zunächst wurden dabei die Sitzbänke samt Holzpodest entfernt. Der Natursteinboden wurde teilerneuert und ausgebessert. Im Kirchenraum wie auch in der Sakristei wurden neue Elektroleitungen mit Sicherungen in den Wänden installiert. Anschließend wurden die Wände wieder verputzt und der gesamte Kirchenraum frisch gestrichen. Neue Holzpodeste für die Bänke wurden verlegt, abgeschliffen und geölt.

Ebenfalls neu sind die Lampen im Kirchenraum wie auch die Heizungen an den Bänken. Nach der Aufbereitung der Sitzbänke und der Polsterung der Kniebänke wurden diese auf dem neuen Podest montiert. Zudem erhielt die Chorempore einen neuen Bodenbelag, der Giebel der Taufkapelle einen frischen Anstrich. Um Vandalismus im Gotteshaus zu vermeiden, wurde zudem eine Überwachungskamera installiert.

Eine ganz besondere Aufgabe war die Restaurierung der Bemalung hinter dem Hochaltar. Dazu kamen kleine Restaurierungsarbeiten an Figuren und Altar. Eine filigrane Aufgabe, die viel Sachverstand und Können erforderte.