2:3 im Heimspiel gegen Hallbergmoos
Drama in der Nachspielzeit: Türk SV Pfaffenhofen verspielt in der letzten Minute die Kreisliga-Relegation

21.05.2024 | Stand 21.05.2024, 15:05 Uhr

Fassungslos waren die Spieler des Türk SV Pfaffenhofen nach der Niederlage gegen den VfB Hallbergmoos II, die ihnen auf dramatische Art und Weise die Relegation kostet. Foto: M. Schneider

Auf dramatische Art und Weise hat der Türk SV Pfaffenhofen am letzten Spieltag der Kreisklasse 3 Donau/Isar die Relegation zur Kreisliga verspielt: Durch einen Treffer in der vierten Minute der Nachspielzeit unterlagen die Pfaffenhofener dem VfB Hallbergmoos II mit 2:3 und verpassten so den zweiten Tabellenplatz.

KREISKLASSE 3:
TSV Paunzhausen - TSV Nandlstadt 0:3 (0:2): „Wir haben versucht, nochmal alles zu geben“, erklärte Paunzhausens Coach Alen Ruzak. Doch zwei individuelle Fehler in der 17. Minute und der Nachspielzeit der ersten Halbzeit durchkreuzten die Pläne der Gastgeber. Zweimal war Johannes Gerlspeck der Torschütze. In der zweiten Halbzeit schafften es die Gastgeber trotz großem Einsatz nicht, noch einmal heranzukommen. Mit dem 0:3 durch Niklas Tafelmaier war die Partie dann entschieden und der Türk SV Pfaffenhofen konnte nicht mehr auf Schützenhilfe hoffen. Nach den vergangenen beiden Niederlagen beendet Paunzhausen die Saison mit 33 Punkten auf Platz neun. „Für uns war es trotzdem ein perfektes Jahr. Wir haben mit beiden Teams die Klasse gehalten. Das ist für uns mit unseren Mitteln wie ein Champions-League-Titel“, freute sich Ruzak. Letzte Saison musste der TSV noch an der Abstiegsrelegation teilnehmen.
Türk SV Pfaffenhofen - VfB Hallbergmoos-Goldach II 2:3 (1:2): Dramatischer geht es nicht. Ein Punkt hätte dem Türk SV Pfaffenhofen gereicht, um die Relegation zur Kreisliga zu erreichen. Doch nachdem das Team zunächst ein 0:2 aufgeholt hatte, beendete ein Tor der Gäste in der vierten Minute der Nachspielzeit alle Aufstiegsträume. „In der letzten Minute der Saison haben wir alles vermasselt. Chancen hatten wir genug. Der Gegner hat aus wenig viel gemacht, wir aus viel wenig. So ist Fußball, daraus müssen wir lernen“, war Pfaffenhofens Trainer Turgay Toklu fassungslos. Ein Doppelpack von Max Modlmayr (2. und 26./Elfmeter) bedeutete den 0:2-Rückstand. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf Alexander Kaurin per Elfmeter zum 1:2 und nach einer Stunde glich der Pfaffenhofener Angreifer zum 2:2 aus. Das hätte zu Platz zwei gereicht, doch dann kam das entscheidende Tor von Adam Bojanowski praktisch mit dem Schlusspfiff. Der Türk SV landet in einer Dreiertabelle mit den punktgleichen Teams aus Nandlstadt und Marzling hinter Nandlstadt, die somit an der Relegation teilnehmen.

KREISKLASSE 2:
SV Zuchering - TSV Hohenwart 0:3 (0:1): Die Gastgeber starteten gut in die Partie und hatten einige Chancen, der Führungstreffer gelang aber nach 27 Minuten den Gästen durch Benjamin Eckert. „Dadurch haben wir den Faden verloren und ihn nicht mehr richtig gefunden. Das war heute nicht unser Spiel, die Niederlage geht in Ordnung“, gab Trainer Claudio Maritato zu. Vier Minuten nach der Pause erhöhte Leon Sedlmair auf 2:0 für Hohenwart. Für den Youngster war es der 25. Saisontreffer. Damit sicherte er sich Platz zwei in der Torjägerliste der Kreisklasse 2. Spielertrainer Patrick Spieler gelang in seiner letzten Ligapartie für Hohenwart in der Nachspielzeit noch der dritte Treffer. Gegner des TSV in der Relegation zur Kreisliga wird am Freitag (18 Uhr, in Reichertshofen) der Türkisch SV Ingolstadt sein.
FC Geisenfeld - TSV Lichtenau 1:1 (0:1): „Es war ein gutes Spiel von beiden Teams. Wir hätten gewinnen können, aber Lichtenau war nicht nur in diesem Spiel effizient, was vermutlich auch ein Grund für ihre verdiente Meisterschaft ist“, meinte FCG-Sprecher Matthias Gabler. Während seine Mannschaft einige Chancen ungenutzt ließ, verwerteten die Gäste ihre erste zur Führung. Einmal hatten sie zu viel Raum, zwei schnelle Pässe später stand Boris Manko frei und wuchtete den Ball ins Netz (45.). Trotz einer Roten Karte gegen Lukas Haslbeck (53.) drückte Geisenfeld auf den Ausgleich, wobei Lichtenau zwei gute Konterchancen vergab. In der 87. Minute wurde Bilal Rihani im Strafraum gefoult und Filip Krnjaic verwandelte den Strafstoß in seinem letzten Spiel für den FCG zum 1:1. „Unser Fokus war definitiv nicht mehr beim Spiel. Geisenfeld hatte Vorteile, ich glaube, insgesamt geht das 1:1 aber in Ordnung“, bilanzierte Lichtenaus Meistertrainer Bastian Wagner. Der kurz vor Schluss eingewechselte Lichtenauer Abteilungsleiter Andreas Eichlinger beendete mit dieser Partie seine Karriere. Insgesamt kam er 555 Mal zum Einsatz.
TSV Wolnzach - SV Oberstimm 1:0 (0:0): Nach sechs Punkten aus den letzten beiden Partien geht der TSV Wolnzach „mit erhobenem Haupt aus der Kreisklasse“, wie es Trainer Karl Reisinger formulierte. „Es war heute keine gute Partie von uns, aber wir haben uns gegen einen ersatzgeschwächten, aber technisch starken Gegner reingebissen“, fügte Reisinger an. Das Tor des Tages gelang Thomas Werther in der 54. Minute. Oberstimm begann das Spiel zu zehnt, da ein Spieler im Stau stand, und konnte dann nach einer Verletzung auf einen Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen, der eigentlich nur Zuschauer war. Nach dem sich ein weiterer Akteur verletzte, war das Team wieder in Unterzahl. „Personell war es krass bei uns. Trotzdem hatten wir sehr gute Chancen. Mit der Saison bin ich aber super zufrieden, ich bin stolz auf die Mannschaft“, sagte Oberstimms Spielertrainer Butrint Iberdemaj.
ST Scheyern - SpVgg Langenbruck 3:1 (0:0): „Die erste Halbzeit war ein Sommerkick. Danach haben wir eine Schippe draufgelegt und verdient gewonnen. Ein schöner Abschluss für die Saison“, freute sich STS-Trainer Florian Hergeth, der mit seinem Team in der Endabrechnung den dritten Platz erreichte. Nach torloser erster Hälfte nutzte Scheyern einen kapitalen Abwehrfehler der Gäste durch Lucas Grella zum 1:0 (49.). Kurz darauf wehrte SpVgg-Torwart Max Oswald einen Elfmeter ab. In der 63. Minute köpfte Fabian Gärtner nach einer Ecke das 1:1. Scheyern blieb jedoch am Drücker und Maximilian Kopp erzielte nach 75 Minuten die erneute Führung. Eine Minute vor Schluss gelang Daniel Koller das dritte Tor. „Die Jungs haben alles gegeben, aber wir haben in den letzten Wochen zu viele Chancen vergeben“, erklärte Langenbrucks Abteilungsleiter Andreas Lutschnikov. Den Klassenerhalt mit zehn Punkten Vorsprung erreicht zu haben, sei aber ein gutes Saisonergebnis.
FC Hettenshausen - SV Manching U23 4:0 (1:0): „Heute war es recht entspannt. Wir haben den Ball gut laufen lassen. Auch der eine oder andere junge Spieler hat seine Chance bekommen und sich bewährt. Es war ein verdienter Sieg und der schöne Abschluss einer guten Rückrunde. Kompliment an meine Jungs, die alle Schwierigkeiten gemeistert haben“, war Hettenshausens Trainer Andreas Wörl zufrieden. Patrick Rossol war nach 16 Minuten der Torschütze zum 1:0. Niklas Gogoll erhöhte in der 58. Minute auf 2:0. Maximilian Stohner traf dann in der 66. und 90. Minute noch doppelt. „Aus meiner Sicht waren wir die bessere Mannschaft, aber Tore entscheiden und die haben wir nicht gemacht. Das Ziel war der Klassenerhalt, den haben wir mit der sehr jungen Mannschaft erreicht und darauf dürfen wir stolz sein. Jetzt heißt es Kraft tanken und dann greifen wir wieder an“, zog Manchings Trainer Steffen Zettier ein zufriedenes Fazit.
TSV Baar-Ebenhausen - DJK Ingolstadt 2:2 (0:1): „Die erste Halbzeit war nicht gut, aber in der zweiten konnten wir uns steigern und einen schönen Abschluss schaffen. Vielen Dank an unseren Trainer Wilhelm Zimmer und an die Spieler, die ausgeholfen und es uns ermöglicht haben, diese Rückrunde ordentlich über die Bühne zu bringen“, sagte Baar-Ebenhausens Sportlicher Leiter Daniel Winkelmeier. Sven Pasztor brachte die DJK nach 13 Minuten in Führung. Nach der Pause schaffte Alexander Kildau per Elfmeter den Ausgleich. Baar-Ebenhausen war nun am Drücker, aber Leutrim Beka nutzte einen Abwehrfehler zum 1:2 (58.). Den verdienten 2:2-Endstand stellte erneut Kildau her. „Zur Halbzeit war Baar-Ebenhausen mit dem 0:1 gut bedient. Sie haben dann eine tolle Reaktion gezeigt und wir konnten nicht mehr hochschalten. Auch, weil wir wegen zwei Zeitstrafen fast 20 Minuten mit zwei Mann in Unterzahl spielen mussten“, berichtete DJK-Coach Gaetano Di Terlizzi. Für sein Team geht es am Sonntag (15 Uhr in Pörnbach) in der Relegation gegen den BC Uttenhofen um den Klassenerhalt.
FSV Pfaffenhofen II - FC Tegernbach 5:2 (3:1): „Für unsere Rückrunde mit vielen Verletzten und schwieriger Personalsituation war das ein super Abschluss. Unser Sieg war verdient“, berichtete FSV-Trainerin Kerstin Yaylakci. Mert Karakas sorgte in der zehnten Minute für den Führungstreffer. Vor der Pause brachte dann der Doppelschlag von Stefan Humbach (40.) und Raphael Boser (43.) schon die Vorentscheidung, auch wenn Julian Lamshöft postwendend den Anschlusstreffer schaffte. Nach einer Stunde traf Thibault Winkler zum 4:1. Drei Minuten später konnte Tegernbachs Christoph Ratberger per Elfmeter verkürzen. Es war sein 26. Treffer, der ihm die Torjägerkanone sicherte. Zu einem Punkt reichte es jedoch nicht, Boser legte in der 89. Minute in seinem letzten Spiel für den FSV sein zweites Tor zum 5:2 nach. Tegernbach geht nun nicht gerade mit Rückenwind in das Relegationsspiel gegen den SV Karlshuld am Donnerstag (18 Uhr in Hundszell).

gam