Deutschlandweit unter den Besten

Hopfenchampions: Zwei Landwirte aus dem Kreis Pfaffenhofen geehrt

25.06.2022 | Stand 25.06.2022, 6:39 Uhr

Mit Urkunde und Medaille wurden Hopfenpflanzer für ihre herausragende Leistung geehrt. Gold holte sich in der Kategorie Spezial-Aromahopfen Georg Kraus aus Pörnbach mit der Sorte Hallertau Blanc.

Neun Pflanzerfamilien stehen für beste Hopfenqualität aus Deutschland, sechs von ihnen kommen aus dem Siegelbezirk Hallertau: Sie sind als Deutsche Hopfenchampions 2021 ausgezeichnete worden, darunter auch zwei Landwirte aus dem Landkreis Pfaffenhofen.



Den Bundesehrenpreis übergaben diese Woche Maike Dunkelberg und Werner Albrecht vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, sie überreichten die Urkunden und Medaillen. Auch die Ehrengäste, darunter stellvertretende Landrätin Kerstin Schnapp (Grüne) und Hopfenköniginnen und -prinzessinnen aus der Hallertau, Spalt und Tettnang gratulierten den Champions. Prämiert wurden die Besten in den Kategorien Bitterhopfen, Aromahopfen und Spezial-Aromahopfen.

Der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzer, Erich Lehmair, stellte die Gewinner kurz vor. Launig präsentiert wurden diese auch durch die Gstanzl-Sänger Florian und Wolfgang, die gut recherchiert haben und treffend die einzelnen Gewinner beschrieben.

Adi Schapfl, Präsident des Verbandes, betonte bei seiner Begrüßung die Bedeutung dieser Auszeichnung sowohl als Motivation für die Pflanzer, als auch zur Darstellung der weltweiten Spitzenqualität des deutschen Hopfens nach außen hin, im Sinne von „Tue Gutes und rede darüber“. Er bedankte sich bei den honorierten Pflanzerfamilien für ihr gutes Produkt und für ihr Engagement, „das dem Hopfen auf alle Fälle weiterhilft“. Er wünschte den Pflanzern, dass es nicht mehr hagelt: „Für heuer reicht es schon“ – denn einige habe es heuer schon erwischt.

Grußbotschaft vom Bundeslandwirtschaftsminister

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) schickte eine Grußbotschaft per Video. Er sprach den Hopfenpflanzern seine Anerkennung aus, dass sie auch in Zeiten schwieriger Produktionsbedingungen immer wieder ein überzeugendes Produkt liefern, und wünschte sich, dass dieser Bundesehrenpreis ein Ansporn ist, auch künftig höchste Qualität zu erzeugen.

Albrecht erklärte: „Wer diesen Bundesehrenpreis erhält, kann damit auch die Hopfenveredlern und Brauereien überzeugen.“ Man wisse, bei der Bonitierung gehe es sehr objektiv zu. „Es wird in Zukunft ohne besondere Nachhaltigkeitsnachweise nicht mehr gehen. Dieser Ehrenpreis ist ein Qualitätszeugnis und soll die Arbeit der Pflanzer honorieren, denn der Hopfen ist einfach anspruchsvoll.“

Anton Lutz als Fachmann für Hopfenzüchtung der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Hüll gab zum Thema Qualität und Bonitierung einen kurzen Überblick. Alle Sorten aus den Anbaugebieten Hallertau, Tettnang, Elbe-Saale und Spalt wurden bei der Bonitierung im Oktober 2021 in Hüll streng geprüft. „Die Alphasäuregehalte lagen bei allen Sorten, die im Wettbewerb waren, weit über den langjährigen Durchschnittswerten und erreichten bei den Hochalpahsorten Hallertauer Magnum, Herkules und Polaris historische Höchstwerte.“ Bei allen drei Kategorien entschieden nur kleine Unterschiede über die Platzierung.

PK



PREISTRÄGER

- Die Bundesehrenpreise bei den Aromahopfen gingen an Hopfenpflanzer aus allen drei Anbaugebieten. Gold errang Reinhold Baumann aus Tettnang mit der Sorte Spalter Select. Silber ging an Erwin Karrer aus Niederumelsdorf als Teil des Marktes Siegenburg in der Hallertau mit der Sorte Perle. Bronze ging an Stefan Scheuerlein aus Spalt mit der Sorte Spalter Select.

- Sieger bei den SpezialAromahopfen war Georg Kraus aus Pörnbach in der Hallertau mit der Sorte Hallertau Blanc, er wurde entsprechend mit Gold prämiert. Silber ging an Stefan Wöhrmann aus dem Neustädter Ortsteil Mühlhausen in der Hallertau mit der Sorte Mandarina Bavaria. Bronze holte sich die Ruther GbR aus Tettnang mit der Sorte Huell Melon.

- Bei den Bitterhopfen kamen alle drei Sortensieger aus der Hallertau. Gold erlangte Joseph Schuster aus dem Schweitenkirchener Ortsteil Preinerszell in der Hallertau mit der Sorte Herkules. Silber ging an Helmut Deinhofer aus Mainburg in der Hallertau mit der Sorte Polaris. Bronze holte sich Susanne Sixt aus Nandlstadt im Siegelbezirk Hallertau mit der Sorte Herkules.

PK