Dietfurt
Ruhestandspfarrer Markus Harrer feiert 90. Geburtstag

08.05.2023 | Stand 16.09.2023, 22:28 Uhr

Vertreter aus der Pfarreiengemeinschaft Dietfurt mit Stadtpfarrer Armin Heß haben am Samstag dem Ruhestandspfarrer Markus Harrer zum 90. Geburtstag gratuliert.

Pfarrer Markus Harrer hat am Wochenende seinen 90. Geburtstag gefeiert. Der Jubilar kam im September 2003 als Ruhestandsgeistlicher von Paulushofen nach Dietfurt und war eigentlich von Anfang an im sogenannten Unruhestand. Er war und ist auch in diesem hohen Alter aus der Pfarreiengemeinschaft nicht wegzudenken und brachte sich stets in einer der Pfarreien unter anderem als Zelebrant bei Gottesdiensten ein. Er tut dies heute noch. Auch sonst hilft er gerne überall aus. Harrer ist Pfarrer mit Leib und Seele und in der Seelsorgeeinheit Dietfurt sehr beliebt und geschätzt.

Kein Wunder, dass die Zahl der Gratulanten am Samstag sehr groß war. Offensichtlich war Harrer auch in seinen früheren Wirkungsstätten sehr beliebt, es kamen auch Abordnungen aus seinen früheren Pfarreien. Die Pfarreiengemeinschaft Dietfurt war vertreten durch Stadtpfarrer Armin Heß, Pfarrkurat Czeslaw Kubalski und Pfarrvikar Franz Scheliga, dem Pfarrgemeinderat mit der Vorsitzenden Monika Bäumler und ihrer Stellvertreterin Kathrin Kommescher sowie Andrea Ibel, dem guten Geist des Pfarrbüros.

Auch die übrigen Pfarreien der Seelsorgeeinheit besuchten den Jubilar an seinem Ehrentag. Die Pfarrei Paulushofen war vertreten mit dem Heimatverein, dem Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung. Der Dreigesang mit Helga Liebold, Antonella und Peter Gietl erfreute den Jubilar mit einem Ständchen ebenso wie die Dietfurter Montagssängerinnen Resi Sandner, Irmtraud Pöringer und Christa Feigl.

Aus der ehemaligen Wirkungsstätte Wolferstadt kamen der frühere Bürgermeister Xaver Schnirler und Schulleiter Anton Auenhammer. Sie haben zusammen mit Harrer seinerzeit den Freundschaftskreis Frankreich ins Leben gerufen, der heute noch besteht. Auch Harrer selber war zweimal mit einer Jugendgruppe bei einem Frankreichbesuch dabei.

An zwei Tagen gaben sich die Gratulanten die Türklinke in die Hand, ein Zeichen der hohen Wertschätzung des Jubilars.

Geboren als siebtes von acht Kindern

Der Jubilar wurde am 6. Mai 1933 als siebtes von acht Kindern in Lay bei Hilpoltstein geboren, das zur Pfarrei Weinsfeld gehört. 1960 weihte ihn in Eichstätt Bischof Josef Schröffer zum Priester. Harrer wirkte als junger Priester zunächst in Roth, später in Ingolstadt, Wolferstadt/Otting sowie in Nürnberg. Am 1. September 1993 übernahm er die Pfarreien Paulushofen und Kirchbuch. Als 2001 Stadtpfarrer Paul Trollmann aus gesundheitlichen Gründen die Pfarrei Dietfurt abgab, wurde Harrer Administrator der Pfarreiengemeinschaft Dietfurt, Hainsberg und Staadorf.

Der damalige Pfarrgemeinderatsvorsitzende Anton Bachhuber hatte sich sehr darum bemüht, Pfarrer Harrer nach seiner Pensionierung als Ruhestandsgeistlichen nach Dietfurt zu bekommen. 2003 zog Harrer mit seiner Schwester Agnes, die ihm den Haushalt führte, ins Benefiziatenhaus am Premerzhoferweg, direkt neben dem Antoniusbrunnen.

Als Stadtpfarrer Jürgen Poppe erkrankte, leitete er mit viel persönlichem Einsatz die Pfarreiengemeinschaft, bis Stadtpfarrer Gerhard Schlechta nach Dietfurt kam. Als Stadtpfarrer Schlechta schwer stürzte, war es erneut der Jubilar, der die Pfarreiengemeinschaft leitete. Er ist überall ein beliebter Seelsorger, ob in der Pfarreiengemeinschaft, im Franziskanerkloster, im Altenheim oder auch bei der Bevölkerung. Für ihn gilt die Bezeichnung i.R. als Pfarrer „in Reichweite“.

Der Geistliche ist sehr belesen, forscht voller Leidenschaft in alten Büchern und Chroniken, so auch in der Klosterbibliothek. Gerne arbeitet er mit dem Computer und ist online unterwegs.

Schon als 14-Jähriger war er mit dem Fahrrad von Lay nach Eutenhofen geradelt, wo sein Onkel Pfarrer war. So lernte er früh Dietfurt kennen. Vor sechs Jahren starb seine Schwester Agnes, die ihm 51 Jahre lang den Haushalt geführt hatte.

Seit bald 20 Jahren in Dietfurt wohnhaft

Pfarrer Harrer war an keiner seiner Wirkungsstätten so lange wie in Dietfurt. Im September werden es 20 Jahre.

Eigentlich hatte er seinen runden Geburtstag in aller Stille begehen wollen, doch das sollte ihm ob seiner großen Beliebtheit und der Wertschätzung der Dietfurter und der früheren Pfarreien nicht gelingen. Zu den vielen Dankesworten kam der Wunsch, dass sich Pfarrer Harrer noch lange in Dietfurt als Seelsorger einbringen kann.

grb