Dietfurt
Riesiges Interesse an Bürgerversammlung für die Senioren in Dietfurt

27.11.2023 | Stand 27.11.2023, 14:40 Uhr

Überaus groß ist das Interesse an der Bürgerversammlung für Senioren gewesen. Fotos: Hradetzky

Kein einziger Stuhl ist frei geblieben bei der Bürgerversammlung für die Senioren der Großgemeinde Dietfurt. Neben Informationen und der Möglichkeit zum Austausch mit den Bürgermeister kam auch die Unterhaltung nicht zu kurz. Nach dem informellen Teil spielte am Kathreintag Alleinunterhalter Wolfgang Hauke letztmals vor der Advents- und Weihnachtszeit zum Tanz und zur Unterhaltung auf.

Doch zunächst informierte Bürgermeister Bernd Mayr (FW) die ältere Generation über die Projekte und Maßnahmen im vergangenen Jahr. Unter anderem wurden mehrere Radwege im Rahmen des Stadt-Land-Förderprogramms geschaffen wie der von Griesstetten nach Mallerstetten. Beim Thema Glasfaserausbau war im Saal ein allgemeines Schmunzeln zu vernehmen. „Man freut sich als Stadt über den eigenwirtschaftlichen Ausbau der Deutschen Glasfaser, aber es war eine Mammutaufgabe, jede Straße, jeder Gehweg wurde aufgerissen.“ Wenn schlecht gepflastert wurde, hätten dies die Bautechniker vor Ort geprüft und darauf gedrungen, dass nachgebessert wurde, da nach fünf Jahren die Garantie verlöscht. „Ein Hoch auf unsere Bautechniker“, so Mayr. Auch der Bauhof sei wieder sehr fleißig gewesen sei und habe einige Rasengittersteine gelegt, um die Straßenkanten zu schonen.

PV-Anlagen geplant auf allen städtischen Gebäuden

Nach und nach sollen die städtischen Gebäude mit PV-Anlagen versehen werden, wie etwa bei der Kläranlage oder beidseitig am Wertstoffhof. Fortsetzen möchte man mit der Installation von PV-Anlagen auf dem Dach des Rathauses, dessen letzter Umbau 1971 war. Hier gebe es noch eine Stromheizung. Mittelfristig könne man mit einer PV-Anlage viel Geld einsparen. Auch beide Kindergärten sollen mit PV-Anlagen ausgestattet werden. Aus dem Ortsteil Arnsdorf sei die Anregung gekommen, im Bürgermagazin eine Aufstellung über die Einhaltung der Geschwindigkeitsgrenzen von Verkehrsteilnehmern für jeden Ortsteil abzubilden.

Das Thema Gehbahnen werde ab dem nächsten Jahr in drei Abschnitten bewerkstelligt, damit Rollatoren und Rollstuhlfahrer die Wege besser passieren könnten –zunächst der Abschnitt um die Kirche am Kulturhaus, dann die Ringgasse und als letztes rund um den Goggerturm. Die Stadt habe die Schleuse 12 erworben: Die Stadtverwaltung sei für Vorschläge hinsichtlich eines Nutzungskonzeptes für das unter Denkmalschutz stehende Schleusenwärterhäuschen immer aufgeschlossen.

Dann waren die Senioren am Zug. Die Seniorenbeauftragte Martha Thumann (FW) bedankte sich für die ausführlichen Darlegungen des Rathauschefs. „Schön, dass die Gehbahnen nun kommen!“, meinte die Stadträtin. Wie es mit dem Hanwha-Gebäude weitergeht, wollte ein Bürger wissen. Der Stadt gehöre nichts und als Gemeinde habe man sehr wenig Möglichkeiten Einfluss zu nehmen, erfuhr er. Es sei wohl ein Interessent im Gespräch mit den Eigentümern, aber wie sich die Verhandlungen konkret entwickelten, darüber wisse die Stadt nicht Bescheid.

Ob in das alte Edeka-Gebäude wieder etwas hineinkomme, wollte ein Versammlungsteilnehmer wissen. Mayr verwies auf den neuen Dorfladen der Firma Wittl, ein neuer Vollsortimenter komme nicht mehr auf das Gelände. Die unübersichtliche Verkehrssituation von Norma hinüber zum Edeka-Markt brachte ein weiterer Bürger ins Gespräch, sowohl mit dem Fahrrad als auch zu Fuß sei das Überqueren der Straße gefährlich.

Zebrastreifen bei den Supermärkten abgelehnt

Mayr erklärte, dass bereits eine Zone 30 eingerichtet wurde und es eine Verkehrsschau mit der Sachgebietsleiterin des Landratsamtes sowie mit der Polizei Parsberg/Neumarkt gegeben habe. Einen Zebrastreifen habe die Polizei bereits abgelehnt. „Wir werden an dieser Stelle etwas machen“, versprach er. Ein weiterer Besucher fragte, ob es in der Mallerstetter Straße sowohl eine Tempo-30-Zone als auch die Einbuchtungen bräuchte. Dass der Gehsteig in der Bahnhofstraße schräg gegenüber der Praxis für Physiotherapie zu eng sei, stellte eine andere Bürgerin fest. Im Premerzhofener Weg sei eine völlig verwahrloste Liegenschaft, wo ein Auto schon vor Jahren abgestellt wurde. Die Gemeinde habe hier keine Handhabe, aber es könne eine Anordnung durch das Landratsamt erfolgen, erfuhren die Senioren.

Nachdem die Bürger ihre Anliegen vorgetragen hatten, beschloss die Seniorenbeauftragte die Bürgerversammlung und lud alle Anwesenden noch zum gemütlichen Ausklang bei Kaffee und Kuchen sowie der musikalischen Unterhaltung durch Wolfgang Hauke am Kathreintag ein.

khr