Breitenbrunn

Planung für Gewerbegebiet Dürn schreitet voran

Flächennutzungs- und Landschaftsplan werden neu aufgestellt

23.06.2022 | Stand 23.06.2022, 5:00 Uhr

Am Ortsrand von Dürn soll ein neues Gewerbegebiet entstehen. Foto: Sturm

Breitenbrunn – Der Breitenbrunner Marktgemeinderat hat den Billigungs- und Auslegungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes sowie zur Aufstellung eines Bebauungsplanes mit Grünordnungsplan für das Gewerbegebiet Dürn gefasst. Den Vereinen im Gemeindebereich, die einen Erste-Hilfe-Kurs anbieten, wurde eine 50-prozentige Kostenübernahme zugesagt.

Das Gremium hat im Juli 2021 beschlossen, für das Grundstück Flurnummer 288 der Gemarkung Dürn einen Bebauungsplan mit Grünordnungsplan aufzustellen und den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern. Mittlerweile fand auch die frühzeitige Bürger- und Behördenbeteiligung statt. Die eingegangenen Stellungnahmen wurden vom Planungsbüro Team 4 in die aktuellen Entwürfe eingearbeitet. Die Markträte stimmten den Abwägungsvorschlägen zu, billigten die Entwürfe der Änderung des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet Dürn“ mit Grünordnungsplan und beauftragten die Verwaltung, die Pläne öffentlich auszulegen.

Der Markt ist gerade dabei, den Flächennutzungs- und Landschaftsplan neu aufzustellen. Christian Krüßmann vom Planungsbüro Team 4 aus Nürnberg hat in der Zwischenzeit alle Bauflächenvorschläge aus einem vorangegangenen Workshop bewertet. Er stellte diese bei der Sitzung vor. Beispielsweise sind in dem ersten Vorentwurf gegenüber dem bisher geltenden Flächennutzungsplan rund 25 Hektar weitere Wohn- und Mischgebiete sowie 24,3 Hektar zusätzliche Gewerbegebiete enthalten.

Anhand von digitalisierten Plänen wurden die Entwurfsplanungen für alle Orte durchgesehen. Bürgermeister Johann Lanzhammer (FW) vertrat dabei die Ansicht, dass sich die vorgenannten Flächen im Laufe des Verfahrens noch reduzieren werden. Bis zum Herbst möchte das Büro Team 4 einen Vorentwurf mit Bericht vorlegen und auch die Abgabebereitschaft von Grundstückseigentümern abfragen. Bürgerversammlungen sollen den Weg hin zu einem neuen Flächennutzungs- und Landschaftsplan begleiten.

Wie auch bei der Diskussion um den Flächennutzungsplan, so entstand bereits zu Beginn der Sitzung wegen der unterschiedlichen Auffassungen des Bürgermeisters und des Marktrates Andreas Nutz (CSU) ein heftiger Wortwechsel. Ursache dafür war, dass der Bürgermeister die Sitzung wegen der Fülle der Tagesordnungspunkte gerne eine Stunde früher begonnen hätte. Von Nutz wurde dies, unter anderem mit Verweis auf einen Marktratsbeschluss, der einen Sitzungsbeginn um 19 Uhr vorsieht, abgelehnt. „Dieser Beschluss widerspricht unserer Geschäftsordnung“, erklärte Lanzhammer. Die schließe einen früheren Sitzungsbeginn nicht aus.

Etwas lauter wurde die Debatte auch, als es um das Erscheinen des Nachrichtenblattes ging. Der Dritte Bürgermeister Benedikt Habermann hatte einen Antrag auf wöchentliches Erscheinen gestellt und erklärte in der Diskussion: „Das Erscheinen des Mitteilungsblattes erfordert auch im Hinblick auf die Vereine Kontinuität.“ Lanzhammer erklärte, er wolle sich um ein wöchentliches Erscheinen bemühen, zusagen könne er dies wegen vieler Faktoren, etwa Urlaub von Mitarbeitern, Ferien oder Feiertagen sowie aus Kostengründen, aber nicht. „So viel Vertrauen in den Bürgermeister und die Verwaltung, das richtig zu entscheiden, muss es schon geben“, sagte er. Zu einer Abstimmung kam es nicht.

Stattgegeben wurde einem Antrag der Feuerwehren auf Kostenbeteiligung für Erste-Hilfe-Kurse. Nicht nur das, er wurde auf alle Vereine ausgeweitet. Diesen wird in Zukunft die Hälfte der anfallenden Kosten erstattet. Schließlich ging es noch um die Vergabe von Architekten- und Ingenieurleistungen für den geplanten Neubau einer Kindertagesstätte in der Gartenstraße. Die sollen nach der Entscheidung des Gremiums an das Architekturbüro Neumüller + Maurer aus Neumarkt vergeben werden. Aber erst, wenn die Grundstücksangelegenheiten in trockenen Tüchern sind.

swp