Dietfurt
Mehr als 100 Teilnehmer bei Bürgerversammlung in Töging

23.11.2023 | Stand 23.11.2023, 17:40 Uhr

Bis zum letzten Platz besetzt war das Wirtshaus in Töging. Foto: Stephan

Bis zum letzten Platz war das Dorfwirtshaus besetzt bei der Bürgerversammlung für die Dietfurter Ortsteile Töging, Grögling und Eichelhof in Töging. Der Dritte Bürgermeister Konrad Leidl (CWU) begrüßte dazu mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger. Neben Bürgermeister Bernd Mayr waren auch Rathaus-Vize Johannes Seelus (beide FW), die Stadträte Oliver Kuhn, Max Meier (beide CSU), Karl Böhm, Tobias Leidl, Martha Thumann, Anita Plankl und Johann Gietl (alle FW) gekommen.

Der Bürgermeister informierte zunächst über die bereits genehmigten oder beantragten Flächennutzungspläne für mögliche Freiflächensolaranlagen und stellte die ausgewiesenen Vorranggebiete für Windkraftanlagen vor. Mayr beleuchtete auch die finanzielle Entwicklung der Gemeinde. Ausbau und Erneuerung der Johann-Hummel-Straße hätten sowohl für die Anlieger als auch die Gemeinde einen Kraftakt bedeutet. Laut Mayr wurden auch Wasser- und Abwasserleitungen größtenteils erneuert. Die Anlieger hätten für 1,6 Millionen Euro eine völlig neue Erschließung bekommen.

In der Diskussion fragte Richard Wittmann nach den Abständen der Windkraftanlagen zur Nachbargemeinde, zu Zell und zu Neuses. Hier werde der Abstand von 1000 Meter nicht eingehalten, so Mayr. Josef Weiß fragte, ob und wie die Geschwindigkeit der Autofahrer speziell in der Ottmaringer Straße überwacht werde. Der Bürgermeister meinte, dass dies Sache der Polizei sei. Er berichtete auch, dass die mobilen gemeindlichen Geschwindigkeitsmessgeräte in naher Zukunft ausgelesen und das Ergebnis im Bürgermagazin veröffentlicht werde.

Einige Töginger Bürger wollten Informationen zu einer geduldeten Wohnnutzung bei Alcmona. Das Grundstück gehöre der Stadt.

„Soll, obwohl in Töging nach dem ersten Gasfaserausbau grundsätzlich ein vernünftiges Netz zur Verfügung steht, ein noch besserer Ausbau erfolgen?“, lautete die Frage von Helmut Schröder. Hier hofft der Bürgermeister, in die Förderung beim Ausbau des Gigabit-Netzes zu kommen.

Alexander Nuber und Christian Stiegler monierten zum gleichen Thema, dass das „schnelle“ Internet in Töging nicht überall verfügbar sei und immer wieder Störungen aufweise. Stiegler beschwerte sich auch darüber, dass bei der Kanalsanierung in Töging, die Anwohner sehr kurzfristig informiert wurden. Auch sei es bei der Wasserversorgung immer wieder zu Einschränkungen gekommen.

Spielplatz in Grögling in schlechtem Zustand

Michael Stephan sprach die Situation am Gröglinger Kinderspielplatz an. Die Geräte seien mehr als 25 Jahre alt. Es wurden bereits einige Geräte abgebaut, jedoch keinen neuen mehr aufgestellt. Ebenso sollte der Wanderweg am Bahndamm zur Nachbargemeinde Beilngries wieder begehbar gemacht werden. Es sei notwendig, dieses Teilstück auszuschneiden und zu mulchen. Auch werde gerade bei schlechter Witterung der Weg von Grögling nach Töging durch den Sandabbau sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Dieser müsse entweder von der Baufirma oder vom Bauhof instand gesetzt werden.
Michael Bauer interessierte der Sachstand beim Ersatzbau der Stromtrasse. Hier erklärte der Bürgermeister, ein Betretungsverbot für die öffentlichen Grundstücke ausgesprochen zu haben.

Christian Weigl erkundigte sich nach dem Zeitfenster für den Ausbau der Staatsstraße. Dies konnte der Bürgermeister nicht final beantworten, da außer Töging auch die Kreisstraße in Mallerstetten und die Staatsstraße von Wildenstein nach Predlfing anstehen.

Matthias Erfort erkundigte sich nach dem neuen Funkmast und welche Anbieter hier zum Zuge kommen. Der Mast wurde zwar von der Telekom gebaut, er kann aber auch von anderen Anbietern genutzt werden, erfuhr er.

Immer noch stehen die Baucontainer auf dem Sportplatz, obwohl die Baustelle längst abgeschlossen ist. Die Parksituation sei dadurch sehr eingeschränkt, so Karl-Heinz Böhm. Der Bürgermeister will sich darum kümmern. Die Stadträte Leidl und Böhm bezeichneten die Parksituation am Töginger Kindergarten als nicht optimal, hier solle eine 30er-Zone errichtet werden.

Nach dem Stand an den Töginger Friedhöfen fragte Franz Schauer. „Was passiert mit dem Leichenhaus am alten Friedhof und wann kommt die Verbindung zwischen altem und neuem Friedhof?“ Das Leichenhaus werde nicht abgerissen, so Bernd Mayr. Ende März sollen die Wege im alten Friedhof ertüchtigt werden, ebenso die aufgelassenen Gräber neu angesät werden. Wann eine Verbindung zum neuen Friedhof kommt, konnte nicht beantwortet werden.

Josef Weiß bat, dass fest installierte Lautsprecher an den Friedhöfen angebracht werden und bei der Sanierung der Friedhöfe auch noch das Holzkreuz überarbeitet wird.

Rammarbeiten bis in die Nacht hinein

Richard Wittmann wollte noch wissen, wann die Rammarbeiten bei der PV-Anlage in Hallenhausen fertig sind, die Bohrungen würden bereits um 6 Uhr beginnen und bis weit nach 22 Uhr andauern. Laut Bürgermeister müssten die Bohrungen fertig sein.

Bernhard Huml erkundigte sich nach der Zeitspanne für den Kauf von Bauplätzen und wie lange der Bauzwang gelte. Dieser gelte in der Regel drei Jahre, dann gehe der Platz wieder an die Gemeinde zurück, erklärte der Bürgermeister.

Oliver Kuhn beendete die umfangreiche, aber harmonische Bürgerversammlung und wünschte allen eine schöne Vorweihnachtszeit.

rfs