Festzug mit 89 Vereinen
Feuerwehr Breitenbrunn feiert ihre Gründung vor 150 Jahren

10.06.2024 | Stand 10.06.2024, 16:37 Uhr |

Am Umzug am Nachmittag nahmen zahlreiche Vereine und Ehrengäste teil. Fotos: Greiner

Mit einem sehenswerten Festprogramm hat die Feuerwehr Breitenbrunn am Wochenende ihr 150. Jubiläum gefeiert. Drei Tage lang verwandelte sich die Feuerwehr in eine Feierwehr. Der Höhepunkt war ein imposanter Festzug am Sonntag.

Schon seit dem Jahr 1874 retten, schützen und löschen die Brandbekämpfer im Marktflecken und stehen im Dienst am Nächsten. Das war wahrlich ein schöner Grund für die Stützpunktwehr gewesen, gemeinsam mit vielen Besuchern und Gästen ein rauschendes Fest zu begehen.

Der Festsonntag begann mit dem Weckruf und dem Einholen der Festdamen, des Patenvereins und der Delegation aus Breitenbrunn im Burgenland zu einem gemeinsamen Frühschoppen mit der Blaskapelle Breitenbrunn. Danach fand im Festzelt ein Gottesdienst statt mit Pfarrer Jacek Machura, Pfarrvikar Pater Ajimon Ponkurishu, Diakon Franz Kraus und Diakon Friedrich Bohnenstingl aus der österreichischen Partnergemeinde. Die Breitenmusiker umrahmten den Festgottesdienst musikalisch.

Pfarrer Machura sagte: „Wir können stolz und dankbar sein, dass sich in Breitenbrunn schon seit 150 Jahren Feuerwehrleute um den Schutz ihrer Mitmenschen kümmern und dabei immer wieder ihr Leben riskieren. Menschen in der heutigen Zeit in der Not zu helfen ist gelebte Nächstenliebe, dafür ein herzliches Vergelt’s Gott.“ Der Geistliche betonte, dass die Feuerwehrleute ihren Dienst auch zur Ehre Gottes tun. Er rief dazu auf: „Lasst uns unser Leben auf Gott aufbauen, er soll immer in unserer Mitte sein.“

Bürgermeister Johann Lanzhammer (FW) gratulierte als Schirmherr der Feuerwehr im Namen der Gemeinde. Er rief den Feuerwehrleuten zu: „Ihr seid pausenlos einsatzbereit, um im Notfall alles stehen und liegen zu lassen. Ihr geht für uns im wahrsten Sinne des Wortes durchs Feuer. An allen Brennpunkten seid ihr sogleich zur Stelle und packt überall an, wo es Not tut. Hierfür verdient ihr Hochachtung und Dank.“ Der Rathauschef überreichte dem Vorsitzenden Christian Braun eine Geldspende der Gemeinde. Landrat Willibald Gailler (CSU) betonte in seinem Grußwort: „In der heutigen Zeit, in der sich immer weniger Leute ehrenamtlich engagieren, ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die Verantwortung für die Sicherheit anderer übernehmen und die Herausforderung annehmen, kommende Generationen für das Ehrenamt zu begeistern. Erfreulicherweise muss man sich darüber hier in Breitenbrunn keine Gedanken machen.“ Für den Patenverein aus Kemnathen gratulierte der Vorsitzende Josef Paulus. „Euch in kameradschaftlicher Weise zu unterstützen in guten, in schlechten Zeiten füreinander da zu sein, das ist uns eine Verpflichtung.“ Die Festdamen, der Jubelverein und der Patenverein übergaben sich gegenseitig geweihte Fahnenbänder.

Am Nachmittag bahnte sich bei Sonnenschein der fantastische Festzug seinen Weg durch die Straßen des Marktes hin zum Festzelt, wo die Fahnenabordnungen mit donnerndem Beifall empfangen wurden. Viele Ehrengäste gaben sich ein Stelldichein: Bürgermeister Lanzhammer, die Bundestagsabgeordnete Susanne Hierl, Landrat Willibald Gailler (beide CSU), die Marktgemeinderäte mit den Bürgermeister-Stellvertretern Stefan Schmid (FW) und Benedikt Habermann (CSU) sowie die Feuerwehrführungskräfte mit Kreisbrandrat Jürgen Kohl an der Spitze. Heimat- und Finanzminister Albert Füracker (CSU) war schon beim Bieranstich dabei. Fahnenabordnungen von 89 Vereinen, darunter ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten vom Patenverein aus Kemnathen, eine vielköpfige Abordnung der Feuerwehr aus Breitenbrunn am Neusiedler See sowie Musikkapellen aus Seubersdorf, Mühlbach, Staufersbuch, Dietfurt, Breitenbrunn, Lupburg, Töging, ja sogar aus Breitenbrunn im Allgäu, jubelnde Festdamen in bunten Roben, unzählige Feuerwehrleute in festlichen Uniformen, Fahnen, wohin das Auge reichte, strahlende Gesichter überall und begeisterte Zuschauer entlang der Straßen: Es war ein farbenprächtiger Festzug. Für den musikalischen Ausklang am Sonntagabend war die Seubersdorfer Blasmusik zuständig.

swp