Sandsäcke nicht benötigt
Breitenbrunn bleibt von schweren Schäden verschont

03.06.2024 | Stand 03.06.2024, 18:38 Uhr |

Die Bachhaupter Laber hat sich in Breitenbrunn zwar in eine braune Brühe verwandelt, ist aber in ihrem Flussbett geblieben. Am Kinderspielplatz bildete sich ein kleiner See. Fotos: Greiner

Die Starkregenereignisse der vergangenen Tage haben in Breitenbrunn zum Glück keine größeren Schäden angerichtet. „Wir sind glimpflich davongekommen“, bilanzierte Bürgermeister Johann Lanzhammer (FW).

Breitenbrunn liegt in einer Naturlandschaft, durch die sich viele kleine Bachläufe durch biotopgeschützte Täler schlängeln. Vom Heutal her kommend, bahnt sich beispielsweise die Wissinger Laber ihren Weg, vorbei an der Kindertagesstätte S. Marien und einem großen Spielplatz, durch den Ort. Sie ist trotz der zeitweise heftigen Niederschläge nicht über ihre Ufer getreten. Auf dem weiträumig angelegten Kinderspielplatz hat sich ein kleiner See gebildet, offensichtlich weil die große Wiese die vom Himmel herab kommenden Wassermengen nicht mehr aufnehmen konnte.

Vom Weiler Bachhaupt her schlängelt sich die Bachhaupter Laber, vorbei an der Wallfahrtskirche St. Sebastian und am Biotop neben der Staatsstraße 2234, nach Breitenbrunn hinein, wo sie sich kurz hinter der Johannes-Brücke mit der Wissinger Laber zur Breitenbrunner Laber vereint. Die Bachhaupter Laber hat sich zwar auf ihrem Weg nach Breitenbrunn in eine braune Brühe verwandelt, ist aber trotz des ansteigenden Pegels in ihrem Flussbett geblieben. Lediglich die Wasserfläche das Biotops hatte sich durch die Regenfälle ein ganzes Stück ausgebreitet.

Nach den Worten des Bürgermeisters ist auch das immer wieder einmal von Überschwemmungen heimgesuchten Dorf Gimpertshausen von neuerlichen Fluten verschont geblieben. Dort habe man in weiser Voraussicht schon Sandsäcke vorbereitet. Einsetzen habe man diese aber nicht müssen.

Der Kommandant der Stützpunktfeuerwehr, Matthias Kraus, sagte unserer Zeitung, dass die Wehr zu keinem Einsatz ausrücken musste. Lediglich in die Kreisstadt Neumarkt sei man gefahren, um beim Befüllen von Sandsäcken mitzuhelfen.

Lukas Friedl, Fachkraft für Abwassertechnik an der Kläranlage Breitenbrunn, berichtete, dass man im Ortsteil Hemberg Oberflächenwasser abpumpen musste, das in einen Schmutzwasserkanal geflossen ist. „Bei dem starken Regen war das Pumpwerk einfach überfordert“, sagte er. Also lautet das Fazit: Breitenbrunn ist von schweren Schäden verschont geblieben.

swp