Weite Wege zum stillen Örtchen
Aufzug für das Töginger Schloss beschäftigt den Dietfurter Bauausschuss

09.07.2024 | Stand 09.07.2024, 16:19 Uhr |

In dem freien Raum zwischen Treppe und Gang im Schloss Töging ließe sich ein Aufzug einbauen. Foto: Grad

Erst unter Anfragen und Verschiedenes sind bei der jüngsten Sitzung des Dietfurter Bau- und Umweltausschusses am Montagabend verschiedene schwierige Maßnahmen zur Sprache gekommen. Karl Böhm (FW) erinnerte zunächst an den geplanten Aufzug im Töginger Schloss. Der Festsaal ist im ersten Stock, ebenso die Toilette für die Männer. Die Frauen müssen noch ein Stockwerk höher steigen. Gerade für ältere Leute sei das eine Zumutung, so Böhm, wie es gerade erst beim Jubiläum der Krieger- und Soldatenkameradschaft zu erkennen war.

Nach Böhms Aussage ist die Planung für einen Aufzug im freien Raum zwischen Treppe und Gang fertig, auch der Denkmalschutz hat seine Zustimmung gegeben, aber das Projekt wird immer wieder verschoben. Ilse Werner (CSU) äußerte Bedenken wegen des Fundaments, doch laut Böhm hat ein Statiker alles untersucht und seine Zustimmung gegeben. Bürgermeister Bernd Mayr (FW) bezweifelte die Zustimmung des Denkmalamtes, er will sich zunächst die Unterlagen ansehen. Werner sprach die Kosten für den Betrieb des Aufzugs an, Max Koller hatte beim Fest von Alternativen gehört zu der aktuellen Planung.

Dann waren die vielen Straßenbauarbeiten in und um Dietfurt ein Thema. Hier bahne sich ein Verkehrschaos an, befürchtete Tobias Leidl (FW). In Töging wird bereits seit Längerem in der Ortsdurchfahrt gebaut und jetzt werde auch noch ab 15. Juli die Ortsdurchfahrt in Mallerstetten gesperrt, die der Landkreis ausbaut, während in Töging für die Hauptstraße der Staat verantwortlich ist.

Um große Umfahrungen zu vermeiden, ist laut Bürgermeister Mayr geplant, die Kreisstraße durch Mallerstetten zuerst auszubauen und dann erst in Töging weiterzumachen. Ilse Werner wunderte sich darüber und schlug vor, die Arbeiten in Töging durchzuziehen. Johann Gietl (FW) fragte nach Sperrungen in Mallerstetten. Jetzt am Anfang sei die Straße nach Stetterhof noch frei, erfuhr er. Wenn die Arbeiten beim Gasthaus Benz angelangt sind, dann gebe es Probleme. Bürgermeister Mayr will noch mitteilen, wie die Baumaßnahmen getaktet werden. Er gab außerdem bekannt, dass der Ausbau der Kreisstraße durch Wildenstein und weiter nach Predling für heuer nicht sicher sei. Karl Ferstl (CSU) beklagte die langen Wege bei den Umfahrungen und schlug vor, dass auf der Straße von Töging nach Beilngries für kurze Zeit auch Lastwagenverkehr möglich ist. Laut Bürgermeister sind Dietfurt und Beilngries dafür, die Entscheidung liege bei den Landratsämtern Neumarkt und Eichstätt.

Oliver Kuhn (CSU) wies darauf hin, dass es Befürchtungen gebe wegen der Deponie, die beim Bau des MD-Kanals mit dem Aushub angelegt wurde. Sie könne eventuell ins Rutschen kommen, so Kuhn, wie ältere Leute aus Ottmaring befürchten. Karl Ferstl war aufgefallen, dass das Regenwasser auf den Straßen in Schweinkofen und Wildenstein nur schwer abläuft. Bürgermeister Mayr versicherte, der Sache nachzugehen.

Die restliche Tagesordnung war schnell abgearbeitet, in Oberbürg wird an eine bestehende Halle eine Garage angebaut und in Hallenhausen ein Holz-Haus mit Doppelgarage. Die Erschließung des Bauplatzes ist komplett vorhanden, die großen Dachüberstände stellen kein Problem dar. Die größte Baumaßnahme ist die Errichtung eines Stalls für Milch- und Jungvieh in Gundelshofen. Das Gebäude für 53 Kühe wird 43 Meter lang und 28 Meter breit. Eine Güllegrube vervollständigt die ganze Anlage, der Brandschutznachweis ist vorhanden.

grj