Square-Dance-Spargelspecial
Volles Haus bei den Lenbach Swingers im Wandererheim

21.05.2024 | Stand 21.05.2024, 5:00 Uhr

Immer in Bewegung waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Spargelspecial in Aresing. Foto: Engl

Volkstanz? Ja! Aber ganz anders. Westernhemd statt Trachtenjanker. Square Dance war am Samstagabend im Aresinger Wandererheim angesagt. Die Lenbach Swingers hatten zum Spargelspecial geladen. Na, dann: Rollpromenade. Yee-Haa.

Mindestlevel nennt sich Mainstream



Vom Vereinspräsidenten Franz Roth und der für Public Relations zuständigen Elisabeth Wagner erfuhren Interessierte auf Nachfrage viele Details, die dem Durchschnittsmenschen wohl kaum bekannt sein dürften. „Heute hier mitmachen und mittanzen kann nicht jeder, man muss schon einen gewissen Level an Tanzschritten beherrschen. Das Mindestlevel nennt sich Mainstream und umfasst etwa 70 Figuren, mit denen man überall auf der Welt und heute auch hier im Saal tanzen kann“, erklärten die beiden. „Da musst du aber schon einige Zeit im Verein mitüben und dann auch eine Art von Prüfung ablegen, ehe Du das alles beherrscht“.

Der Verein hat seinen Sitz in Mühlried. Geübt und getanzt wird jeden Donnerstag von 19.30 bis 21.30 Uhr im Sportpark Mühlried, in der Regel in Square-Dance-Kleidung.

„Zum Outfit“, so Elisabeth, „gehören bei den Männern Jeans mit langärmeligen Westernhemden mit Kragenecken und Halstuch oder Krawattenschnur, die Damen tragen Tellerrock, weitschwingenden Petticoat oder langen Westernrock. Cowboystiefel, Dance- Stiefel oder -Stiefeletten empfehlen sich als passendes Schuhwerk. Ein Cowboyhut macht sich gut, ist aber nicht Pflicht“.

Ein gesunder Sport



Interessant zu hören von Franz und Elisabeth war auch, dass Square Dance ein äußerst gesunder Sport ist. „Dein Puls ist immer auf einem gesunden Niveau, es ist aerobes Training, fördert Fitness und stärkt Herz und Lunge. Du bist ja immer in Bewegung, minimierst so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Also eine sehr kurzweilige Angelegenheit, um ordentlich Kalorien zu verbrennen. Beansprucht werden viele Muskeln und der Gleichgewichtssinn wird gestärkt. Du entspannt dich, baust Stress ab und tust auch Deinem Gedächtnis Gutes. So ganz nebenbei kannst du auch neue Freundschaften schließen oder Beziehungen pflegen“, erklärten die beiden.

Gleich zu Beginn des vergnüglichen Abends, natürlich war Mittags und Nachmittags mit Spargelgerichten und leckerem Kuchen auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt, konnte Franz Roth Andrea Lang, Vizepräsidentin vom EAASDC (European Association of American Square Dancing Clubs) willkommen heißen. Aktiv dabei waren dann Tänzer von Clubs aus Augsburg, Bad Tölz, Dachau, Dingolfing, Eggstätt, Erding, Erlangen, Esslingen, Miesbach, Herbrechtingen, München, Neuburg, Neutraubling, Nürnberg, sogar Gäste aus der Schweiz waren dabei.

Elisabeth erklärte weiter: „Bei uns geht nichts ohne die sogenannten Caller. Sie rufen zur Musik, welche Figur als Nächstes getanzt wird. Heute haben wir dafür Paddy und Rainer (Paddy Böhnke und Rainer Wagner) gewinnen können“. Ohne weitere Worte ging es dann gleich los mit dem Tanz, dessen Wurzeln in den USA liegen. Immer vier Paare bildeten ein Square. Es tanzten dann mehrere solcher Squares gleichzeitig, aber auch unabhängig voneinander.

Die Calls sind weltweit genormt, so dass ein Tänzer aus Deutschland zusammen mit Tänzern aus anderen Ländern weltweit tanzen kann. Schön zu sehen, wie die Figuren ineinanderflossen. Die Tänzer wechselten ihre Positionen und Tanzpartner, am Ende kamen sie wieder mit ihrem ursprünglichen Partner auf die Ausgangsposition zurück.

SZ