Ein guter Start ins Jahr
Schrobenhausener Bauer AG steigert Umsatz und Gewinn

11.05.2023 | Stand 16.09.2023, 22:17 Uhr |

Damit Helgoland erreichbar bleibt, wurde Bauer mit Sicherungsmaßnahmen an der Südmole des Hafens beauftragt – auf einer Länge von 70 Metern. Foto: Bauer AG

Der neue Vorstandschef der Bauer AG, Peter Hingott, hatte es bereits vergangene Woche im Interview mit unserer Zeitung angedeutet: Der Schrobenhausener Maschinenbau- und Tiefbauspezialist ist gut ins neue Jahr gestartet. Jetzt liegen die Zahlen vor.



„In allen drei Segmenten konnten wir im ersten Quartal sowohl die Leistungs- als auch die Ergebniskennzahlen steigern“, sagte Hingott am Donnerstag. So hat sich die Gesamtkonzernleistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,8 Prozent auf 513,0 Millionen Euro deutlich erhöht. Das Ebit lag mit 30,6 Millionen ebenso erheblich über dem Vorjahresergebnis von 4,1 Millionen Euro, wie das Ergebnis nach Steuern mit 4,9 Millionen Euro (Vorjahr: 1,6). Die Zahl der Beschäftigten blieb mit mehr als 12.000 im ersten Quartal stabil (Vorjahr: 11.925).

Auftragseingang ist leicht rückläufig



Auf weiterhin hohem Niveau bewegt sich den Angaben zufolge der Auftragsbestand des Konzerns, der gegenüber dem Vorjahr von knapp 1,48 Milliarden Euro leicht auf 1,43 Milliarden zurückging. Der Auftragseingang reduzierte sich um sechs Prozent auf 500,2 Millionen Euro. Dabei blieben die Segmente Bau und Maschinenbau weitgehend stabil. Anders sieht es im dritten Bereich aus, wo der Auftragseingang um 44,9 Prozent auf 57,7 Millionen Euro fiel: „Der Auftragseingang im Segment Resources ist so deutlich zurückgegangen, da im Vorjahreszeitraum sehr große Aufträge für den Bereich Bergbau enthalten waren. Der Auftragsbestand im Segment ist aber weiterhin gut, wobei wir leichte Rückgänge in Deutschland aber auch im Nahen Osten durch die Abarbeitung unserer Projekte haben“, sagte ein Sprecher auf Anfrage unserer Zeitung.

Hohe Inflation und gestiegene Zinsen belasten



Trotz der insgesamt guten Zahlen bleibt der Konzern vorsichtig: „Der gute Jahresstart bildet eine gute Ausgangsbasis, verändert aber unseren vorsichtigen Blick auf dieses Jahr nicht“, sagte Hingott weiter. Die größten Unsicherheitsfaktoren sind demnach die hohe Inflation, die gestiegenen Zinsen und Rohstoff- sowie Energiepreise und das damit verbundene Risiko eines Rückgangs der Wirtschaft. Diese Themen werden über das ganze Jahr potenzielle große Einflussfaktoren bleiben, die das Geschäft des Konzerns und das der Gerätekunden negativ beeinflussen können, hieß es. Daher erwarte die Bauer AG für das laufende Jahr unverändert einen leichten Rückgang bei der Gesamtkonzernleistung sowie ein Ebit zwischen 35 und 60 Millionen Euro.