Schützen aus Landkreis dabei
Reservisten und Zivilisten messen sich im Schießen mit Handfeuerwaffen der Bundeswehr

10.10.2023 | Stand 10.10.2023, 5:30 Uhr

Beim Gebietsverbandschießen erfolgte jeder Schuss unter den wachsamen Augen der Standaufsichten. Hier mit der Pistole P8. Foto: Schmitt

„Die Akzeptanz des Auftrags unserer Streitkräfte durch die Gesellschaft wird maßgeblich durch das Engagement unserer Reservisten und Reservistinnen in der freiwilligen Reservistenarbeit beeinflusst. Dieses Ziel verfolgen wir auch bei dienstlichen Veranstaltungen dieser Art“, erklärte Stabsfeldwebel Sven Köber den Hintergrund des Gebietsverbandschießens auf der Standortschießanlage der Bundeswehr in Stammham.

Der Portepeeunteroffizier im Landeskommando Bayern, Regionalstab Süd in Ingolstadt, ist da für Reservistenangelegenheiten zuständig und war als Gesamtleitender des Wettkampfes eingesetzt. Insgesamt waren 40 Mannschaften mit 160 Schützinnen und Schützen in zwei Wertungsklassen zum Schießen mit Handfeuerwaffen der Bundeswehr angetreten. In der Kategorie Gebietsverband Region 10 waren es 33 Teams, die Reservistenvereine des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen hatten sieben Mannschaften gemeldet. Geschossen wurden jeweils zehn Schuss mit dem Sturmgewehr G36 und der Pistole P8.

Da einige der Gäste solche Waffen noch nie zuvor in der Hand hatten, wurde vor Beginn des Schießens deren Handhabung genau und auch für Laien verständlich erklärt. Nicht nur diese Vorgehensweise diente vor allem der Sicherheit der Schützen und des Funktionspersonals. Um ein höchstes Maß an Sicherheit garantieren zu können, hatte Köber knapp 40 Männer und Frauen „im Dienst“. Die waren unter anderem als Aufsicht beim Schützen, als Standleitende, in der Auswertung oder bei der Essensausgabe eingesetzt.

Nicht alles klappte reibungslos. Die Stromanlage spielte den Veranstaltern den ein oder anderen Streich. Aber – und das zeichne einen Soldaten aus – das Improvisationstalent war einzigartig. Fazit: Kalte Würstchen mit Senf schmecken genauso gut wie warme Würstchen mit Senf. Aber das war wirklich nur ein einziger kleiner Schatten auf einer ansonsten mehr als gelungenen Veranstaltung. Stabsfeldwebel Köber konnte unterm Strich auch einen schönen Erfolg in der Nachwuchsgewinnung vermelden. „Heute haben sich tatsächlich drei Interessenten für eine Grundausbildung für Ungediente bei mir erkundigt“, so Köber, der für Fragen in dieser Richtung stets in seiner Dienststelle zur Verfügung stehe.

DK



Die Ergebnisse der Mannschaften des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen:



1. KSVK Joshofen I, 626 Ringe
2. SKV Untermaxfeld, 612 Ringe
3. KSV Aresing, 586 Ringe
4. KSVK Joshofen II, 569 Ringe
5. LRA ND/SOB, 545 Ringe
6. KSV Burgheim, 478 Ringe
7. KSV Aresing/SKV Karlshuld, 382 Ringe

Einzelwertung Sturmgewehr G36:
1. Tobias Schmatz, 97 Ringe
2. Ralf Schmitt, 97 Ringe
3. Jochen Lautner, 96 Ringe

(Bei Ringgleichheit entscheidet die Anzahl der geschossenen 10er über die Platzierung.)

Einzelwertung Pistole P8:

1. Dominik Dieck, 87 Ringe
2. Stephan Wolf, 84 Ringe
3. Bernhard Rupp, 82 Ringe