Oberhausen
Photovoltaikpläne im Rat vorgestellt

20.05.2024 | Stand 20.05.2024, 22:12 Uhr
Rainer Hamp

Auf 15 Hektar Fläche soll in Oberhausen ein Photovoltaik-Energiepark entstehen. Foto: Picasa, Symbolfoto

Die Firma Südwerk Energie GmbH plant bei Oberhausen auf etwa 15 Hektar Fläche einen Photovoltaik-Energiepark, Während der Gemeinderatssitzung am Donnerstag stellte ein Vertreter der Firma, Sebastian Neubauer, das Projekt vor. Demnach soll die Anlage jährlich etwa gut 20 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen, was den Bedarf von rund 500 Personen decken würde. Weil ein entsprechendes Unternehmen in Oberhausen ansässig wäre, könnte auch die Gemeinde mit Steuereinnahmen rechnen.

Die Module werde man bis zu 3,5 Meter hoch bauen, so dass die Flächen darunter verschieden genutzt werden könnten, etwa auch durch Säen von einheimischen Pflanzen ohne Dünger beziehungsweise Pflanzenschutzmitteln; sogar Kühe könnten auf den Flächen weiden. Man werde die Flächen zur Pflege an Landwirte vergeben.

Interessenten hätten sich schon gemeldet, so Neubauer. In Abstimmung mit den Naturschutzbehörden werde man ein Pflegekonzept erarbeiten. Den Strom werde man mittels Erdkabel ans Netz anbinden. Weil keine störenden Emissionen von der Anlage ausgingen, könne man Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Umwelt ausschließen, versicherte der Experte. Und schließlich wolle man Oberhausener Bürger für eine Beteiligung an der Anlage gewinnen.

Zur Stabilisierung des Verteilernetzes werde man auch Batterien einsetzen. Den Aufstellungsbeschluss der Gemeinde, so Bürgermeister Fridolin Gößl (CSU), werde man in der nächsten Ratssitzung verabschieden.

Haushaltsplan beschlossen



Ein weiterer Punkt war der Beschluss des Haushaltsplans und der Haushaltssatzung für 2024 sowie des Finanzplans 2023 bis 2027. Bürgermeister Gößl trug noch mal die wesentlichen Punkte vor. Satzung und Pläne wurden anschließend einstimmig beschlossen.

Im Anschluss stellte der dritte Bürgermeister Erhard Jackel fest, dass die Prüfung der Jahresrechnung für 2023 durch den Rechnungsprüfungsausschuss keine Beanstandung ergab. Das Ergebnis wurde einstimmig beschlossen und daraufhin auch der Bürgermeister und die Verwaltung für das Jahr 2023 einstimmig entlastet. Auch drei Bauanträge wurden besprochen. Anstelle des alten Feuerwehrhauses von Oberhausen, das abgerissen wird, entsteht dort eine Wohnanlage von zwei Mehrfamilienhäusern mit je sechs Wohneinheiten. Dabei wäre ein Spielplatz von 30 Quadratmetern Fläche vorgeschrieben. Weil auf so kleiner Fläche kaum Spielgerät aufgebaut werden können, wurde eine Ablösesumme von 10000 Euro festgesetzt, die zweckgebunden für andere Spielplätze verwendet werde. Dem Bauantrag wurde bei zwei Gegenstimmen zugestimmt.

Ebenfalls mit zwei Gegenstimmen verabschiedet wurde der Antrag zum Bau eines Pflegeheims in Oberhausen. Weil der vorgesehene olivgrüne Hausanstrich nicht bei allen Räten gut ankam, wolle man dem Bauherrn eine Begrünung empfehlen. Einem Bauantrag zur Errichtung einer Terrassen- und Balkonerweiterung in Sinning wurde einstimmig zugestimmt und gegen drei Pläne Ehekirchens wurden keine Einwände erhoben.

Beschlossen wurden folgende jährlich wiederkehrenden Zuschussanträge: 250 Euro für die Sozialstation Neuburg-Schrobenhausen sowie je 50 Euro für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die katholische Jugendfürsorge Augsburg, die Stiftung Deutsche Krebshilfe, den Bayerischen Blindenbund und die Multiple Sklerosegesellschaft Bayern. Für die 42 Wahlhelfer bei der Europawahl am 9. Juni beschloss man, eine Kfz- und eine Unfallversicherung abzuschließen; Kostenpunkt 138 Euro.

DK