Nato Tiger Meet
Neuburger Eurofighter und Soldaten werden im Juni nach Schleswig verlegt

27.05.2024 | Stand 27.05.2024, 6:43 Uhr

Unter den acht Eurofightern, die sich auf den Weg nach Schleswig zum Nato Tiger Meet machen, ist auch die fliegende Raubkatze, der Cyborg-Tiger, den die gespannte Öffentlichkeit vergangene Woche erstmals bewundern durfte. Foto: Nassal, Taktisches Luftwaffengeschwader 74

Im Juni wird es still rund um den Nato-Flugplatz Neuburg-Zell – zumindest, was den militärischen Flugbetrieb betrifft. Denn für das Taktische Luftwaffengeschwader 74 stehen in den nächsten Wochen einige wichtige Termine und Arbeiten an: das Nato Tiger Meet in Schleswig, die Abgabe der QRA-Bereitschaft (Quick Reaction Alert) sowie die jährliche Sanierung der Startbahn.



Wie vor Kurzem bereits berichtet, steht das nächste Nato Tiger Meet, diesmal in Deutschland, unmittelbar bevor. Es findet vom 3. bis zum 14. Juni statt. Gastgeber dafür ist das Taktische Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ in Schleswig. Beim Nato Tiger Meet handelt es sich um eine militärische Übung von Fliegerstaffeln aus Nato-Mitgliedsstaaten und befreundeten Ländern. Insgesamt werden in Schleswig-Holstein bis zum 14. Juni über 80 Flugzeuge sowie 1200 Soldatinnen und Soldaten aus 15 Geschwadern teilnehmen.

Acht Eurofighter unterwegs nach Schleswig

Und ein Teil von ihnen kommt aus der Ottheinrichstadt: Acht Eurofighter werden sich am Dienstag, 28. Mai, von Neuburg aus nach Schleswig begeben, um gemeinsam mit den elf teilnehmenden Nationen beim Nato Tiger Meet zu trainieren. Doch nicht nur die acht Eurofighter – unter ihnen befindet sich auch die neue Raubkatze, der Cyborg-Tiger – werden sich auf den Weg zum Nato Tiger Meet machen, auch rund 100 Soldatinnen und Soldaten werden nach Schleswig verlegt. Durch die gemeinsame Ausbildung in einem bereichsübergreifenden Einsatzkontext soll der Erfahrungsaustausch zwischen den Streitkräften ermöglicht werden, die es vom Taktischen Luftwaffengeschwader 74 dazu heißt.

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Diese Gelegenheit nutzt man auf dem Flugplatz in Neuburg-Zell gleich für einen weiteren wichtigen Termin: die turnusmäßige Startbahnsanierung. Diese steht laut Auskunft von Hauptmann Florian Herrmann einmal im Jahr an. „Für zwei bis vier Wochen ist der Flugplatz jährlich komplett geschlossen“, erklärt Herrmann, bezieht sich damit aber vor allem auf den militärischen Flugbetrieb. Es könne durchaus sein, dass zivile Luftsportgruppen dort fliegen werden.

Saniert werden sollen, überwiegend von Firmen aus der Region, dabei Fugen und Kanten, außerdem müssen die Landepunkte gereinigt werden, auch der Belag im Bereich der Alarmrotte bedarf einer Sanierung. Der Zeitraum sei laut Herrmann exakt so gewählt, dass das Geschwader zu diesem Zeitpunkt auf Übung ist. „In den letzten Jahren haben wir stattdessen eine Verlegung nach Lechfeld durchgeführt“, erzählt der Presseoffizier. Geschlossen sein wird der Flugplatz vom 3. bis 24. Juni.

Nörvenich sorgt im Juni für Sicherheit im Luftraum

Mit der Verlegung des Geschwaders nach Schleswig und der Schließung des Flugplatzes geht auch die Abgabe der QRA-Bereitschaft einher: Die Alarmrotte wird in diesem Zeitraum nach Nörvenich an das Taktische Luftwaffengeschwader 31 Boelcke übergeben. „In Nörvenich ist man dann im Juni für die Überwachung der Sicherheit im deutschen Luftraum zuständig“, erklärt Herrmann. Diese Aufgabe wird die Luftwaffe in der Ottheinrichstadt dann wieder ab dem 25. Juni übernehmen, wenn die Flieger zurückkommen.

Wer Fragen oder Anliegen hat, kann sich laut Mitteilung des Geschwaders an das Bürgertelefon des Luftfahrtamtes der Bundeswehr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/8620730 oder per E-Mail an fliz@bundeswehr.org wenden.

DK