Poolbillard im Altlandkreis Schrobenhausen
Meistertitel zum Greifen nah: PBC Hoaße Greim geht in der Verbandsliga Süd als Tabellenführer in den letzten Spieltag

26.05.2024 | Stand 26.05.2024, 12:30 Uhr

Steht mit dem PBC Hoaße Greim I dicht vor dem Aufstieg: Reinhold Wachall. Foto: M. Vogt

Die erste Vertretung des Poolbillardclubs Hoaße Greim steht dicht vor dem Gewinn des Meistertitels in der Verbandsliga Süd, nach dem jüngsten 6:4-Heimerfolg gegen den 1. PBC Sonthofen weisen die Mannen aus dem Altlandkreis Schrobenhausen weiterhin zwei Zähler Vorsprung auf den zweitplatzierten PBC Olimpia München auf. Oder, ein bisschen anders ausgedrückt: Sollten sie nun auch ihr letztes Saisonspiel – am 8. Juni zu Hause in Langenmosen gegen den BSV Fürstenfeldbruck III – für sich entscheiden, dann wäre ihnen der erste Tabellenrang definitiv nicht mehr zu nehmen.

Nein, wirklich leicht wurde es dem Spitzenreiter zuletzt nicht gemacht. „Aber trotzdem war unser Sieg am Ende verdient“, meint Jürgen Filp, der Sportwart des PBC Hoaße Greim. Vor allem auf Thorsten Toll und Reinhold Wachall war gegen den Tabellenvorletzten aus Sonthofen Verlass – denn beide fuhren jeweils zwei Einzelerfolge ein. Daniel Schmid sowie Alexander Ortner punkteten jeweils einmal – und schon war der wichtige Heimtriumph gegen die Gäste aus dem Allgäu in trockenen Tüchern.

Geht es rein nach der Papierform, dann ist der PBC Hoaße Greim I auch am 8. Juni klar favorisiert. So hat der Tabellenführer nicht nur jede seiner vier bisherigen Heimpartien gewonnen – auch das Hinspiel beim BSV Fürstenfeldbruck III war klar mit 8:2 an ihn gegangen. Mit anderen Worten: Sollten ihnen die eigenen Nerven keinen Streich spielen, dann spricht eigentlich kaum noch etwas dagegen, dass die Mannen aus dem Altlandkreis Schrobenhausen in knapp zwei Wochen den Aufstieg in die Oberliga perfekt machen werden – also in die höchste Spielklasse, die es in Sachen Poolbillard in Bayern gibt.

Nicht viel zu lachen gab es zuletzt für die zweite Mannschaft des PBC Hoaße Greim: Sie ging beim souveränen Spitzenreiter der Landesliga Mitte, dem BSV Pfaffenhofen I, mit 1:9 unter. „Der Sieg der Gastgeber ging zwar in Ordnung – aber so klar, wie es das Gesamtergebnis vermuten lässt, war das Ganze nicht“, berichtet Filp. Am letzten Spieltag der Saison 2023/24 – am 1. Juni gegen die TSG Roth 08 II – genießen die Seinen nochmals Heimrecht. Sollte hierbei ein Sieg herausspringen und der BSV Pfaffenhofen II am selben Tag beim BSC Ingolstadt II komplett leer ausgehen, dann würden die Mannen aus dem Altlandkreis Schrobenhausen sogar noch Rang zwei im Schlussklassement belegen – trotz der jüngsten 1:9-Klatsche.

Weiter zur dritten Garnitur des PBC Hoaße Greim in die Kreisliga Oberbayern Nord: Sie schlug zuletzt zwar den BSC Ingolstadt III mit 6:4 – aber trotzdem steht schon jetzt fest, dass sie den vorletzten Tabellenplatz nicht mehr verlassen kann. „Ja, dieser Sieg war von außen gesehen tatsächlich völlig unbedeutend – aber für unsere Moral war er trotzdem sehr wichtig“, sagt Filp hierzu.

Bleibt noch die vierte Mannschaft des inzwischen in Langenmosen beheimateten Vereins. Eigentlich wollte sie mit einem Sieg in Geisenfeld die dortigen Billardfreunde vom zweiten Tabellenrang der Kreisklasse Oberbayern II herunterbefördern – aber das Vorhaben ging schief. „Wir fanden zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Und dann gelang es uns nicht mehr, den Bock doch noch umzustoßen“, so das Fazit von Filp nach der knappen 4:6-Auswärtsniederlage der Seinen.

SZ