Umbau an der Spitze
Maschinenringe in Neuburg: Geschäftsführer Ballis geht Ende des Jahres

13.05.2024 | Stand 13.05.2024, 17:30 Uhr

Das neue Führungstrio: der langjährige Geschäftsführer Erwin Ballis (Mitte) bleibt noch bis Ende des Jahres, sein bisheriger Stellvertreter Norbert Binger (r.) und Lena Ruß. Foto: Patrick Fischer/BMR

Erwin Ballis war beinahe drei Jahrzehnte eines der prägenden Gesichter der Maschinenringe. Spätestens kommendes Jahr wird für ihn Schluss sein. Für einen sanften Übergang hat das Unternehmen, das Landwirte und Erzeuger in aller Welt unterstützt und vernetzt, bereits gesorgt.

Die Führung der Maschinenringe Deutschland bekommt Zuwachs und zugleich steht ein Abschied an: Neben dem langjährigen Geschäftsführer Erwin Ballis, der sich spätestens 2025 von der Spitze der Maschinenringe verabschieden möchte, stehen nun auch Norbert Binger, zuletzt Leiter des Fachbereichs LandEnergie, und Lena Ruß, einst Projektleiterin für Entwicklungszusammenarbeit, in der Unternehmensleitung. Binger übernimmt die Leitung der Maschinenringe Deutschland, während Lena Ruß künftig offiziell der Maschinenring Foundation vorstehen wird, so das Unternehmen.

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Bis Ende des Jahres werde Ballis gemeinsam mit Binger und Ruß die Geschicke der Maschinenringe lenken. Dann wolle er sich nach 28 Jahren an der Spitze in den Ruhestand verabschieden. „Mit den neuen Geschäftsführern sind wir bestens für die Zukunft aufgestellt. Wir haben ein unfassbar tolles Team hinter uns. Die Verbindung zum Landwirt und unsere Vorreiterrolle in der Landwirtschaft sind das, was uns antreiben“, wie sich Ballis zitieren lässt.

Binger: Unterstützen den „wichtigsten Beruf der Welt“



Norbert Binger war bereits seit Jahren stellvertretender Geschäftsführer der Maschinenringe Deutschland. Sein Credo für die Zukunft lautet: „Gutes und Erprobtes bewahren, gleichzeitig Neues wagen und Chancen für die Landwirtschaft ergreifen.“ Dazu will er sich verstärkt auf die Themen Digitalisierung und den Landwirt als Akteur in der Energiewende konzentrieren. „Wir wollen für den wichtigsten Beruf der Welt, den Landwirt, die besten Dienstleistungen anbieten und ihn beim Erreichen seiner Ziele unterstützen“, sagt Binger.

Neben Binger gehört künftig auch Lena Ruß zur Führung. Sie ist Landwirtin und hat einen eigenen Betrieb. „Wir sind in Krisenfällen, wie der Flutkatastrophe im Ahrtal, für unsere Landwirte da und unterstützen ihre Betriebe einfach und unkompliziert in Not“, erklärt sie die Arbeit der Foundation. Die Stiftung wolle den Maschinenring-Gedanken in die Welt tragen. „Unser erklärtes Ziel ist die Bekämpfung des Welthungers. Wir wollen Landwirte weltweit mit Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen.“ Oftmals fehle schlicht der Zugang zur Technik. Hier greife man unter die Arme.

Die Maschinenringe unterstützen beispielsweise Kaffeebauern in Westafrika. Ballis führt zudem das Beispiel Senegal an, wo er sich gerade erst aufhielt. In wenigen Jahren könne sich der Senegal mit Unterstützung der Maschinenringe selbst versorgen. Das mache die Arbeit so sinnstiftend, erklärt er. Kleine Veränderungen könnten große Auswirkungen haben.

DK