Rund 450 Aussteller kommen nach Neuburg
Jagdtage in Grünau: Deutschlands größte Outdoormesse für Jäger und Schützen im Oktober

18.08.2023 | Stand 12.09.2023, 23:21 Uhr

Rund um das Schloss Grünau trifft sich ab 13. Oktober das Who’s who der deutschen Jagdszene. Foto: Müller-Toùssa (DK-Archiv)

Zum neunten Mal finden vom 13. bis 15. Oktober im und rund um das Schloss Grünau die Internationalen Jagd- und Schützentage statt. Die von der Reich Messen GmbH veranstaltete Jagdmesse ist die größte ihrer Art in Deutschland.

Die Landesjagdverbände und der Deutsche Jagdverband (DJV) präsentieren sich unter der Federführung des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) gemeinsam auf einer Sonderfläche von rund 600 Quadratmetern. Rund 450 Aussteller aus dem In- und Ausland, darunter zahlreiche Hersteller international führender Marken der Waffen- und Optikbranche, präsentieren neben Altbewährtem auch ihre Neuheiten.

Drei Jagdpräsidenten und zwei Minister in Grünau

Welchen Stellenwert die Messe inzwischen hat, zeigt ein Blick auf die Liste der illustren Gäste, die nach Neuburg kommen. Neben Schirmherrin und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber werden Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und mit Prinz Leopold und Prinz Wolfgang von Bayern zwei Vertreter des Hauses Wittelsbach sowie erstmals gleich drei Präsidenten von Landesjagdverbänden erwartet. Es sind dies Ernst Weidenbusch (Bayern), Jörg Friedmann (Baden-Württemberg) und Toni Larcher (Tirol). Auch Helmut Dammann-Tamke, der neue Präsident des DJV, und seine Vize Nicole Heitzig haben ihr Kommen angekündigt.

Die Jagdverbandshalle ist gleichzeitig Treffpunkt und Informationsplattform der jagenden Besucher aus allen Regionen Deutschlands und darüber hinaus. Auf der dort integrierten Aktionsbühne wird es täglich hochkarätig besetzte Diskussionsrunden, Podiumsgespräche und Vorträge zu aktuellen Themen aus Jagdpolitik, Jagdpraxis und jagdlichem Brauchtum geben.

Die zahlreichen technischen Neuheiten werden in Grünau mit traditioneller Handwerkskunst im jagdlichen Umfeld zusammengebracht. Es wird, so teilt Projektleiter Leopold Reich mit, „größter Wert auf Qualität statt auf Quantität gelegt“ und die Besucher sollen zuschauen können, wie ein Gamsbart gebunden, eine Lederhose bestickt oder eine Basküle graviert wird. Auch über den neuesten Stand in Sachen Wärmebildtechnik oder Wildkamera gibt es Informationen.

Wichtig ist bei der Jagdmesse natürlich auch das Rahmenprogramm, schließlich sollen auch nicht jagende Besucher auf ihre Kosten kommen. Angesagt haben sich verschiedene Jagdhornbläsergruppen, die schottische Drum and Pipe Band, Gebirgs- und Böllerschützen oder auch die Bundesmusikkapelle Angath Tirol mit einer Schützenabordnung. Ein Höhepunkt dürfte das große Jagdhornbläserkonzert im Innenhof des Schlosses werden, zu dem diesmal noch mehr Bläsergruppen als im vergangenen Jahr erwartet werden – und damals glänzten schon über 300 Jagdhörner in der Sonne.

43 Jagdhunderassen im Hundedorf

Das Hundedorf in Zusammenarbeit mit dem BJV fällt heuer noch größer aus. Insgesamt sind 43 Jagdhunderassen dabei, darunter erstmals Westfalenterrier, Spinone Italiano und Slowakische Raubart. Neu ist in diesem Jahr ein Welpenkurs, der vom Bezirksjagdverband Regensburg organisiert wird. Dieser hat eine eigene Welpenfibel entwickelt, die am BJV-Stand vorgestellt wird. Zum ersten Mal werden außerdem einige Hundeführer aus der Reihe der „bestätigten Nachsuchengespanne“ erwartet, die über ihre wichtige Aufgabe informieren werden.

Weil immer mehr Frauen auf die Jagd gehen, will man diesen laut Geschäftsführer Hubertus Reich „die verdiente Aufmerksamkeit widmen und ihnen das entsprechende Forum bieten“. Über das bestehende Messeprogramm hinaus wird es einige Extras und Angebote sowie eine spezielle Beratung an den Messeständen geben.

DK